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"Wir müssen die Einheit zwischen den Regionen wahren"

Grußwort von Bundesminister Christian Schmidt zum Tag der Deutschen Einheit

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

am Tag der Deutschen Einheit feiern wir die friedliche Wiedervereinigung unseres Vaterlandes vor 27 Jahren.

Wir feiern gerne – und wissen gleichzeitig, dass wir vor großen Herausforderungen stehen. Es gibt Regionen in unserem Land, die sich, egal ob berechtigt oder nicht, abgehängt, zurückgelassen, benachteiligt fühlen. Das muss sich ändern. Dies ist auch für uns verantwortliche Regierungsvertreter Handlungsauftrag.

Am Tag der Deutschen Einheit gilt es deswegen erneut zu erinnern, dass wir auch die Einheit im Inneren, zwischen den Regionen, wahren müssen. Unser Grundgesetz zielt in Artikel 72 Absatz 2 auf die Herstellung der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse. Wir müssen die ländlichen Räume wieder stärker in den Fokus rücken: Sie prägen das Bild unserer Heimat. 90 Prozent unseres Landes sind ländlich geprägt. Über die Hälfte der Bevölkerung lebt auf dem Land, und das überwiegend sehr gerne. Auf dem Land ist das Ehrenamt zuhause und der Zusammenhalt besonders ausgeprägt. Wir müssen uns bewusst sein, dass Vielfalt und Vitalität der ländlichen Regionen die Basis unseres Wohlstands und der gesellschaftlichen Stabilität unseres Landes sind – in Ost und West, in Nord und Süd.

Neben wirtschaftlich und demografisch prosperierenden Regionen existieren eben auch ländliche Gegenden, die durch Abwanderung und Alterung, fehlende Arbeitsplätze und Defizite bei der Grundversorgung gekennzeichnet sind. Das muss sich objektiv und subjektiv ändern. Hierzu habe ich in meinem Haus, dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), in der vergangenen Legislaturperiode schon Grundlagen gelegt. Wir haben durch unsere erfolgreichen Aktivitäten eine federführende Rolle bei der Entwicklung der ländlichen Räume eingenommen. Die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) wurde in diesem Jahr mit 765 Millionen Euro ausgestattet. Auch die Mittel für das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE) haben wir von 10 auf 55 Millionen Euro aufstocken können. Durch die Gründung einer neuen Abteilung, die für die Ländlichen Räume zuständig ist, habe ich mein Haus thematisch neu ausgerichtet. Auch die neue Bundesregierung sollte diesen Weg budget- und themenmäßig prioritär verfolgen.

Wir brauchen eine maßgeschneiderte Politik für ländliche Regionen und eine starke Allianz aus Partnern, die intensiv für Daseinsvorsorge, Wirtschaft, Arbeit, eine gute Siedlungsentwicklung und Landnutzung sowie zivilgesellschaftliches Engagement in der Fläche arbeitet. Mein Haus steht bereit, als Ministerium für die ländlichen Räume mit den entsprechenden Haushaltsmitteln, in der kommenden Legislaturperiode hierfür weitere Impulse zu geben und die zentrale Koordinierung innerhalb der Bundesregierung zu übernehmen. Impulse für die Gleichwertigkeit der Lebensbedingungen in Land und Stadt sind ein elementarer Beitrag, dass noch besser zusammenwächst, was zusammengehört.

Ihr
Christian Schmidt MdB

Hier erfahren Sie mehr über Deutschlands ländliche Regionen und über politische Impulse des BMEL auf diesem Feld.

Impressionen vom Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit

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Stand:
03.10.17

Publikationen

Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE)

Titelbild des Flyers "Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Der ländliche Raum ist das starke Rückgrat unseres Landes. Um die Lebensqualität in ländlichen Regionen attraktiv zu halten und Menschen Perspektiven zu bieten, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Initiative für Leben und Arbeiten in ländlichen Regionen gestartet. Im Bundesprogramm ländliche Entwicklung (BULE), das 2017 mit 55 Millionen Euro ausgestattet ist, vereinen wir Modell- und Demonstrationsvorhaben, Wettbewerbe und Kommunikationsmaßnahmen unter einem Dach. So können wir in der Summe mehr für unsere Regionen erreichen!

