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Erstes Bioökonomietreffen weltweit: Bioökonomie und Ernährungssicherung

Eine Woche vor der Weltklimakonferenz in Paris hat in Berlin das weltweit erste politische Gipfeltreffen zum Thema Bioökonomie stattgefunden. Vom 25. bis 26. November diskutierten beim internationalen Bioökonomiegipfel, dem "Global Bioeconomy Summit 2015", über 850 Teilnehmer aus 82 Ländern die Rolle einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaft der Zukunft.

Dr. Robert Kloos, damaliger Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), stellte in seiner Rede an die Gipfelteilnehmer den Stellenwert einer biobasierten Wirtschaft heraus: "Die erfolgreiche Fortführung der Energiewende, die Sicherung der Rohstoffversorgung unserer Wirtschaft, der Klima- und Naturschutz und nicht zuletzt die Verantwortung, die weltweit wachsende Menschheit mit ausreichender und gesunder Nahrung zu versorgen – all dies ist ohne die biobasierte Wirtschaft nicht denkbar."

Internationale Kooperationen

Die Bioökonomie nutzt gezielt natürliche Ressourcen wie Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen. Sie schöpft aus neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft und verbindet Technologie, Ökologie und effiziente Wirtschaft. Bereits im Vorfeld des Gipfels hatten sich auf Einladung des BMEL Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in Berlin getroffen, um im Rahmen der G7-Allianz für Ressourceneffizienz die Bedeutung nachwachsender Rohstoffe als Ersatz für die begrenzten fossilen Rohstoffe wie Erdöl und Kohle zu erörtern. Zudem standen internationale Kooperationen im Bereich der Bioökonomie auf der Agenda der Teilnehmer. Internationale Organisationen wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), die EU-Kommission sowie die Internationale Energieagentur (IEA) führten während des Gipfels begleitende Veranstaltungen durch.

Klimaschutz und Landwirtschaft

Am Rande dieses Gipfels traf sich Kloos mit der stellvertretenden Generaldirektorin der FAO, Maria Helena Semedo, zu einem bilateralen Gespräch. Beide waren sich einig: In Zeiten des globalen Klimawandels und der Bioenergiedebatte bedarf die Ernährungssicherung besonderer Aufmerksamkeit. Gerade die Biomasse müsse in ihrer Doppelfunktion eine Brücke zwischen Ernährungssicherung und Energieversorgung schlagen und dabei den Schutz von Umwelt, Klima und Biodiversität gewährleisten. Um diese Herausforderung erfolgreich bewältigen zu können, käme es entscheidend auf nachhaltig erzeugte biobasierte Produkte und Innovationen an, die bei der schrittweisen Substitution fossiler Rohstoffe einen Schwerpunkt bildeten. Kloos würdigte die Arbeit der FAO: "Ich finde es gut und richtig, dass der Generaldirektor der FAO, Graziano da Silva, das Thema ‚Klimaschutz und Landwirtschaft‘ zum übergeordneten Ziel erklärt hat. Deutschland ist gern bereit, hieran aktiv mitzuwirken."

Bioenergie und Ernährungssicherung

Derzeit ist Deutschland drittgrößter Beitragszahler der FAO und unterstützt zudem noch weitere wichtige Projekte, wie etwa das zur “Bioenergie und Ernährungssicherung“. Dies ist ein “hervorragendes Analyseinstrument, mit dem die FAO diejenigen Regierungen umfassend und kompetent beraten kann, die eine nationale Strategie zur Bioenergie entwickeln wollen“, sagte Kloos. Darüber hinaus unterzeichnete Deutschland vor wenigen Tagen ein weiteres Projekt mit der FAO, das die Organisation befähigt, die Mitgliedstaaten bei der Entwicklung und Anwendung nationaler Bioökonomiestrategien fachmännisch beraten zu können. Das Projekt diene auch dazu, die FAO als Plattform für Bioökonomie zu stärken und damit den Beschluss der Agrarminister vom “Global Forum for Food and Agriculture 2015“ umzusetzen.


