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Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

Ihr Dorf hat Zukunft? Zeigen Sie es uns: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ruft zum bundesweiten Dorfwettbewerb auf! Engagierte in Dörfern und kleineren Kommunen können sich ab sofort auf regionaler Ebene bewerben.

Logo zum Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" (Link zur Wettbewerbsseite)

Mit dem Dorfwettbewerb ehrt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft alle drei Jahre bürgerliches Engagement für eine lebenswerte Zukunft auf dem Land. Seit 1961 steht der Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Seit 1993 werden in dem traditionsreichen Bundeswettbewerb die Teilnehmerdörfer der alten und neuen Bundesländer gemeinsam bewertet. Der Bundesentscheid 2016 wurde erstmals als Teil des neuen "Bundesprogramms Ländliche Entwicklung" durchgeführt.

Auf www.bmel.de/dorfwettbewerb-leuchtturmprojekte werden innovative Ideen der Teilnehmer des 25. Bundeswettbewerbes vorgestellt. Der Abschlussbericht steht hier für Sie bereit.

Ein Wettbewerb mit langer Tradition

Der Bundeswettbewerbe "Unser Dorf hat Zukunft" wird bereits zum 26. Mal ausgetragen. Bürgerschaftliches Engagement, Kreativität sowie Eigenverantwortlichkeit der Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner stehen im Vordergrund des Wettbewerbs.

Die Entwicklung ländlicher Räume ist eine der wesentlichen Schwerpunktaufgaben, mit denen sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) befasst. Wirtschaftliche Veränderungen, der demographische Wandel, aber auch rückläufige finanzielle Mittel der öffentlichen Haushalte beeinflussen zunehmend die Entwicklung der ländlichen Räume. Dies betrifft insbesondere unsere Dörfer. Es gilt daher, das Leben und Arbeiten in den Dörfern attraktiv zu erhalten und an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen.

Seit über 50 Jahren ist der Dorfwettbewerb ein Instrument für die Verbesserung der Lebensqualität und eine optimale Einbindung der Dörfer in ihre natürliche Umgebung. Im Rahmen des neuen Bundesprogramms Ländliche Entwicklung werden durch den bundesweit bekannten Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" die vielfältigen Funktionen der Dörfer für die Entwicklung ländlicher Räume präsentiert und bekannter gemacht. Die Auszeichnungen ehren vorbildliche Leistungen und das wertvolle Engagement der Menschen vor Ort.

Ziel ist es, Anreize zu schaffen, um die Zukunft der Dörfer verantwortlich und nachhaltig mitzugestalten und weiterzuentwickeln.

Kulturelle Tradition und Nachhaltigkeit

Der Wettbewerb hat eine lange Tradition und Geschichte. Einst als "Blumenschmuckwettbewerb" gesehen hat er sich zu einem Instrument der Dorferneuerung entwickelt, das den individuellen Ausgangsbedingungen und kulturellen Traditionen eines jeden Dorfes sowie der Nachhaltigkeit bei der Gestaltung der Zukunft in noch stärkerem Maße als in der Vergangenheit Rechnung trägt. Der Fokus liegt dabei besonders auf einer an die Bedürfnisse sowie den Erhalt des Dorfes angepassten Infrastruktur im Sinne der Lokalen Agenda 21.

Basierend auf Initiativen verschiedener Landkreise zur Beseitigung vorhandener Missstände nach dem Zweiten Weltkrieg initiierte der damalige Präsident der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. Graf Lennart Bernadotte im Jahr 1961 den ersten Bundeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" mit dem Ziel, die Dörfer und Anwesen zu verschönern. Dazu dienten vornehmlich die Ausstaffierung der Orte mit Grün- und Blumenschmuck sowie die Verbesserung der dörflichen Infrastruktur. Die Gemeinden sollten dem Komfort in der Stadt nicht mehr nachstehen und somit eine Abwanderung in den urbanen Raum verhindern.

Gewinner des Dorfwettbewerbs interaktiv entdecken

"Unser Dorf hat Zukunft". Unter diesem Motto engagieren sich bundesweit Männer und Frauen, um zukunftsfähige Konzepte für ihre Dörfer zu entwickeln und die Lebensqualität in ihren Gemeinden langfristig zu sichern. Die Karte zeigt alle Goldgewinner seit 1993.

In den siebziger Jahren entstanden formale und finanzielle Grundlagen (Förderrichtlinien) für die Dorfentwicklung, um die Bemühungen der Dörfer im Hinblick auf die Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen stärker zu unterstützen. Hinzu kamen Dorfentwicklungsprogramme im Rahmen von Zukunftsinvestitionsprogrammen. Trotz oder gerade wegen der Kommunalreformen wurde in den Dörfern das gesellschaftspolitische Verantwortungsbewusstsein neu gefestigt. Dies äußerte sich vor allem in der Berücksichtigung der gesellschaftspolitischen und strukturellen Neuorientierung des ländlichen Raums.