Im Mittelpunkt von BULE stehen regionale Zukunftskonzepte. Es geht um individuelle, passgenaue Lösungen für regionale Fragestellungen und die Förderung bürgerschaftlichen Engagements. Der Bereich der medizinischen Dienste fällt ebenso hierunter wie die Verbesserung der Nahversorgung und der Ausbau der regionalen Infrastruktur.

Soziale Dorfentwicklung

Titelbild des Flyers "Soziale Dorfentwicklung - Modellprojekte im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Um Dorfgemeinschaften bei der Gestaltung neuer Wege für ein soziales Miteinander zu unterstützen, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich "Soziale Dorfentwicklung". Ziel ist, innovative Lösungsansätze zu erproben und praxistaugliche Konzepte bundesweit bekannt zu machen.

Das Bewusstsein für die dörfliche Lebenskultur, der Erhalt des Charakters der ländlichen Gemeinden, die Einbindung verschiedener gesellschaftlicher Grupen und Generationen stehen im Zentrum der geförderten Projekte. Für eine erfolgreiche soziale Dorfentwicklung ist das aktive Mitwirken der im Ort lebenden Menschen unverzichtbar.

Die Förderung der Modellprojekte ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE).

Mehrfunktionshäuser - alles unter einem Dach

Titelbild des Flyers "Alles unter einem Dach! Mehrfunktionshäuser Modellprojekte im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Um Dorfgemeinschaften bei der Errichtung von Mehrfunktionshäusern zu unterstützen und die Nahversorgung im ländlichen Raum zu sichern, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich "Regionalität und Mehrfunktionshäuser". Ziel ist, innovative Lösungsansätze zu erproben und praxistaugliche Konzepte bundesweit bekannt zu machen. Mehrfunktionshäuser vereinen zum Beispiel Dorfladen, Landarztpraxis, Pflegestützpunkt, Vereinstreffpunkt, Bücherei, Gemeindeamt, Café, Post oder Bank unter einem Dach. Auf diese Weise tragen sie zur Sicherung der Nahversorgung und lokaler Dienstleistungen auf dem Land bei. Gleichzeitig schaffen sich Dorfgemeinschaften mit Mehrfunktionshäusern einen Treffpunkt, der Begegnungen fördert und das tägliche Miteinander im Ort stärkt.

Die Förderung der Modellprojekte ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE).

Leitfaden "Land(auf)Schwung"

Cover des Leitfadens "Land(Auf)Schwung"

Das BMEL möchte zukunftsweisende Projekte fördern und gibt mit Land(auf)Schwung 39 Modellregionen die Gelegenheit, passgenaue, regionale Konzepte für die Zukunft zu erarbeiten. Später werden von einer unabhängigen Jury bis zu dreizehn Regionen ausgewählt, die das BMEL bei der Umsetzung ihrer Projektideen finanziell besonders unterstützt. Diese Broschüre ist als Leitfaden der 39 Modellregionen gedacht. Er soll die Teilnehmer durch den Entwicklungsprozess führen, motivieren und wichtige Informationen zum Programm und den Abläufen geben.

Die Broschüre ist nur im Download zum Ausdrucken verfügbar!

  • Ländliche Entwicklung aktiv gestalten - Leitfaden zur integrierten ländlichen Entwicklung (PDF, 3 MB, barrierefrei)
  • Ländliche Regionen verstehen - Fakten und Hintergründe (PDF, 9 MB, barrierefrei)
  • Zum Thema

    Zukunftswerkstatt Land: Wie gestalten wir gemeinsam die Zukunft unserer Dörfer?
    Schwerpunkt: 
    Nachhaltige Landwirtschaft

    Rede des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt MdB zum Dialog im BMEL "Ländlische Räume" am 31. Mai 2017:

    mehr: Zukunftswerkstatt Land: Wie gestalten wir gemeinsam die Zukunft unserer Dörfer? …

    Logo

    Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat die Initiative ergriffen, die ländliche Entwicklung voranzubringen, damit ländliche Regionen heute wie in Zukunft vital und attraktiv bleiben.

    mehr: …

    Modellvorhaben LandZukunft

    Logo des Internetportals LandZukunft

    Mit dem Modelvorhaben LandZukunft wurden neue Wege in der ländlichen Entwicklung erprobt, mit denen auch andere Regionen dem demographischen Wandel trotzen und eine drohende Abwärtsspirale durchbrechen können.

    mehr: Modellvorhaben LandZukunft …

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