Der Bioökonomiegipfel wurde vom Bioökonomierat organisiert und stand unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Stand:
26.11.15

Zum Thema

Bioökonomie als Teil des Stundenplans

Wandtafel in der Schule mit mit Blume, Sonne und Wolken

Die Butterbrotdose aus Pflanzenstärke, das Smartphonegehäuse vom Acker, der Flugzeugsprit aus Algen: Für viele Alltagsprodukte, die heute zumeist noch aus fossilen Rohstoffen wie Erdöl hergestellt werden, gibt es bereits nachwachsende Alternativen.

mehr: Bioökonomie als Teil des Stundenplans …

Biobasierte Wirtschaft interaktiv

Grafik eines Hauses

Aus unserem Alltag sind Produkte aus fossilen Rohstoffen nicht wegzudenken. Umso größer ist die Herausforderung, die sich mit dem notwendigen Wandel hin zu einer biobasierten Wirtschaft stellt. Interaktiv können hier die Wege der biobasierten Wirtschaft entdeckt werden - wie aus Holz biobasierte Produkte entstehen, wie Kohlenstoff ideal genutzt werden kann oder warum Erdöl in der Industrie immer wichtiger wurde. Im interaktiven Quiz kann das biobasierte Wissen getestet werden.

mehr: Biobasierte Wirtschaft interaktiv …

Links

Publikationen

Neue Produkte: Aus Natur gemacht

Cover der Broschüre Neue Produkte: Aus Natur gemacht

Die Broschüre "Neue Produkte: Aus Natur gemacht - Nachwachsende Rohstoffe im Alltag" zeigt neue Wege und Alternativen durch nachwachsende Rohstoffe und biobasierte Produkte auf - zuhause, unterwegs, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit.

Die Broschüre ist nur im Download zum Ausdrucken verfügbar!

Weitere Publikationen

Presse

Themendienst Biobasierte Wirtschaft
Schwerpunkt: 
nachwachsende Rohstoffe

Neue Produkte: Aus Natur gemacht

Das BMEL liefert in einem Themendienst Hintergründe zur biobasierten Wirtschaft und informiert über umweltfreundliche Innovationen. Die sechste Ausgabe beschäftigt sich konkret mit den Chancen und Möglichkeiten der Bioökonomie.

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Neue Produkte: Aus Natur gemacht

Titelbild zur Veranstaltung Bioökonomie 2014

Die Pressemappe zum Schwerpunktthema "Biobasierte Wirtschaft".

mehr: Neue Produkte: Aus Natur gemacht …

Pressemitteilungen

Videos

Film: "Neue Produkte - Aus Natur gemacht"

Startbild des Videos zur Biobasierten Wirtschaft. Link zum Video.

Erdöl, Erdgas oder Kohle sind häufig die Basis für die Herstellung vieler unserer Alltagsprodukte, ob im Smartphone oder der Shampoo-Flasche. Doch fossilen Grundstoffe sind begrenzt und werden uns nicht ewig zur Verfügung stehen. Aber es gibt nachhaltige Alternativen. Nachwachsende Rohstoffe wie Pflanzen, Holz, Stärke oder Zucker werden immer mehr in der Industrie verwendet. Die Biobasierte Wirtschaft - oder auch Bioökonomie - konzentriert sich darauf, Produkte aus nachhaltigen Rohstoffen herzustellen.

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Film: "Neue Produkte: Aus Natur gemacht – Aus Pflanzen wird Plastik"

Video biobasierte Wirtschaft: der Moderator steht vor einer Maschine

Knapp neun Millionen Tonnen Kunststoffe werden jährlich in Deutschland verbraucht – umgerechnet 110 Kilogramm pro Bundesbürger. Rund ein Drittel davon entfällt auf Verpackungen wie Folien, Tragetaschen und Becher im Haushalt. Die gesamte erzeugte Abfallmenge würde 360.000 Müllfahrzeuge füllen. Heute besteht lediglich ein Prozent der Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen. Das Potenzial ist weitaus größer: Bei Verpackungen und Einweggeschirr, aber auch bei Spielzeug, Sportartikeln oder Gehäusen für Elektrogeräte lassen sich herkömmliche Kunststoffe durch biobasierte Kunststoffe ersetzen. Wie aus Pflanzen Plastik wird, zeigt dieser Film.

zum Video: Film: "Neue Produkte: Aus Natur gemacht – Aus Pflanzen wird Plastik" …

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