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Eier im Karton Quelle: AdobeStock/ValerieSchmigel

Diskussionen über Konsequenzen aus Fipronilfall

Verbraucher müssen sich beim Thema Lebensmittelsicherheit auf Europa verlassen können. So solle bei grenzüberscheitenden Fällen wie dem Fipronil-Geschehen die EU-Kommission ihre koordinierende Funktion stärker wahrnehmen, forderte Bundesminister Schmidt am Rande des Agrarrats am 5. September in Tallinn.

So soll sichergestellt werden, dass die Mitgliedsstaaten Informationen über verunreinigte Lebensmittel schnell und zuverlässig austauschen und veröffentlichen – besonders in Fällen wie jüngst der Kontamination von Lebensmitteln mit dem Schädlingsbekämpfungsmittel Fipronil.

Um aus den Erfahrungen des Fipronil-Falls zu lernen, hatte die EU-Kommission, auf Anregung des Bundeslandwirtschaftsministers, das Thema auf die Tagesordnung des informellen Agrarministertreffens gesetzt.

Mit seinen Amtskollegen aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden verständigte sich Schmidt in Tallinn auf eine Arbeitsgruppe, die Vorschläge für eine europäische Koordination in Krisenfällen vorlegen wird. Die Vorschläge sollen dann gemeinsam mit der EU-Kommission ausgearbeitet werden.

Ein Ziel der verstärkten europäischen Koordination ist es, dass die EU-Kommission im Zweifelsfall die Mitgliedsstaaten auffordert, einen schnellen Informationsfluss zu gewährleisten.

Hintergrund:

Im Juli war bekannt geworden, dass Eier, die mit dem Schädlingsbekämpfungsmittel Fipronil kontaminiert waren, aus den Niederlanden nach Deutschland geliefert worden waren. Fipronil war unerlaubt einem Mittel beigemischt worden, mit dem Legehennenbetriebe gereinigt wurden.

Mittlerweile ist bekannt, dass belastete Eier oder Produkte, in denen belastete Eier verarbeitet wurden, in fast alle EU-Mitgliedsstaaten und zahlreiche Drittstaaten geliefert wurden.

Stand:
06.09.17

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