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Holzlöffel mit grobkristallinem Salz Quelle: AdobeStock/Handmade Pictures

Salzkonsum in Deutschland: Ergebnisse der DEGS-Studie

Ein zu hoher täglicher Salzkonsum ist ein erheblicher Risikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere Schlaganfall. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt täglich nicht mehr als sechs Gramm Salz zu sich zu nehmen.

Die Zahlen einer Studie, die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beim Robert Koch-Institut (RKI) in Auftrag gegeben wurde, zeigt ein anderes Bild: Die tägliche Salzaufnahme liegt bei Frauen durchschnittlich bei 8,4 Gramm und bei Männern bei 10 Gramm. Das heißt: Über 75 Prozent der Männer und fast 70 Prozent der Frauen überschreiten die Empfehlung der DGE täglich.

Bereits im Juni 2011 hatten sich die Staaten der Europäischen Union für eine Senkung der Salzaufnahme in der Bevölkerung ausgesprochen, und dafür, die Salzaufnahme regelmäßig zu überprüfen. Jetzt liegen erstmals bundesweit repräsentative Daten für die Erwachsenen im Alter von 18-79 Jahren vor. Im Rahmen des Deutschen Erwachsenen Gesundheitssurvey (DEGS) wurde die Natriumausscheidung bei knapp 7000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gemessen und daraus die Salzzufuhr berechnet. Der überwiegende Teil der Salzaufnahme kommt heutzutage aus handwerklich oder industriell hergestellten Lebensmitteln und Speisen. Verbraucherinnen und Verbraucher können sich beispielsweise anhand der heute schon vielfach freiwillig gemachten und ab dem 13.12.2016 verpflichtenden Nährwertangaben auf vorverpackten Lebensmitteln über deren Salzgehalt informieren und eine entsprechende Auswahl treffen.

Hersteller und Gastronomie können ihrerseits dazu beitragen, die Salzaufnahme zu vermindern. Dabei stehen nicht nur besonders salzige Lebensmittel oder Speisen im Vordergrund, auch Lebensmittel mit relativ geringem Salzgehalt können aufgrund der verzehrten Menge letztlich für eine große Salzaufnahme sorgen. So stammt ein gutes Viertel des täglich verzehrten Salzes aus dem Grundnahrungsmittel Brot, gefolgt von Fleisch- und Wurstwaren (ca. 18 Prozent) und Käse und Milchprodukten (ca. 10 Prozent, Daten der Nationalen Verzehrstudie (NVS II, 2006). Eine moderate Senkung des Salzgehaltes in Lebensmitteln und Speisen kann deshalb einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Bluthochdruck und damit verbundenen Krankheiten leisten.

Das BMEL wird auch weiterhin in regelmäßigen Abständen die Salzaufnahme in der Bevölkerung überprüfen lassen. Ein solches Monitoring ist u.a. Bestandteil des zwischen 2014 und 2016 durchgeführten Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS Welle 2) des RKI.

Auf Basis dieser erstmals biomarkerbasiert ermittelten Daten zur Natriumzufuhr in der deutschen Bevölkerung erscheint doch bei einem nicht zu vernachlässigenden Anteil von 50 Prozent der Männer und > 35 Prozent der Frauen eine tägliche Salzzufuhr von 10 Gramm pro Tag oder gar mehr vorzuliegen. Dies liegt deutlich über den Empfehlungen für die durchschnittliche Salzaufnahme in der Bevölkerung von 5 bzw. 6 Gramm pro Tag.

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