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Leuchtturmprojekte im Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

Die Gewinner des 25. Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" haben vor allem durch das herausragende bürgerschaftliche Engagement, beispielhafte Ideen und zukunftsweisende Konzepte überzeugt. An dieser Stelle stellt das BMEL einige dieser kreativen Projektideen und regionalspezifischen Lösungen vor.

Die Bandbreite der Projektideen spiegelt auch die Vielfalt der Herausforderungen in den einzelnen Dörfern wider und zeigt wie vielfältig die wirtschaftliche, soziale und ökologische Dorfentwicklung angegangen wird.

Männer und Frauen in der Brauerei in Hirschlanden, Baden-Württemberg. Die 13 Personen sind zwischen dem Kessel und weiteren, zum Bierbrauen nötigen Gerätschaften zu sehen. Im Vordergrund: Holzkästen mit Bierflaschen. Das Team der Brauerinnen und Brauer in Hirschlanden, Quelle: Ortschaftsverwaltung Hirschlanden

Hirschlanden: Gaststätte mit Brauerei bringt Leben ins Dorf

Ein Dorf ohne Gaststätte? Die 430 Einwohnerinnen und Einwohner von Hirschlanden, im Neckar-Odenwald-Kreis, Baden-Württemberg, wussten aus eigener Erfahrung, was das bedeutet – und welch großen Verlust es für die Gemeinschaft war, dass es den Treffpunkt im Ort nicht mehr gab. Doch die Aktiven beließen es nicht dabei: Im historischen Rathaus aus dem Jahr 1875 entstand mit dem multifunktionalen Veranstaltungszentrum ein Ort der Begegnung.

„Multi“ ist das alte Rathaus, weil es neben der Gaststätte mittlerweile auch Raum für das Museum, den Dorfladen – und die eigene Brauerei bietet. Das Konzept dazu hatte Ortsvorsteher Martin Herrmann entwickelt, und manche hielten es für ziemlich ambitioniert. 150.000 Euro – plus der Kosten für die Brauanlage – waren nötig, und das über 15 Jahre leer stehende Rathaus musste saniert werden.

Männer und Frauen sitzen im Gastraum der Brauerei in Hirschlanden, Baden-Württemberg und trinken das dort gebraute Bier. An den Wänden hängen Werbeschilder für verschiedene Biermarken sowie Vitrinen mit Bierkrügen. Blick in den Gastraum der Brauerei in Hirschlanden, Quelle: Ortschaftsverwaltung Hirschlanden

Die Hirschlandener gingen eines nach dem anderen an. Zunächst stand das Museumsprojekt, das Kunstausstellungen und -sammlungen ermöglicht, im Mittelpunkt. Verwirklicht wurde dieses Projekt mit Fördergeld des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum von Baden-Württemberg (90.000 Euro) sowie Eigenmitteln des Dorfes (60.000 Euro). Der Museumsverein organisiert bis zu vier Kunstschauen pro Jahr, die an drei bis fünf Sonntagen zu sehen sind.

Die freiwilligen Helferinnen und Helfer erbrachten rund 1.700 Stunden Eigenleistungen, bis schließlich der Umbau 2007 mit Ausstellungsraum, einer Gaststätte, einem Dorfladen und einer Brauerei fertiggestellt war. Acht Teams mit Wirtinnen und Wirten sowie je vier Helfer betreiben die Gaststätte als kommunale Kneipe, die an etwa 100 Tagen pro Jahr geöffnet ist. Der Gewinn fließt in die Kasse des Museumsvereins – als Beitrag zur Finanzierung des laufenden Betriebs und für Anschaffungen. Mit den Einnahmen war es beispielsweise möglich, die professionelle Brauanlage für 112.000 Euro ohne Fördermittel anzuschaffen.

Hirschbräu – so der Name des Gerstensafts – lockt Einheimische und Touristen. Braumeister der Region und Bier-Sommeliers stufen die Qualität der Biere als herausragend ein. Die 70 Plätze sind so gut wie immer ausgebucht. Gruppen aus ganz Deutschland kommen zu Besuch. Das SWR-Radio kürte Hirschbräu-Hirschlanden 2013 zur besten Dorfgaststätte Baden-Württembergs. Und 2015 besuchte Ministerpräsident Winfried Kretschmann das Haus und die Ehrenamtlichen. Er nannte das Projekt ein „Musterbeispiel für bürgerschaftliches Engagement und Ideenreichtum“.

Kontaktdaten Ansprechpartner:

Ortschaftsverwaltung Hirschlanden
Martin Herrmann
Steige 1
74749 Hirschlanden
info@hirschbraeu-hirschlanden.de

Stand:
08.12.16

Zum Thema

Leuchtturmprojekte im Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

WLAN-Router vor einem Kirchturm

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Gewinner des Dorfwettbewerbs interaktiv entdecken

Infografiken für den Ländlichen Raum

"Unser Dorf hat Zukunft". Unter diesem Motto engagieren sich bundesweit Männer und Frauen, um zukunftsfähige Konzepte für ihre Dörfer zu entwickeln und die Lebensqualität in ihren Gemeinden langfristig zu sichern. Die Karte zeigt alle Goldgewinner seit 1993.

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Geschäftsstelle "Bundeswettbewerb"

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Referat 325 - Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn

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Häufig gestellte Fragen

Mit dem Wettbewerb ehrt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft alle drei Jahre bürgerliches Engagement für eine lebenswerte Zukunft auf dem Land. Gerade in der Bewerbungs- und Bewertungsphase ergeben sich Fragen zum Wettbewerb. An dieser Stelle sind die Antworten der häufig gestellten Fragen zu finden.

