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Über Grenzen hinweg gegen Lebensmittelbetrug

Parlamentarische Staatssekretärin spricht über die Rolle Deutschlands bei der Bekämpfung von „Food Fraud"

Effizientes Vorgehen gegen organisierten, häufig international vernetzten Lebensmittelbetrug erfordert eine strukturierte und engmaschig verzahnte Zusammenarbeit auf allen Ebenen.

Der internationale Food Fraud-Kongress des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gemeinsam mit dem Joint Research Centre der Europäischen Kommission zeigt Wege gegen Irreführung, Täuschung und Betrug mit Lebensmitteln auf.

Deutschland ist Ein- und Ausfuhrland für enorme Warenmengen. Insbesondere mit dem Frankfurter Flughafen und dem Hamburger Hafen ist es einer der zentralen europäischen Hauptumschlagsplätze von Waren. Wo gehandelt wird, wird auch betrogen – dabei sind grenzüberschreitende Verflechtungen für Betrüger ein willkommenes Verdunkelungsinstrument. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat sich daher zum Ziel gesetzt, Lebensmittelbetrug effizient zu bekämpfen. Zentrale Elemente der Strategie sind präventive Maßnahmen, der verbesserte Nachweis von Manipulationen sowie die Verstärkung der Zusammenarbeit. „Jedes einzelne dieser Elemente ist wichtig, und alle zusammen fügen sich zu einem schlüssigen Bekämpfungskonzept“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth im BMEL anlässlich ihres Grußwortes auf dem Kongress.

Verstärkte Zusammenarbeit

Nicht deklariertes Pferdefleisch in Rindfleischerzeugnissen rückte das Thema „Lebensmittelbetrug“ 2013 stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Daraufhin hat die Europäische Kommission zusammen mit den Mitgliedstaaten ein Food Fraud-Netzwerk aufgebaut, in dem jeder Mitgliedstaat eine nationale Food Fraud-Kontaktstelle hat. Für Deutschland ist das BVL zuständig und damit zentraler Ansprechpartner für die EU-Kommission, andere Mitgliedstaaten sowie Europol und Interpol. In Deutschland ist das BVL-- die zentrale Koordinierungsstelle zwischen den Ländern und dem Bund im Bereich Lebensmittelüberwachung.

Auch gemeinsame Forschungstätigkeiten sollen vor Fälschungen in der Lebensmittelkette schützen. So arbeiten im europäischen Forschungsverbund der „Food integrity study“ 38 Partner aus Universitäten, Forschungseinrichtungen, Industrieunternehmen und Behörden zusammen, um Sicherheit, Authentizität und Qualität von Lebensmitteln sicherzustellen. Auf nationaler Ebene wurde beim Max Rubner-Institut ein Nationales Referenzzentrum für die Echtheit und Integrität in der Lebensmittelkette eingerichtet.

Früherkennung von Lebensmittelbetrug

„Mit unserer nationalen Strategie zur Bekämpfung von Lebensmittelbetrug wollen wir vorbeugend tätig werden und Betrügern einen Schritt voraus sein“, sagte Flachsbarth. Eine Möglichkeit ist die gezielte Auswertung von Fachinformationen und Beobachtung von Medien. Mit dem Frühwarnsystem „BeoWarn“ durchforstet das BVL Informationspools und die Medienlandschaft nach aktuellen Trends und Themen mit hohem Betrugspotenzial. Analog dazu betreibt die EU-Kommission ein Medienbeobachtungssystem, auf das die Mitgliedstaaten zugreifen können. Auch Whistle Blower können Hinweise zur Früherkennung liefern und Auskunft geben zu aktuellen Praktiken der Betrüger wie z. B. Fälschungen von Zertifikaten oder Manipulationen im Produktionsprozess.

Stand:
13.06.17
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