Der Wettbewerb gewann damit an Komplexität. Die zu lösenden Aufgaben der Dorfentwicklung wurden breiter gefächert, die Anzahl der beteiligten Akteure nahm zu, und die rechtlichen und finanziellen Grundlagen der ländlichen Entwicklung wurden vielfältiger. Zudem entwickelte sich ein Bewusstsein für die Bedeutung der baulichen Strukturen.

Im Jahr 1998 erhielt der Wettbewerb vor dem Hintergrund der Konferenz von Rio und dem beschleunigten Strukturwandel im ländlichen Raum den Zusatz "Unser Dorf hat Zukunft". Ziel war die Unterstützung einer ganzheitlichen und nachhaltigen Entwicklung der Dörfer im Sinne einer umfassenden Zukunftssicherung, getragen von breitem Bürgerengagement. Dabei standen ihre vielfältigen Funktionen als Wohn- und Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen sowie als Wirtschafts-, Kultur- und Erholungsraum im Mittelpunkt. Die angepassten Bewertungskriterien lenkten den Fokus weg vom Verschönerungsaspekt hin zu grundsätzlichen und umfassenden Maßnahmen der Lebensqualität und vor allem zum Umgang mit dem demografischen Wandel.

Mit der Ausschreibung 2007 verkürzte sich der Titel des Wettbewerbs auf "Unser Dorf hat Zukunft". Sein 50. Jubiläum feierte "Unser Dorf hat Zukunft" 2011. Zu diesem besonderen Anlass entstand die Festschrift "Unser Dorf hat Zukunft - 50 Jahre Dorfwettbewerb 1961-2011", die erstmals eine abwechslungsreiche Lesereise durch die Geschichte des Bundeswettbewerbs zusammenfasst. Sie können Sie hier herunterladen.

Stand:
06.09.16

Inhalt des Dossiers

Zum Thema

Leuchtturmprojekte im Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

WLAN-Router vor einem Kirchturm

Die Gewinner des 25. Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" haben vor allem durch das herausragende bürgerschaftliche Engagement, beispielhafte Ideen und zukunftsweisende Konzepte überzeugt. An dieser Stelle stellt das BMEL einige dieser kreativen Projektideen und regionalspezifischen Lösungen vor.

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Gewinner des Dorfwettbewerbs interaktiv entdecken

Infografiken für den Ländlichen Raum

"Unser Dorf hat Zukunft". Unter diesem Motto engagieren sich bundesweit Männer und Frauen, um zukunftsfähige Konzepte für ihre Dörfer zu entwickeln und die Lebensqualität in ihren Gemeinden langfristig zu sichern. Die Karte zeigt alle Goldgewinner seit 1993.

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Geschäftsstelle "Bundeswettbewerb"

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Referat 325 - Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn

mehr: Geschäftsstelle "Bundeswettbewerb" …

Häufig gestellte Fragen

Mit dem Wettbewerb ehrt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft alle drei Jahre bürgerliches Engagement für eine lebenswerte Zukunft auf dem Land. Gerade in der Bewerbungs- und Bewertungsphase ergeben sich Fragen zum Wettbewerb. An dieser Stelle sind die Antworten der häufig gestellten Fragen zu finden.

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Fotostrecke

Impressionen der Teilnehmerorte

Luftbild von Pinnow eingeschlossen von zwei Seen mit einer Dorfkirche

33 Dörfer aus ganz Deutschland haben sich für die Schlussrunde des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" qualifiziert. Im Juli 2016 wählte die Bundesbewertungskommission die Gold-, Silber- und Bronzedörfer.

zur Bilderstrecke: Impressionen der Teilnehmerorte …

Publikationen

Publikationen

Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE)

Titelbild des Flyers "Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Der ländliche Raum ist das starke Rückgrat unseres Landes. Um die Lebensqualität in ländlichen Regionen attraktiv zu halten und Menschen Perspektiven zu bieten, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Initiative für Leben und Arbeiten in ländlichen Regionen gestartet. Im Bundesprogramm ländliche Entwicklung (BULE), das 2017 mit 55 Millionen Euro ausgestattet ist, vereinen wir Modell- und Demonstrationsvorhaben, Wettbewerbe und Kommunikationsmaßnahmen unter einem Dach. So können wir in der Summe mehr für unsere Regionen erreichen!

Im Mittelpunkt von BULE stehen regionale Zukunftskonzepte. Es geht um individuelle, passgenaue Lösungen für regionale Fragestellungen und die Förderung bürgerschaftlichen Engagements. Der Bereich der medizinischen Dienste fällt ebenso hierunter wie die Verbesserung der Nahversorgung und der Ausbau der regionalen Infrastruktur.

