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IN FORM-Projekt "Ernährungsführerschein"

Küchenkompetenz für Grundschüler

Der IN FORM-Ernährungsführerschein ist ein Unterrichtsprojekt für die Grundschule, das den praktischen Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten vermittelt. In sechs bis sieben Doppelstunden lernen die Drittklässler, vollwertige Gerichte zuzubereiten.

Sie erhalten, nach einer schriftlichen und praktischen Prüfung, ihren persönlichen Ernährungsführerschein als Bestätigung für die gewonnene Küchenkompetenz. 650.000 Kinder sind seit dem Start im Jahr 2007 stolze Besitzer des Ernährungsführerscheins.

Das Unterrichtsmaterial für den Ernährungsführerschein wurde so konzipiert, dass die Lehrerin oder der Lehrer es selbständig im Klassenzimmer durchführen kann.

Das Medienpaket enthält ausgearbeitete Unterrichtsverläufe, Kopiervorlagen, Elternbriefe und Führerscheindokumente. In sechs bis sieben Doppelstunden bereiten die Kinder köstliche Salate, fruchtige Quarkspeisen und andere kleine Gerichte zu – und das alles im eigenen Klassenzimmer.

Kinder zeigen ihre Führerscheine aid-Ernährungsführerschein, Quelle: Hilla Südhaus, aid

Alle Kinder, die die schriftliche und die praktische Prüfung bestanden haben, bekommen das Führerschein-Dokument.

Schlüssel zum Erfolg ist - neben dem praxisbezogenen Unterrichtsmaterial die Förderung zweier unterschiedlicher Verbreitungswege im Rahmen der Kampagne "IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung": Das Bundesernährungsministerium förderte die Ausbildung und die Einsätze der LandFrauen und "Klasse-2000-Gesundheitsförderern", die den Ernährungsführerschein vor Ort begleiten.

Zum anderen wurden - in Kooperation mit dem aid Infodienst - 5.000 Lehrkräfte im Rahmen des IN FORM-Projektes "Ernährungsbildung an Schulen" auf das Unterrichtsmaterial fortgebildet.

Evaluationsergebnisse zum Ernährungsführerschein

Wie Lehrkräfte das Medienpaket nutzen und welche Effekte diese Form der Ernährungsbildung bei den Kindern hat, wurde in einer zweijährigen Studie untersucht. Die Ergebnisse der in 2011 abgeschlossenen wissenschaftlichen Evaluation, die in 77 Klassen aus 11 Bundesländern durchgeführt wurde, sind überaus positiv.

Lehrer loben beispielsweise die kindgerechte Gestaltung sowie die klaren Aufgabenstellungen und Schülern macht der praxisorientierte Unterricht großen Spaß. Auf unterhaltsame Weise lernen die Kinder Lebensmittel und deren Zubereitung kennen. Darüber hinaus gelingt es, mit dem Unterrichtsmaterial die Elternhäuser aktiv mit einzubeziehen.

Die Vorher-Nachher-Befragung bei den über 1.200 Grundschulkindern zeigte, dass der Ernährungsführerschein positive Entwicklungen im Bereich Wissen, Motivation, Kompetenzen und Verhalten bei ihnen anstößt. So stieg beispielsweise der Anteil der Kinder, die angaben, einen Fruchtquark selber machen zu können, um 27 Prozent. Auch die Lehrkräfte bestätigten einen Kompetenzgewinn der Kinder zum Beispiel beim Rezepte lesen, bei Arbeitsabläufen oder Schneidetechniken. Die Steigerung der Teamfähigkeit und die Beachtung von Tischregeln sind ein weiterer Lernerfolg der Schüler. Die größten Entwicklungsfortschritte machten Kinder, die zunächst relativ wenig zum Thema wussten

Weitere Informationen zum Ernährungsführerschein und zu den Förder- und Fortbildungsmöglichkeiten finden Sie unter www.aid-ernaehrungsfuehrerschein.de

Stand:
24.04.14

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