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Cover der Broschüre  (verweist auf: Milchbericht 2017 - des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft) Quelle: BMEL

Bundesminister Schmidt stellt Milchbericht 2017 vor

"Weniger Milch zu besseren Preisen" - Milcherzeugnisse müssen stärker auf eine Qualitätsführerschaft ausgerichtet werden

Im Rahmen des zweiten Milchgipfels hat Bundesminister Schmidt am 1. Juni eine aktuelle Analyse der Situation auf dem Milchmarkt vorgelegt.

Bei der Vorstellung des Milchberichtes 2017 betonte Bundesminister Schmidt: "Die Bewältigung der schwierigen Marktsituation der Milcherzeuger in den vergangenen zwei Jahren war eine Kraftanstrengung – auch der öffentlichen Haushalte. Die öffentliche Hand ist mit 600 Millionen Euro ihrer Verantwortung gerecht geworden. Ohne staatliche Liquiditätshilfen wäre die Gefahr eines großen Strukturbruchs sehr real geworden - mit erheblichen Konsequenzen für die ländlichen Räume. Jetzt müssen dringend Vorkehrungen getroffen werden, um künftig auf schwierige Marktsituationen besser vorbereitet zu sein und reagieren zu können."

Blick auf die Euter der Kühe beim Melken Quelle: Fotolia.com

Demnach seien eine kritische Situationsanalyse und Strukturveränderungen erforderlich. Der Milchbericht mache zum Beispiel deutlich, wie die Vertragsstrukturen am Milchmarkt die Steuerung des Angebots erschweren.

Der Milchbericht 2017 identifiziert sechs konkrete Handlungsfelder:

  • Brancheninitiative: Das BMEL unterstützt eine verbesserte stufenübergreifende Kommunikation und Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette Milch im Rahmen des rechtlich Zulässigen.
  • Gestaltung der Vertragsbeziehungen zwischen Milcherzeugern und Molkereien: Nach Auslaufen der Quotenregelung und mit der Deregulierung der Milchpolitik müssen die Bedingungen für die Rohmilchlieferung modernisiert werden.
  • Verbesserung der Wertschöpfung: Die Wirtschaft muss die Erzeugung von Milcherzeugnissen in stärkerem Maß als bisher auf eine Qualitätsführerschaft ausrichten. Das BMEL unterstützt die notwendige stärkere Ausrichtung der Wirtschaft auf eine Qualitätsführerschaft durch eine Reihe von Maßnahmen, z.B. Auslobung regionaler Herkunft als freiwillige Herkunftsbezeichnung über das so genannte Regionalfenster; Entwicklung einer Zukunftsstrategie Ökolandbau; Überarbeitung des nationalen Milchproduktrechts und der Milch-Güteverordnung.
  • Privatwirtschaftliche Vorsorge zum Umgang mit Preisvolatilitäten: Die Milchbranche muss ihre vorsorgenden Maßnahmen zum Umgang mit Preisvolatilität ausbauen. Das BMEL unterstützt die Wirtschaft bei der Beschaffung aktueller Preisinformationen zur Weiterentwicklung der Warenterminbörse.
  • Gestaltung von Sicherheitsnetz, Kriseninstrumenten und Außenbeziehungen auf EU-Ebene: Das BMEL verfolgt eine Milchmarktpolitik, die der Branche hilft, Marktchancen zu nutzen, die aber auch Schutz der Milcherzeuger in außergewöhnlichen Marktsituationen dient. Weiterentwicklung im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020 unter Beachtung des Kurses der Marktausrichtung
  • Weitere Maßnahmen zur Struktur- und Einkommensverbesserung: Die einzelbetriebliche Investitionsförderung begleitet und unterstützt eine nachhaltige Marktausrichtung der Milcherzeugung und ist entsprechend weiter zu entwickeln. Den Direktzahlungen kommt als Instrument der Einkommenssicherung eine besondere Bedeutung zu. Für die Zukunft ist eine zielorientierte Ausgestaltung des Direktzahlungssystems erforderlich.

Die Modernisierung der Lieferbedingungen ist Aufgabe der Wirtschaft und nicht des Staates." Bundesminister Christian Schmidt

Die sechs Handlungsfelder fordern nicht nur die Politik, sondern insbesondere auch die Wirtschaft selbst. Die Aktivitäten der Wirtschaft werden dabei von der Politik sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene begleitet.

Stand:
01.06.17

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