BMEL

Service

Logo des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - zur Startseite

Bundesprogramm "Ländliche Entwicklung" - Inhalte und Ziele

Ländliche Regionen als attraktive und vitale Lebensräume zu erhalten - dafür setzt sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ein. Ein neues Bundesprogramm für die ländliche Entwicklung hilft dabei.

Etwa die Hälfte der Einwohner Deutschlands lebt auf dem Land. Für sie sind die ländlichen Räume, die knapp 90 Prozent der Fläche Deutschlands umfassen, nicht nur Natur- und Erholungsort, sondern auch Lebensraum und Arbeitsstandort.

Attraktive, lebenswerte und vitale ländliche Regionen zu schaffen und zu erhalten ist ein wichtiges Ziel der Bundesregierung. Im Koalitionsvertrag spricht sich die Regierung für gleichwertige Lebensverhältnisse in Städten und ländlichen Räumen aus. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) nimmt sich dieser Aufgabe an und setzt sich für die ländlichen Regionen ein. Ein Instrument des BMEL für die nachhaltige Gestaltung der ländlichen Regionen ist das 2015 eingeführte Bundesprogramm "Ländliche Entwicklung" (BULE).

Inhalt des Bundesprogramms "Ländliche Entwicklung"

BULE erprobt und fördert innovative Ansätze der ländlichen Entwicklung. Es trägt dazu bei, die ländlichen Regionen als attraktive Lebensräume zu erhalten und strukturschwache Gegenden zu unterstützen und leistet damit auch einen Beitrag zur Umsetzung der Demografiestrategie der Bundesregierung. Der Fokus der Modell- und Demonstrationsvorhaben sowie der Wettbewerbe liegt auf nichtlandwirtschaftlich ausgerichteten Projekte.

BULE besteht aus vier Modulen:

Modul 1 – Modell- und Demonstrationsvorhaben in zentralen Zukunftsfeldern ländlicher Entwicklung

Modell- und Demonstrationsvorhaben der ländlichen Entwicklung haben das Ziel...

  • ...innovative, zukunftsweisende Konzepte und Lösungsansätze für aktuelle Fragen zu entwickeln,
  • ...die Praxistauglichkeit zu überprüfen und
  • ...bundesweit bekannt zu machen.

Aus den Erfahrungen der in den Modellvorhaben Aktiven werden allgemeingültige Schlussfolgerungen und Empfehlungen für die künftige Gestaltung der Politik für ländliche Regionen abgeleitet.

Wer sich mit neuen, innovativen Projekte mit Modellcharakter beteiligten und dafür eine Unterstützung erhalten möchte, erfährt das per Bekanntmachung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). In Zukunft sollen weitere Projekte dazukommen, beispielsweise zur Integration oder zu digitalen Anwendungen in ländlichen Räumen.

Der Start war das Modell- und Demonstrationsverfahren "Regionalität und Mehrfunktionshäuser": Um regionale Nahversorgung und lokale Dienstleistungen zu erhalten, kombinieren sogenannte Mehrfunktionshäuser beispielsweise einen Dorfladen mit Landarztpraxis, Pflegestützpunkt, Vereinsraum, Bücherei, Gemeindeamt, Café, Post oder Bank unter einem Dach. Das Projekt soll außerdem neue Erkenntnisse zum Aufbau von Netzwerken regionaler Wertschöpfungsketten oder beispielsweise zum Aufbau eines bundesweiten Netzwerks mit Multiplikatoren- und Coachingfunktion liefern.

Im Modell- und Demonstrationsverfahren "Soziale Dorfentwicklung" werden innovative Ideen für eine erfolgreiche soziale Dorfentwicklung gesucht. Im Zentrum steht dabei, gerade für junge Menschen neue Anreize für eine Lebensperspektive in den ländlichen Räumen zu schaffen. Inhaltlich geht es beispielsweise um Ehrenamts-Koordination, Aktivierung von "Mit-Machern" ("Dorfkümmerern"), Begegnungsorte für Generationen, Kompetenzvermittlung (Dorf-Coaching), Dörfer beraten Dörfer, lokale Nachbarschaften mit Flüchtlingen oder eine Ausbildung zum Social-Media-Scout.

Modul 2 – Modellvorhaben "Land(auf)Schwung"

Das neue Modellvorhaben "Land(auf)Schwung" richtet sich an strukturschwache ländliche Regionen und an unternehmerische Menschen im Ort, die auf der Grundlage eines "Regionalbudgets" selbst über innovative Ideen und deren Umsetzung in der Region entscheiden. Die Regionen bekommen Unterstützung, um mit neuen Impulsen...

