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Ernährungsbericht 2012

Alle vier Jahre veröffentlicht die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) im Auftrag des Bundesernährungsministeriums den Ernährungsbericht als wissenschaftlich fundierte Informationsquelle rund um Ernährungsthemen.

Dabei wirft der Bericht immer auch einen genaueren Blick auf bestimmte gesellschaftliche Gruppen und deren Ernährungssituation. 2012 standen Seniorinnen und Senioren im Fokus, die in Privathaushalten versorgt und gepflegt werden. Weiterer Schwerpunkt war die Qualität von "Essen auf Rädern".

Der 12. Ernährungsbericht gliedert sich in fünf Kapitel mit folgenden Inhalten:

1. Ernährungssituation in Deutschland

Die Berichterstattung beginnt mit der Darstellung der aktuellen Ernährungssituation und deren Entwicklung. Auf der Basis statistischer Auswertungen (Agrarstatistiken, Nationale Verzehrsstudie II) werden Daten analysiert und bewertet.

Die Ergebnisse bestätigen Zusammenhänge, die auch in der Literatur beschrieben sind: Gesundheitsbewusste Männer und Frauen mit einem hohen sozioökonomischen Status und ausreichend Ernährungswissen essen weniger Fleisch und mehr Gemüse als andere Bevölkerungsgruppen. Durch die günstigere Lebensmittelauswahl nähern sie sich den von der DGE empfohlenen Orientierungswerten für Nährstoffe am ehesten.

Hinzu kommt im ersten Kapitel ein kurzer Abriss von Maßnahmen der Ernährungsnotfallvorsorge im Krisenfall, einem wichtigen Element der staatlichen Daseinsvorsorge in Deutschland.

2. Ernährungssituation von Seniorinnen und Senioren mit Pflegebedarf in Privathaushalten

Die Auswertung der ErnSIPP-Studie (Ernährungssituation von Seniorinnen und Senioren mit Pflegebedarf in Privathaushalten) ergibt, dass die Zufuhr der meisten Nährstoffe im Mittel ausreichend ist. Teilweise liegen aber auch erhebliche Defizite in der Versorgung vor. Insgesamt könnte die Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen durch den vermehrten Verzehr von Gemüse, Obst und Vollkornprodukten verbessert werden. Bei mangelnder Sonnenlichtexposition empfehlen die Autoren eine zusätzliche Gabe von Vitamin D.

3. Situation und Zufriedenheit mit dem Angebot von "Essen auf Rädern"

Insgesamt zeigt sich in den zugrunde liegenden Erhebungen, dass "Essen auf Rädern" in Deutschland die Bedürfnisse der Senioren in hohem Maße berücksichtigt. Zu den Stärken der Dienste gehören außerdem eine gute Organisation und ein vielfältiges Angebot. Allerdings stellte sich heraus, dass die Mehrzahl der Anbieter die Pflegestufen ihrer Kunden nicht kannte. Zudem fehlten häufig Nährstoff- und Mengenangaben bei den Gerichten. Orientierung bieten die entsprechenden IN FORM-Qualitätsstandards.

4. Lebensmittelsicherheit

Krankheitserreger wie Bakterien und Viren, aber auch Rückstände von Pflanzenschutzmitteln oder Tierarzneien und Kontaminationen mit Dioxinen oder Schwermetallen können die Sicherheit von Lebensmitteln gefährden. Im entsprechenden Kapitel des Ernährungsberichts setzen sich die Autoren mit den Risiken auseinander. Hier beobachtet die DGE eine "erhebliche Diskrepanz zwischen wissenschaftlicher Bewertung und öffentlicher Wahrnehmung".

Ziel ist es, die Diskussion zu versachlichen. Daher wird im Ernährungsbericht 2012 erstmals dargestellt, wie die Risikobewertung von Rückständen und Kontaminanten erfolgt.

5. Prävention durch Ernährung

Das letzte Kapitel widmet sich dem Zusammenhang zwischen Ernährung und Krebsentstehung sowie der möglichen gesundheitlichen Bedeutung so genannter sekundärer Pflanzenstoffe. Die Autoren haben die aktuelle wissenschaftliche Literatur in Bezug auf die vorbeugende Wirkung gesunder Ernährung ausgewertet und interpretiert.

Der Ernährungsbericht inklusive CD-ROM ist beim DGE-MedienService unter www.dge-medienservice.de für 32,00 € zzgl. Versandkosten erhältlich.

Stand:
05.02.13

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