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Fotostrecke

Impressionen der Teilnehmerorte

Luftbild von Pinnow eingeschlossen von zwei Seen mit einer Dorfkirche

33 Dörfer aus ganz Deutschland haben sich für die Schlussrunde des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" qualifiziert. Im Juli 2016 wählte die Bundesbewertungskommission die Gold-, Silber- und Bronzedörfer.

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Publikationen

Publikationen

Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE)

Titelbild des Flyers "Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Der ländliche Raum ist das starke Rückgrat unseres Landes. Um die Lebensqualität in ländlichen Regionen attraktiv zu halten und Menschen Perspektiven zu bieten, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Initiative für Leben und Arbeiten in ländlichen Regionen gestartet. Im Bundesprogramm ländliche Entwicklung (BULE), das 2017 mit 55 Millionen Euro ausgestattet ist, vereinen wir Modell- und Demonstrationsvorhaben, Wettbewerbe und Kommunikationsmaßnahmen unter einem Dach. So können wir in der Summe mehr für unsere Regionen erreichen!

Im Mittelpunkt von BULE stehen regionale Zukunftskonzepte. Es geht um individuelle, passgenaue Lösungen für regionale Fragestellungen und die Förderung bürgerschaftlichen Engagements. Der Bereich der medizinischen Dienste fällt ebenso hierunter wie die Verbesserung der Nahversorgung und der Ausbau der regionalen Infrastruktur.

Soziale Dorfentwicklung

Titelbild des Flyers "Soziale Dorfentwicklung - Modellprojekte im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Um Dorfgemeinschaften bei der Gestaltung neuer Wege für ein soziales Miteinander zu unterstützen, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich "Soziale Dorfentwicklung". Ziel ist, innovative Lösungsansätze zu erproben und praxistaugliche Konzepte bundesweit bekannt zu machen.

Das Bewusstsein für die dörfliche Lebenskultur, der Erhalt des Charakters der ländlichen Gemeinden, die Einbindung verschiedener gesellschaftlicher Grupen und Generationen stehen im Zentrum der geförderten Projekte. Für eine erfolgreiche soziale Dorfentwicklung ist das aktive Mitwirken der im Ort lebenden Menschen unverzichtbar.

Die Förderung der Modellprojekte ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE).

Mehrfunktionshäuser - alles unter einem Dach

Titelbild des Flyers "Alles unter einem Dach! Mehrfunktionshäuser Modellprojekte im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Um Dorfgemeinschaften bei der Errichtung von Mehrfunktionshäusern zu unterstützen und die Nahversorgung im ländlichen Raum zu sichern, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich "Regionalität und Mehrfunktionshäuser". Ziel ist, innovative Lösungsansätze zu erproben und praxistaugliche Konzepte bundesweit bekannt zu machen. Mehrfunktionshäuser vereinen zum Beispiel Dorfladen, Landarztpraxis, Pflegestützpunkt, Vereinstreffpunkt, Bücherei, Gemeindeamt, Café, Post oder Bank unter einem Dach. Auf diese Weise tragen sie zur Sicherung der Nahversorgung und lokaler Dienstleistungen auf dem Land bei. Gleichzeitig schaffen sich Dorfgemeinschaften mit Mehrfunktionshäusern einen Treffpunkt, der Begegnungen fördert und das tägliche Miteinander im Ort stärkt.

Die Förderung der Modellprojekte ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE).

Leitfaden "Land(auf)Schwung"

Cover des Leitfadens "Land(Auf)Schwung"

Das BMEL möchte zukunftsweisende Projekte fördern und gibt mit Land(auf)Schwung 39 Modellregionen die Gelegenheit, passgenaue, regionale Konzepte für die Zukunft zu erarbeiten. Später werden von einer unabhängigen Jury bis zu dreizehn Regionen ausgewählt, die das BMEL bei der Umsetzung ihrer Projektideen finanziell besonders unterstützt. Diese Broschüre ist als Leitfaden der 39 Modellregionen gedacht. Er soll die Teilnehmer durch den Entwicklungsprozess führen, motivieren und wichtige Informationen zum Programm und den Abläufen geben.

Die Broschüre ist nur im Download zum Ausdrucken verfügbar!

  • Ländliche Entwicklung aktiv gestalten - Leitfaden zur integrierten ländlichen Entwicklung (PDF, 3 MB, barrierefrei)
  • Ländliche Regionen verstehen - Fakten und Hintergründe (PDF, 9 MB, barrierefrei)
  • Zum Thema

    Zukunftswerkstatt Land: Wie gestalten wir gemeinsam die Zukunft unserer Dörfer?
    Schwerpunkt: 
    Nachhaltige Landwirtschaft

    Rede des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt MdB zum Dialog im BMEL "Ländlische Räume" am 31. Mai 2017:

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    Logo

    Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat die Initiative ergriffen, die ländliche Entwicklung voranzubringen, damit ländliche Regionen heute wie in Zukunft vital und attraktiv bleiben.

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    Modellvorhaben LandZukunft

    Logo des Internetportals LandZukunft

    Mit dem Modelvorhaben LandZukunft wurden neue Wege in der ländlichen Entwicklung erprobt, mit denen auch andere Regionen dem demographischen Wandel trotzen und eine drohende Abwärtsspirale durchbrechen können.

    mehr: Modellvorhaben LandZukunft …

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    Bundespreis 2018 - Für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung

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