  • ...die Wirtschaftslage und die Daseinsvorsorge zu verbessern,
  • ...die regionale Wertschöpfung zu erhöhen,
  • ...die Beschäftigung zu sichern und
  • ...den demografischen Wandel zu gestalten.

Logo des Modellprojektes Land(auf)Schwung

Für die Start- und Qualifizierungsphase wurden anhand eines Indexes - der neben den demographischen Daten auch die Verfügbarkeit der Grundversorgung und die wirtschaftliche Struktur abbildet - 39 Landkreise aus strukturschwachen ländlichen Regionen ermittelt. Eine unabhängige Jury wählte 13 Förderregionen aus, die bis Juni 2018 jeweils eine Förderung von 1,5 Millionen Euro bekommen.

Mehr Informationen

Modul 3 – Wettbewerbe

Eine Honorierung für gute Beispiele für Projekte ländlicher Entwicklung ist mit Wettbewerben möglich. Für die Wettbewerbe "Unser Dorf hat Zukunft" und "Kerniges Dorf" erhöht das BMEL seine Förderung.

Modul 4 – Forschung und Wissenstransfer

Mit dem Online-Infoportal Zukunft.Land bietet das Bundesministerium einen umfassenden, praxisnahen Überblick zum Thema ländliche Räume in Deutschland. Das Portal bereitet in Zusammenarbeit mit dem Thünen-Institut für Ländliche Räume Daten zu rund 60 Indikatoren in interaktiven Karten auf. Der dabei entstehende "Landatlas" bietet eine aktuelle und informative Ergänzung zu den Datenangeboten der amtlichen Statistik und wird die Entwicklung beobachten und bis auf die Ebene der Landkreise visualisieren.

Außerdem bietet das Infoportal Beispiele für gelungene Projekte und Studien, die den Akteuren im Ländlichen Raum Anregungen für ihre Arbeit geben sowie einen Wegweiser zu den wichtigsten Fördermöglichkeiten bieten. Darüber hinaus soll weitere Forschungsaktivität im Bereich der ländlichen Entwicklung unterstützt werden. Ein Fachbeirat mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis unterstützt das BMEL dabei. Auch die Erfahrungen und Erkenntnisse aus Vorhaben anderer Module des Bundesprogramms werden, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Thünen-Institut, ausgewertet und zugänglich gemacht

Dialogprozess "Gut leben auf dem Land – was uns wichtig ist"

Nachhaltige Entwicklung der ländlichen Regionen und mehr Lebensqualität dort - das erfordert den Dialog zwischen allen Beteiligten: Bürgern, Unternehmen, Kommunen, Verbänden und Politik. Das Bundesministerium führte 2015 einen intensiven und direkten Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern, um deren Lebenswirklichkeit und Vorstellungen in der Politik für die ländliche Entwicklung besser berücksichtigen zu können.

"Gut leben auf dem Land – was uns wichtig ist" – unter dieser Überschrift hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Regierungsdialogs "Gut leben in Deutschland" in zehn ländlichen Regionen unterschiedlicher Prägung mit Bürgerinnen und Bürgern darüber diskutiert, was für sie Lebensqualität auf dem Land ausmacht.

Bundesminister Christian Schmidt und seine Parlamentarischen Staatssekretäre Dr. Maria Flachsbarth und Peter Bleser suchten mit den Dialogteilnehmern Antworten auf die Frage, was nötig ist, damit das Leben auf dem Land auch in Zukunft - gerade für die nächste Generation - attraktiv ist. Dazu waren sie von Juni bis Oktober 2015 in zehn Regionen Deutschlands unterwegs, um direkt zu erfahren, was die Menschen bewegt, was sie stolz macht, was ihnen Freude bereitet – aber auch, worüber sie sich sorgen und welche Herausforderungen sie sehen.

Einen Überblick über die Ergebnisse gibt es hier.

Stand:
16.11.16

Publikationen

Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE)

Titelbild des Flyers "Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Der ländliche Raum ist das starke Rückgrat unseres Landes. Um die Lebensqualität in ländlichen Regionen attraktiv zu halten und Menschen Perspektiven zu bieten, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Initiative für Leben und Arbeiten in ländlichen Regionen gestartet. Im Bundesprogramm ländliche Entwicklung (BULE), das 2017 mit 55 Millionen Euro ausgestattet ist, vereinen wir Modell- und Demonstrationsvorhaben, Wettbewerbe und Kommunikationsmaßnahmen unter einem Dach. So können wir in der Summe mehr für unsere Regionen erreichen!

