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Elektronische Zigaretten und elektronische Shishas

Seit dem 1. April 2016 dürfen in Deutschland keine elektronischen Zigaretten und E-Shishas mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden. Hintergrund für das Verbot sind wissenschaftliche Erkenntnisse zu gesundheitlichen Risiken durch die Produkte.

Elektronische Zigaretten ("E-Zigaretten") und elektronische Shishas ("E-Shishas") sind Geräte zur Verdampfung von aromatisierten und Nikotin enthaltenden Flüssigkeiten, sogenannten Liquids. Das Gasgemisch (Aerosol) wird über ein Mundstück inhaliert. Im Unterschied zur Zigarette wird also kein Tabak verbrannt, aber es wird Nikotin inhaliert. Es gibt auch nikotinfreie Varianten der Liquids.

Um mögliche gesundheitliche Risiken von E-Zigaretten und E-Shishas besser bewerten zu können, hatte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beauftragt, sich genauer mit den Auswirkungen dieser Produkte auf die Gesundheit zu befassen. In seinen wissenschaftlichen Bewertungen kam das BfR zu dem Ergebnis, dass E-Zigaretten – egal ob mit oder ohne Nikotin – gesundheitlich nicht unbedenklich sind. Das Aerosol, das eingeatmet wird, enthält– unabhängig vom Nikotin – gesundheitsschädliche Substanzen.

"Elektronische Zigaretten und Shishas gehören nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen"

Mit Blick auf die große Beliebtheit von elektronischen Zigaretten und elektronischen Shishas stellte Bundesminister Schmidt fest: "E-Zigaretten und E-Shishas haben in Kinder- und Jugendhänden nichts zu suchen. Die Verdampfer sind keine harmlosen Naschereien – auch wenn sie nach Schokolade, Bubble Gum oder Melone schmecken. Wir müssen verhindern, dass derartige Produkte den Einstieg in eine Raucher-Karriere fördern. Die süßen Aromastoffe verschleiern potentielle Gefahren."

Gemeinsam mit der Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat Schmidt ein gesetzliches Abgabeverbot von E-Zigaretten und E-Shishas an Kinder und Jugendliche initiiert. Das inzwischen gültige Verkaufsverbot ist im Jugendschutzgesetz geregelt und gilt auch für den Versandhandel.

Erstmals enthält auch die Tabakproduktrichtlinie Regelungen zu nikotinhaltigen elektronischen Zigaretten. Diese wurden im Rahmen des Tabakerzeugnisgesetzes und der Tabakerzeugnisverordnung umgesetzt, welche am 20. Mai 2016 in Kraft getreten sind. Mit dem Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Tabakerzeugnisgesetzes sollen diese Regelungen auch für nikotinfreie elektronische Zigaretten gelten, soweit dies zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher vor Gesundheitsschäden erforderlich ist.

Interview der Rheinischen Post mit Bundesminister Christian Schmidt u.a. zu E-Zigaretten

Stand:
08.11.16

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"Landwirtschaft und Umwelt" Fachtagung zum Klimaschutzgutachten, 12.12.2016, Berlin

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