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Die vier Buchstaben des Wortes "Land" stehen als bunte Mini-Skulpturen auf der Mauer eines Dorfplatzes. Im Hintergrund sind der Platz, Bäume, ein Gebäude und Wohnhäuser zu sehen. Perspektiven für ländliche Regionen - darum geht es im Bericht der Bundesregierung, Quelle: BMEL/Michael Gottschalk/Photothek

Ländliche Regionen stärken: Regierungsbericht weist Wege

Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt in kleineren Städten oder Gemeinden auf dem Land. Ländliche Regionen sind attraktive Lebens-, Arbeits- und Erholungsorte. Viele Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche, darunter mittelständische Weltmarktführer, haben dort ihren Standort. Das alles gehört zum Leben auf dem Land – und darüber informiert der Bericht der Bundesregierung zur Entwicklung der ländlichen Räume umfassend.

Eine wichtige Aufgabe der Politik ist es, die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse sicherzustellen und das Leben überall in Deutschland lebenswert zu gestalten. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) übernimmt für diese Aufgabe eine tragende Rolle und koordiniert die Politikbereiche der ländlichen Räume. Ziel ist es, die ländlichen Regionen mit ihrem vielfältigen Potenzial als eigenständige Lebens- und Wirtschaftsräume zu erhalten und dazu beizutragen, dass strukturschwache Regionen gestärkt werden.

Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern

Eine wichtige Erkenntnis aus dem Regierungsbericht: Gesucht sind neue Impulse in den ländlichen Regionen – und für den ländlichen Raum. Das BMEL setzt daher auch auf Dialog mit den Menschen, die sich für ihr Dorf und ihre Kommune stark machen. Von April bis Oktober 2015 waren Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und seine Parlamentarischen Staatssekretäre bei zehn Gemeinden in ganz Deutschland zu Gast. Im Mittelpunkt dabei: Die Frage, was zu einem guten Leben auf dem Land dazu gehört. Die Ergebnisse dieses Dialogs flossen in den Regierungsbericht ein – wie auch wissenschaftliche Erkenntnisse und die Expertise anderer Bundesministerien.

Im Regierungsbericht geht es neben den übergreifenden Themen Demografie, Finanzen und bürgerschaftliches Engagement um drei Handlungsfelder:

  1. Wohnen, Infrastruktur und Daseinsvorsorge: Ortsentwicklung, schnelles Internet, Einkaufen und Dienstleistungen, Mobilität, Kinderbetreuung, Schulen, Sicherheit
  2. Regionale Wirtschaft und Arbeit: Förderung von Unternehmen und landwirtschaftlichen Betrieben, Gewinnung von Fachkräften, Innovationsförderung, Energie, Tourismus- und Gesundheitswirtschaft
  3. Landnutzung, natürliche Ressourcen und Erholung: Flächennutzung, nachhaltige Land- und Fortwirtschaft, biologische Vielfalt, Klimaschutz und -anpassung, Freizeit und Erholung

Der Bericht geht über eine Bestandsaufnahme hinaus – er enthält neben einem Ausblick auch Informationen zu Förderprogrammen und Vorhaben, die ihre Wurzeln unter anderem im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern haben. Dazu gehören das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE) und die Weiterentwicklung der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK). So kann zum Beispiel die Grundversorgung in ländlichen Regionen gestärkt werden, da jetzt auch Investitionen in Mehrfunktionenhäuser und in Kleinstunternehmen unterstützt werden.

Download: Bericht der Bundesregierung zur Entwicklung der ländlichen Räume 2016

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