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ein ländliches Gebiet mit einem Haus und einer großen Kabelrolle Quelle: Maimento/fotolia.de

Flächendeckende Breitbandversorgung – auch im ländlichen Raum

Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur wird gerade in ländlichen Regionen immer mehr zu einem Bestimmungsfaktor für deren Zukunftsfähigkeit.

Infokarte - Breitbandversorgung

Ein leistungsfähiger Internetanschluss ist heute ein relevanter Standortfaktor für Unternehmen und private Haushalte. Landwirtschafts- und Wirtschaftsministerium fördern deshalb den Breitbandausbau im Ländlichen Raum. Die Karte zeigt den Versorgungsstand in den ländlichen Räumen im Jahr 2015.

Alle Lebensbereiche werden vom digitalen Wandel erfasst. Für viele landwirtschaftliche Betriebe eröffnet der Zugang zum schnellen Internet neue Möglichkeiten zur Effizienzverbesserung in der Informationsbeschaffung, im Produktionsmanagement wie auch in der Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen. Auch für die Sicherung von Arbeitsplätzen in nichtlandwirtschaftlichen Unternehmen auf dem Land und für die Erhaltung der Attraktivität von Dörfern als Wohnstandort hat der Anschluss an die Datenautobahn mittlerweile ebenso große Bedeutung wie z.B. eine gute Verkehrsanbindung. Im Hinblick auf die demografische Entwicklung werden zudem große Erwartungen an die Möglichkeiten geknüpft, die smarte digitale Konzepte für die Daseinsvorsorge eröffnen können, etwa im Gesundheitssektor.

Mit den Bedürfnissen der modernen Informationsgesellschaft steigen die Anforderungen an die Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit der Datennetze. Sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene werden daher ambitionierte Ziele zur Verbesserung der Breitbandversorgung verfolgt. Die Europäische Digitale Agenda strebt bis 2020 eine flächendeckende Versorgung mit Hochleistungsnetzen an, die allen Haushalten eine Mindestgeschwindigkeit von 30 MBit/s garantieren soll.

In Deutschland soll bereits bis Ende 2018 eine flächendeckende Versorgung mit mindestens 50 MBit/s erreicht werden. Der Ausbau leistungsstarker digitaler Infrastrukturen ist ein zentrales Element der Digitalen Agenda der Bundesregierung.

Informationen über die Ausbaufortschritte lassen sich dem Breitbandatlas entnehmen. Mitte 2014 war eine nahezu flächendeckende Breitbandgrundversorgung, die bislang als Versorgung mit mindestens 1 MBit/s definiert wird, erreicht. Selbst in ländlichen Gebieten hatten bereits 97,3 Prozent der Haushalte Zugang zu solchen Angeboten. Im Bereich höherer Bandbreiten besteht jedoch nach wie vor eine deutliche Kluft zwischen städtischen (mehr als 500 Einwohner/km2), halbstädtischen (100 bis 500 Einwohner/km2) und ländlichen Gebieten (weniger als 100 Einwohner/km2). Bandbreiten ab 50 MBit/s standen Mitte 2014 82,3 Prozent der städtischen Haushalte, aber nur 20,5 Prozent der ländlichen Haushalte zur Verfügung.

Die Bundesregierung setzt auf einen vorrangig marktgetriebenen Ausbau der Breitbandinfrastruktur. Allerdings greift dieser Ansatz in dünn besiedelten Regionen mit hohen Investitions-kosten und geringer Nachfragedichte nur unzureichend. Daher ist unter bestimmten Umständen auch eine Förderung mit öffentlichen Mitteln geboten.

Um die digitale Kluft zwischen Ballungsgebieten und dünn besiedelten ländlichen Regionen abzubauen, wurde im Jahr 2008 die Möglichkeit der Breitbandförderung in der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) verankert.

Für die Breitbandförderung im Rahmen der GAK stehen jährlich 10 Millionen Euro an Bundesmitteln zweckgebunden zur Verfügung, sodass unter Berücksichtigung der komplementären Landesmittel mindestens 16,66 Millionen Euro in den Breitbandausbau in unterversorgten ländlichen Gebieten fließen können. Die Bundesländer können zudem im Zuge ihrer Prioritätensetzung weitere GAK-Bundesmittel für diesen Zweck einsetzen. Nach einem schleppenden Beginn übersteigt die jährliche Inanspruchnahme der Fördermittel für die Breitbandversorgung seit 2010 die Zehn-Millionen-Marke. Von 2008 bis Ende 2013 wurden insgesamt 73,4 Millionen Euro an Bundesmitteln für die Breitbandförderung abgerufen.

Bis Ende 2014 konnten ländliche Kommunen, die vor Durchführung der Maßnahme mit weniger als zwei Mbit/s versorgt waren, in die Förderung einbezogen werden. Angesichts der verbesserten Grundversorgung und des wachsenden Bedarfs an Bandbreite wird diese sog. "Aufgreifschwelle" ab 2015 auf sechs MBit/s angehoben.

Neben der GAK ist bislang auch eine Förderung von Breitbandprojekten über eigene Programme der Bundesländer sowie in strukturschwachen ländlichen Regionen über die regionale Wirtschaftsförderung (GRW) möglich. Bund und Länder haben sich zudem darauf verständigt, dass die Erlöse aus der für 2015 geplanten Versteigerung von Funkfrequenzen im 700-Megahertz-Band, die sog. "Digitale Dividende II", zu einem maßgeblichen Teil in die Breitbanderschließung ländlicher Regionen investiert werden sollen.

Stand:
30.12.14
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