500 LandInitiativen - Förderung für ehrenamtliches Engagement zur Integration von Flüchtlingen

Titelbild der Broschüre "500 LandInitiativen - Förderung für ehrenamtliches Engagement zur Integration von Flüchtlingen"

Darum geht es

Mit dem bundesweiten Programm "500 LandInitiativen" unterstützt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gezielt das Ehrenamt in ländlichen Regionen. Das Programm richtet sich an Initiativen, die sich für die nachhaltige Integration geflüchteter Menschen im ländlichen Raum einsetzen.

Für Engagierte in ganz Deutschland

"500 LandInitiativen" macht es möglich, wichtige Anschaffungen oder notwendige Ausgaben in überschaubarem Umfang zu tätigen, damit eine ehrenamtliche Initiative erfolgreich arbeiten kann. Zwischen 1.000 Euro und 10.000 Euro sind als Förderung für konkrete Projekte oder Anschaffungen möglich. Die Initiative ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung.

Weitere Informationen: 500landinitiativen.de

Soziale Dorfentwicklung

Titelbild des Flyers "Soziale Dorfentwicklung - Modellprojekte im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Um Dorfgemeinschaften bei der Gestaltung neuer Wege für ein soziales Miteinander zu unterstützen, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich "Soziale Dorfentwicklung". Ziel ist, innovative Lösungsansätze zu erproben und praxistaugliche Konzepte bundesweit bekannt zu machen.

Das Bewusstsein für die dörfliche Lebenskultur, der Erhalt des Charakters der ländlichen Gemeinden, die Einbindung verschiedener gesellschaftlicher Grupen und Generationen stehen im Zentrum der geförderten Projekte. Für eine erfolgreiche soziale Dorfentwicklung ist das aktive Mitwirken der im Ort lebenden Menschen unverzichtbar.

Die Förderung der Modellprojekte ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE).

Mehrfunktionshäuser - alles unter einem Dach

Titelbild des Flyers "Alles unter einem Dach! Mehrfunktionshäuser Modellprojekte im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Um Dorfgemeinschaften bei der Errichtung von Mehrfunktionshäusern zu unterstützen und die Nahversorgung im ländlichen Raum zu sichern, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich "Regionalität und Mehrfunktionshäuser". Ziel ist, innovative Lösungsansätze zu erproben und praxistaugliche Konzepte bundesweit bekannt zu machen. Mehrfunktionshäuser vereinen zum Beispiel Dorfladen, Landarztpraxis, Pflegestützpunkt, Vereinstreffpunkt, Bücherei, Gemeindeamt, Café, Post oder Bank unter einem Dach. Auf diese Weise tragen sie zur Sicherung der Nahversorgung und lokaler Dienstleistungen auf dem Land bei. Gleichzeitig schaffen sich Dorfgemeinschaften mit Mehrfunktionshäusern einen Treffpunkt, der Begegnungen fördert und das tägliche Miteinander im Ort stärkt.

Die Förderung der Modellprojekte ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE).

Leitfaden "Land(auf)Schwung"

Cover des Leitfadens "Land(Auf)Schwung"

Das BMEL möchte zukunftsweisende Projekte fördern und gibt mit Land(auf)Schwung 39 Modellregionen die Gelegenheit, passgenaue, regionale Konzepte für die Zukunft zu erarbeiten. Später werden von einer unabhängigen Jury bis zu dreizehn Regionen ausgewählt, die das BMEL bei der Umsetzung ihrer Projektideen finanziell besonders unterstützt. Diese Broschüre ist als Leitfaden der 39 Modellregionen gedacht. Er soll die Teilnehmer durch den Entwicklungsprozess führen, motivieren und wichtige Informationen zum Programm und den Abläufen geben.

Die Broschüre ist nur im Download zum Ausdrucken verfügbar!

  • Ländliche Entwicklung aktiv gestalten - Leitfaden zur integrierten ländlichen Entwicklung (PDF, 3 MB, barrierefrei)
  • Ländliche Regionen verstehen - Fakten und Hintergründe (PDF, 9 MB, barrierefrei)
  • Zum Thema

    Logo

    Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat die Initiative ergriffen, die ländliche Entwicklung voranzubringen, damit ländliche Regionen heute wie in Zukunft vital und attraktiv bleiben.

    mehr: …

    Modellvorhaben LandZukunft

    Logo des Internetportals LandZukunft

    Mit dem Modelvorhaben LandZukunft wurden neue Wege in der ländlichen Entwicklung erprobt, mit denen auch andere Regionen dem demographischen Wandel trotzen und eine drohende Abwärtsspirale durchbrechen können.

    mehr: Modellvorhaben LandZukunft …

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