Im Mittelpunkt von BULE stehen regionale Zukunftskonzepte. Es geht um individuelle, passgenaue Lösungen für regionale Fragestellungen und die Förderung bürgerschaftlichen Engagements. Der Bereich der medizinischen Dienste fällt ebenso hierunter wie die Verbesserung der Nahversorgung und der Ausbau der regionalen Infrastruktur.

Soziale Dorfentwicklung

Titelbild des Flyers "Soziale Dorfentwicklung - Modellprojekte im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Um Dorfgemeinschaften bei der Gestaltung neuer Wege für ein soziales Miteinander zu unterstützen, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich "Soziale Dorfentwicklung". Ziel ist, innovative Lösungsansätze zu erproben und praxistaugliche Konzepte bundesweit bekannt zu machen.

Das Bewusstsein für die dörfliche Lebenskultur, der Erhalt des Charakters der ländlichen Gemeinden, die Einbindung verschiedener gesellschaftlicher Grupen und Generationen stehen im Zentrum der geförderten Projekte. Für eine erfolgreiche soziale Dorfentwicklung ist das aktive Mitwirken der im Ort lebenden Menschen unverzichtbar.

Die Förderung der Modellprojekte ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE).

Mehrfunktionshäuser - alles unter einem Dach

Titelbild des Flyers "Alles unter einem Dach! Mehrfunktionshäuser Modellprojekte im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Um Dorfgemeinschaften bei der Errichtung von Mehrfunktionshäusern zu unterstützen und die Nahversorgung im ländlichen Raum zu sichern, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich "Regionalität und Mehrfunktionshäuser". Ziel ist, innovative Lösungsansätze zu erproben und praxistaugliche Konzepte bundesweit bekannt zu machen. Mehrfunktionshäuser vereinen zum Beispiel Dorfladen, Landarztpraxis, Pflegestützpunkt, Vereinstreffpunkt, Bücherei, Gemeindeamt, Café, Post oder Bank unter einem Dach. Auf diese Weise tragen sie zur Sicherung der Nahversorgung und lokaler Dienstleistungen auf dem Land bei. Gleichzeitig schaffen sich Dorfgemeinschaften mit Mehrfunktionshäusern einen Treffpunkt, der Begegnungen fördert und das tägliche Miteinander im Ort stärkt.

Die Förderung der Modellprojekte ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE).

Leitfaden "Land(auf)Schwung"

Cover des Leitfadens "Land(Auf)Schwung"

Das BMEL möchte zukunftsweisende Projekte fördern und gibt mit Land(auf)Schwung 39 Modellregionen die Gelegenheit, passgenaue, regionale Konzepte für die Zukunft zu erarbeiten. Später werden von einer unabhängigen Jury bis zu dreizehn Regionen ausgewählt, die das BMEL bei der Umsetzung ihrer Projektideen finanziell besonders unterstützt. Diese Broschüre ist als Leitfaden der 39 Modellregionen gedacht. Er soll die Teilnehmer durch den Entwicklungsprozess führen, motivieren und wichtige Informationen zum Programm und den Abläufen geben.

Die Broschüre ist nur im Download zum Ausdrucken verfügbar!

  • Ländliche Entwicklung aktiv gestalten - Leitfaden zur integrierten ländlichen Entwicklung (PDF, 3 MB, barrierefrei)
  • Ländliche Regionen verstehen - Fakten und Hintergründe (PDF, 9 MB, barrierefrei)
  • Zum Thema

    Zukunftswerkstatt Land: Wie gestalten wir gemeinsam die Zukunft unserer Dörfer?
    Schwerpunkt: 
    Nachhaltige Landwirtschaft

    Rede des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt MdB zum Dialog im BMEL "Ländlische Räume" am 31. Mai 2017:

    mehr: Zukunftswerkstatt Land: Wie gestalten wir gemeinsam die Zukunft unserer Dörfer? …

    Logo

    Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat die Initiative ergriffen, die ländliche Entwicklung voranzubringen, damit ländliche Regionen heute wie in Zukunft vital und attraktiv bleiben.

    mehr: …

    Modellvorhaben LandZukunft

    Logo des Internetportals LandZukunft

    Mit dem Modelvorhaben LandZukunft wurden neue Wege in der ländlichen Entwicklung erprobt, mit denen auch andere Regionen dem demographischen Wandel trotzen und eine drohende Abwärtsspirale durchbrechen können.

    mehr: Modellvorhaben LandZukunft …

    Pressemitteilungen

    e

    Wichtige Mitteilung

    Bundespreis 2018 - Für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung

    Jetzt Anmelden!

    Aufruf zur Bewerbung zum Bundespreis 2018

    Unternavigation aller Website-Bereiche