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Drei Flaschen mit bunten Flüssigkeiten ragen aus Eiswürfeln heraus Quelle: Marius Graf - Fotolia.com

Gesüßte Getränke & Co

15 Prozent unserer Kinder und Jugendlichen sind übergewichtig. Wie kann gesunde Ernährung gefördert werden?

Laut der Weltgesundheitsorganisation gilt Übergewicht bei Kindern aktuell als größtes chronisches Gesundheitsproblem. In Deutschland hat sich das Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen seit den 1990er Jahren auf hohem Niveau stabilisiert. Das Risiko, an Herzkreislauf-Leiden oder Diabetes Typ-II zu erkranken, steigt aber mit zunehmendem Gewicht.

Geplante nationale Reformulierungsstrategie

  • Reformulierung = Änderung von Rezepturen für Lebensmittel
  • Die Zufuhr von Zucker, Fett und Salz ist nach wie vor zu hoch
  • Bestandteil eines ganzheitlichen, ernährungsbezogenen Ansatzes für einen nachhaltig gesundheitsförderlichen Lebensstil
  • Beinhaltet die Stärkung des Verbraucherbewusstseins durch Informationen und Sensibilisierung
  • Förderung von Forschungsprojekten, die Rezepturen und Herstellungsverfahren unter die Lupe nehmen sollen
  • Beobachten der Ernährungs- und Gesundheitssituation, um die Erfolge der Reformulierungsmaßnahmen zu messen
  • Prüfen, ob bereits bestehende Labelvergabesysteme zur Kennzeichnung reformulierter Produkte geeignet sind

Für Kinder und Jugendliche ermittelt die „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ (KiGGS) die relevanten Kernindikatoren zum Ernährungsverhalten, zur körperlichen Aktivität und zum Gesundheitszustand. Die KIGGS-Studie zeigte, dass 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen von drei bis 17 Jahren übergewichtig sind. Ungefähr sechs Prozent leiden unter Adipositas. Diese Entwicklung zeigt die Dringlichkeit, mit Hilfe einer bevölkerungsweiten, präventiven Gesundheitsförderung und Regulierung, Lebensstile positiv zu beeinflussen und die Zunahme dieser Erkrankungen zu stoppen.

Verschiedene Bausteine

Das ernährungspolitische Konzept des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) besteht aus verschiedenen Bausteinen. Seit Jahren setzt sich das Ernährungsministerium unter anderem für das gesunde Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen ein. Der Nationale Aktionsplan „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ mit über 200 Projekten ist ein Beispiel dafür. Ziel ist es, Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängende Krankheiten zu bekämpfen. Ernährung und Bewegung werden als Einheit, als gleichwertige und entscheidende Bausteine eines gesunden Lebens aufgegriffen. Die Ernährungskompetenzen und Ernährungsbildung in allen Altersklassen als eine wichtige Grundlage für ein gesundheitsförderliches Verhalten zu etablieren, spielt dabei eine wichtige Rolle.

Weniger Zucker, Salz und Fett

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die 2015 vom Deutschen Bundestag geforderte nationale Strategie für die Reduktion von Zucker, Fetten und Salz in Fertigprodukten (sog. Reformulierung). Diese Änderung von Rezepturen soll im besten Fall auch die Energiedichte reduzieren und darf nicht dazu führen, dass im Produkt z. B. Zucker durch höherkalorisches Fett ersetzt wird. Die Strategie wird dazu beitragen, eine gesunde Ernährung zu erleichtern. Zunächst sollen auf freiwilliger Basis mit der Wirtschaft Zielvereinbarungen für die Produktgruppen: zuckergesüßte Erfrischungsgetränke, Brot und Brötchen, Frühstückscerealien, Joghurt- und Quarkzubereitungen sowie Tiefkühl-Pizzen abgeschlossen werden. Ziel ist es, die Produktvielfalt auch weiterhin zu erhalten.

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