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Was steckt wirklich in meiner Zigarette?

BMEL veröffentlicht Zusatzstoffe in Tabakprodukten

Die Verwendung von Zusatzstoffen in Tabakerzeugnissen ist in Deutschland in der Tabak-Verordnung geregelt.

Die gegenwärtige Rechtslage

Die Tabak-Verordnung enthält eine Liste zugelassener Stoffe für die gewerbsmäßige Herstellung von Tabakerzeugnissen und den Tabakerzeugnissen gleichgestellten Erzeugnissen wie z.B. Mundstücke, Filter, Zigarettenpapier und -spitzen sowie eine Negativliste von verbotenen Geruchs- und Geschmacksstoffen.

Hersteller und Importeure sind gemäß Paragraf fünf der Tabakprodukt-Verordnung verpflichtet, Listen mit bestimmten Informationen über die verwendeten Zusatzstoffe vorzulegen. Nach Paragraf fünf Absatz drei dieser Verordnung gibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den Inhalt dieser Liste den Verbraucherinnen und Verbrauchern bekannt.

Dies geschieht in Form einer Datenbank, in der bequem nach Zigaretten, Zigarren, Pfeifentabak, Feinschnitt und sonstigen Tabakerzeugnissen (Wasserpfeifen-, Kau- und Schnupftabak sowie Tabaksticks/-stränge) - gesucht werden kann. Die einzelnen Zusatzstoffe werden, nach Tabakprodukt-Marken sortiert, gemäß ihrer mengenmäßigen Verwendung in absteigender Reihenfolge aufgelistet. Darüber hinaus werden für Zigaretten auch die Gehalte an Teer, Nikotin und Kohlenmonoxid je Marke angegeben.

Zusatzstoffe in Tabakerzeugnissen sind mit Blick auf eine mögliche gesundheitsschädigende und suchtfördernde Wirkung in der öffentlichen Diskussion in den Fokus geraten. Das BMEL misst der toxikologischen Bewertung von Stoffen, die den Tabakerzeugnissen zugesetzt werden sollen, eine hohe Bedeutung bei. Die Bewertung dieser Stoffe soll an den neuesten wissenschaftlichen Kenntnisstand angepasst werden.

Suchen Sie hier nach Tabakzusatzstoffen.

Rechtslage nach Umsetzung der Tabakprodukt-Richtlinie in Deutschland

Mit der neuen Tabakprodukt-Richtlinie werden erstmals neben Tabakerzeugnissen auch so genannte elektronische Zigaretten reguliert und Regelungen zu den Zusatzstoffen harmonisiert. Die Richtlinie sieht dabei ein Verbot des Inverkehrbringens von Zigaretten und von Tabak zum Selbstdrehen vor:

  • mit einem charakteristischen Aroma;
  • die in irgendwelchen ihrer Bestandteile Aromastoffe enthalten oder die sonstige technische Merkmale enthalten, mit denen sich der Geruch oder Geschmack der betreffenden Tabakerzeugnisse oder deren Rauchintensität verändern lassen;
  • deren Filter, Papier und Kapseln Tabak oder Nikotin enthalten.

Tabakerzeugnisse mit Zusatzstoffen, die die Attraktivität, die Sucht erzeugende oder toxische Wirkung erhöhen, die Inhalation oder die Nikotinaufnahme erleichtern, werden verboten. Diese Zusatzstoffe werden auch in elektronischen Zigaretten verboten.
Für alle Erzeugnisse nach der Tabakprodukt-Richtlinie sind umfangreiche produktspezifische Mitteilungs- und Informationspflichten für Hersteller und Importeure vorgeschrieben.

Das BMEL wird dafür Sorge tragen, dass auch zukünftig eine Abfrage der verwendeten Zusatzstoffe in einer Datenbank möglich sein wird. Die Recherche wird auch weiterhin auf das einzelne Erzeugnis bezogen erfolgen können.

Die neue Tabakprodukt-Richtlinie wurde am 29. April 2014 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und ist bis zum 20.5.2016 in nationales Recht umzusetzen. Das BMEL ist federführend für die Umsetzung zuständig. Am 16. Dezember 2015 hat das Bundeskabinett dazu den Entwurf für ein Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie über Tabakerzeugnisse und verwandte Erzeugnisse (TabakerzeugnisG) verabschiedet.

Stand:
26.08.15

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