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Entwicklung des ländlichen Raumes 2014 - 2020

Die EU-Politik zur ländlichen Entwicklung wurde laufend weiterentwickelt, um dem Wandel in ländlichen Regionen und den neuen Herausforderungen Rechnung zu tragen. Eine Partnerschaftsvereinbarung zwischen der Europäischen Kommission und Deutschland beschreibt die Ziele der Förderperiode 2014 - 2020.

Jährlich werden in Deutschland von 2014 bis 2020 alleine für den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die ländliche Entwicklung (ELER) EU-Mittel in Höhe von rund 1,35 Milliarden Euro bereitstehen.

Die Prioritäten in der Förderung der ländlichen Entwicklung liegen auf den folgenden, langfristigen, strategischen Zielen:

  • Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Land-, Forst und Ernährungswirtschaft,
  • Gewährleistung der nachhaltigen Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und des Klimaschutzes sowie
  • die ausgewogene räumliche Entwicklung der ländlichen Wirtschaft und der ländlichen Regionen.

Ziele und Prioritäten der Entwicklung des ländlichen Raums 2014 – 2020

Die Einbindung des ELER in einen gemeinsamen strategischen Rahmen mit den anderen Europäischen Struktur- und Investitionsfonds dokumentiert sich in einem fondsübergreifenden Partnerschaftsabkommen zwischen der Europäischen Kommission und Deutschland.

Die jüngsten EU-Reformen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) wurden im Dezember 2013 abgeschlossen. Damit bleiben auch weiterhin eine starke erste Säule für die Landwirtschaft (Direktzahlungen) und eine finanziell gut ausgestattete zweite Säule zur Förderung der ländlichen Entwicklung bestehen.

Der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)

Zentrales Förderinstrument bei der Umsetzung der gemeinsamen EU-Schwerpunkte zur Entwicklung ländlicher Regionen ist der Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

Die Prioritäten in der Förderung der ländlichen Entwicklung, der sogenannte zweite Säule der GAP, liegen in langfristigen strategischen Zielen: eine starke Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft, die sichere nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und die Unterstützung der Wirtschaftskraft in den ländlichen Regionen.

Im Zentrum stehen dabei zum einen die freiwilligen Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen der Landwirtschaft. So müssen die Mitgliedstaaten mindestens 30 Prozent der ihnen zugewiesenen EU-Fördermittel der zweiten Säule beispielsweise für den ökologischen Landbau oder die Förderung naturbedingt benachteiligter Gebiete einsetzen. Ein zweiter wichtiger Bereich ist die Stärkung landwirtschaftlicher Betriebe durch Investitionen in die Landwirtschaft, aber auch in den Tourismus, der Landschaftspflege und in Hofläden. Der dritte Bereich unterstützt lokale Dorfentwicklungsprojekte, um attraktive und funktionsfähige ländliche Räume und Dörfer mit Zukunft zu gestalten. Dabei kommt viertens der regionalen Vernetzung der ländlichen Entwicklung zur Umsetzung der oben genannten Ziele, dem so genannten LEADER-Ansatz, eine hohe Bedeutung zu.

An ELER-Mitteln stehen Deutschland zwischen 2014 und 2020 jährlich rund 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung. Diese werden durch nationale Mittel von Bund, Ländern und Kommunen verstärkt. Der Bund beteiligt sich mit jährlich rund 600 Millionen Euro über die Gemeinschaftsaufgabe zur "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" an Entwicklungsmaßnahmen, die die Bundesländer in ihren jeweiligen Förderprogrammen umsetzen.

Die Vernetzung der Aktivitäten zur ländlichen Entwicklung erfolgt in Deutschland auf Bundesebene durch die Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (dvs).

Die Neuerungen der Förderperiode 2014-2020

Die Reform von 2013 sieht wichtige Änderungen für die ländliche Entwicklung vor:

  • die Verbesserung des strategischen Ansatzes beim Aufbau von nationalen oder regionalen Programmen zur ländlichen Entwicklung
  • den Ausbau der Maßnahmen zur ländlichen Entwicklung
  • die Vereinfachung der Regeln und/oder Verringerung der Verwaltungslasten und
  • eine engere Verbindung der Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums mit anderen europäischen Struktur- und Investitionsfonds 

Die Einbindung des ELER in einen gemeinsamen strategischen Rahmen mit den anderen Europäischen Struktur- und Investitionsfonds dokumentiert sich in einem umfassenden Partnerschaftsabkommen zwischen der Europäischen Kommission und Deutschland. Diese wurde am 22. Mai 2014 von der Europäischen Kommission förmlich angenommen. In Einklang mit den Zielen der Strategie „Europa 2020“ werden in der Partnerschaftsvereinbarung Mittel und Wege beschrieben, wie in Deutschland mit Hilfe der einzelnen Europäischen Struktur- und Investitionsfonds für die Förderperiode 2014-2020 die Ziele für mehr Wachstum, Beschäftigung und Nachhaltigkeit erreicht werden sollen – auch für die ländlichen Regionen.

Zur Umsetzung dieser Ziele, hat die EU im Bereich der ländlichen Entwicklung sechs gemeinsame Schwerpunktthemen festgelegt:

  • die Förderung von Wissenstransfer und Innovation in der Land- und Forstwirtschaft und den ländlichen Gebieten;
  • die Verbesserung der Lebensfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe und der Wettbewerbsfähigkeit aller Arten von Landwirtschaft sowie Förderung innovativer Bewirtschaftungsmethoden und nachhaltiger Forstwirtschaft,
  • die Förderung einer Organisation der Nahrungsmittelkette, des Tierschutzes und des Risikomanagements in der Landwirtschaft,
  • die Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der mit der Land- und Forstwirtschaft verbundenen Ökosysteme,
  • die Förderung der Ressourceneffizienz und Unterstützung des Agrar-, Ernährungs- und Forstsektors beim Übergang zu einer kohlenstoffarmen und klimaresistenten Wirtschaft,
  • die Förderung der sozialen Eingliederung, der Bekämpfung der Armut und der wirtschaftlichen Entwicklung in den ländlichen Gebieten.

Die EU-Mitgliedstaaten müssen ihre Förderprogramme zur ländlichen Entwicklung auf mindestens vier dieser sechs EU-Schwerpunkte aufbauen.

Überwachung und Bewertung der ELER-Programme in der Förderperiode 2014 – 2020

Die Europäische Kommission hat für den Finanzplanungszeitraum 2014 bis 2020 in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten ein gemeinsames Begleitungs- und Bewertungsssystem erarbeitet. Hierdurch sollen Umsetzung und Fortschritte der Politik für den ländlichen Raum aufgezeigt und Auswirkungen, Wirksamkeit, Effizienz und Zweckdienlichkeit der Interventionen im Rahmen dieser Politik bewertet werden. Das Begleitungs- und Bewertungssystem umfasst ein Packet an gemeinsamen Indikatoren für die Ausgangssituation sowie für die finanzielle Abwicklung, den Output, die Ergebnisse und die Auswirkungen der Programme.

Stand:
05.06.14

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Ländliche Entwicklung aktiv gestalten - Leitfaden zur integrierten ländlichen Entwicklung

Titelbild der BMELV-Broschüre "Ländliche Entwicklung aktiv gestalten"

Die Broschüre soll den Dialog und das Engagement beim Thema ländliche Entwicklung fördern. Mit der Broschüre erhalten Sie einen Überblick, wie Sie ganz persönlich und vor Ort an die Gestaltung ländlicher Entwicklungsprozesse herangehen können. So informiert die Broschüre insbesondere über den Katalog der ab 2014 geltenden Maßnahmen.

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