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 Bundesminister Schmidt, Professor Dr. Arens-Azevedo und Frau Schulz-Greve (Vernetzungsstellen Sprechergremium) mit Schülerinnen und Schülern Bundesminister Christian Schmidt, Professor Dr. Ulrike Arens-Azevedo und Sabine Schulz-Greve (Vernetzungsstellen Sprechergremium) mit Schülerinnen und Schülern, Quelle: BMEL/photothek.net/Thomas Trutschel

BMEL-Qualitätsoffensive für ein gesundes Schulessen

Anlässlich des ersten Bundeskongresses Schulverpflegung am 25. November 2014 hat Bundesernährungsminister Christian Schmidt eine neue Qualitätsoffensive für ein gesundes Schulessen ausgerufen und für eine gemeinsame Strategie von Bund, Ländern, Kommunen und Schulen geworben.

In der Gesundheits- und Ernährungsbildung tragen wir alle eine große Verantwortung, unseren Kindern das bestmögliche Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Zu Hause, in der Kita und in der Schule werden die Ernährungsgewohnheiten entscheidend geprägt, die uns oftmals ein Leben lang begleiten. Hier ist es eine Verpflichtung ersten Ranges dafür zu sorgen, dass wir es ernst meinen mit unserer Ernährungsbildung", sagte Bundesminister Christian Schmidt anlässlich der Eröffnung Kongresses.

Über 300 Teilnehmer aus Politik, Bildung, Wissenschaft, Schulverwaltung, Schulverpfleger und Caterer, Ernährungs- und Gesundheitsexperten, Schulleiter, Lehrer, Vertreter der Eltern und Schülerschaft sowie Medienvertreter waren in Berlin zusammengekommen, um Ideen, Impulse und Handlungsempfehlungen für die Zukunft der Schulverpflegung zu präsentieren und zu diskutieren.

Note "gut" bis "befriedigend": Studie zur Qualität der Schulverpflegung in Deutschland

Im Auftrag des BMEL und im Rahmen von "IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" hat die Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften bundesweit Schulleitungen und Schulträger sowie Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulformen befragt.

Insgesamt geben die über 12.000 befragten Schülerinnen und Schüler dem Schulessen (inkl. Raumgestaltung, Rahmenbedingungen) die Durchschnittsnote 2,5 im Primarbereich und 2,6 im Sekundarbereich. Dennoch ist die Wunschliste der Schülerinnen und Schüler lang: Sie reicht von persönlichen Essenswünschen über Anmerkungen zur Sauberkeit und Hygiene bis hin zur Raumgestaltung.

Qualitätsoffensive zur Verbesserung des Schulessens in Deutschland

Aufbauend auf den Untersuchungsergebnissen umfasst die Qualitätsoffensive zur Verbesserung des Schulessens in Deutschland fünf Handlungsfelder:

  1. Der Qualitätsstandard für die Schulverpflegung soll verbindlich sein!
    Die Qualität des Schulessens darf nicht dem Zufall überlassen werden. Schließlich geht es darum, Grundlagen für ein gesundes Leben zu schaffen. Diejenigen, die die Verpflegung beauftragen müssen den Qualitätsstandard einfordern. Dass es geht und wie es geht, zeigen bereits viele gute Beispiele. Das BMEL und die Vernetzungsstellen Schulverpflegung sind bereit, alle Beteiligten bei diesem Prozess zu unterstützen.
  2. Wir brauchen einen Ernährungs-TÜV für Anbieter von Schulessen!
    Anbieter von Schulessen müssen sich qualifizieren, um an Schulen als Anbieter von Mittagsverpflegung zugelassen zu werden. So kann Warmhalteverpflegung nur funktionieren, wenn die Warmhaltezeiten kurz sind. Diejenigen, die die Verpflegung beauftragen müssen einen Qualifizierungsnachweis von ihren potentiellen Lieferanten einfordern. Dafür wird die DGE künftig die Funktion eines Nationalen Qualitätszentrums Schulessen übernehmen. Sie soll zum einen Hüterin über die Qualitätsstandards sein und zum anderen federführend bei der Qualifizierung der Caterer sein.
  3. Die Verpflegung muss zur Chefsache werden!
    Schulverpflegung muss in direkter Verantwortung der Schulleitung liegen. Sie muss Teil des Schulkonzeptes sein – so wie auch eine begleitende Ernährungsbildung unverzichtbar ist. Die Schulverpflegung sowie die Verpflichtung, nach DGE-Standard zu verpflegen, sollte Eingang in den Schulalltag finden, die gesundheitsfördernde Schule als Grundsatz der Schulpolitik verankert werden. Überall dort, wo Schülerinnen und Schüler verpflegt werden, sollten Verpflegungsausschüsse als Hüter über die Qualität des Schulessens tätig werden, in denen Eltern-, Lehrer- und Schülervertreter und Anbieter an einem Tisch sitzen.
  4. Die Vernetzungsstellen bleiben der Dreh- und Angelpunkt!
    Die Arbeit der Vernetzungsstellen Schulverpflegung wird auch in den nächsten Jahren erforderlich bleiben. Wenn die Länder weiter ihren Beitrag leisten, dann wird auch der Bund die Arbeit der Vernetzungsstellen für Schulverpflegung weiter unterstützen. Ziel muss es ein, die Vernetzungsstellen fest als Beratungsstellen für Schulträger, Schulen und Verpflegungsanbieter zu verankern.
  5. Die Schüler sollen zu Botschaftern guten Schulessens werden!
    Die Schülerinnen und Schüler sind wichtige Seismographen für die Qualität der Verpflegung. Diejenigen, die das Essen täglich zu sich nehmen, sollten stärker mitreden, was auf die Teller kommt und wie es präsentiert wird. Dabei kann es nicht darum gehen, jeden Tag Pizza und Pommes auf den Tisch zu bringen. Schulessen muss Spaß machen, schmecken und gesund sein. Deshalb wird das BMEL einen Wettbewerb für engagierte Schüler und für erstklassiges Schulessen ausloben. Wer macht mit in der Kantine, wer hat innovative Vorschläge für den Speiseplan, wer meldet sich freiwillig als "Mensa-Tester"? Es sollen gute Ideen und Beispiele prämiert werden, die zur Nachahmung anregen.

Bilder und weitere Informationen

Weitere Informationen zur Veranstaltung, zur Studie über die Situation der Schulverpflegung in Deutschland und zu den IN FORM Aktivitäten des BMEL unter www.bundeskongress-schulverpflegung.de und www.in-form.de.

Stand:
25.11.14

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zum Video: Impressionen vom ersten Bundeskongress Schulverpflegung …

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