BMEL

Service

Logo des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - zur Startseite

Agrarexport & Messen

Ein deutscher Landwirt erlöst etwa jeden vierten Euro im Export, die deutsche Ernährungswirtschaft nach Branchenangaben sogar jeden dritten Euro. Angesichts stagnierender Märkte im Inland benötigt die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft jedoch weiteres Wachstum im weltweiten Export, um ihren Beitrag zu Erhalt und Steigerung von Wertschöpfung und Wohlstand in Deutschland zu leisten.

Das BMEL unterstützt mit seinem Exportförderprogramm gezielt die Bemühungen der deutschen Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft, insbesondere der kleinen und mittelständischen Unternehmen. Es trägt damit zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, vor allem in den ländlichen Räumen, bei.

Im Rahmen seines Auslandsmesseprogramms ist das BMEL ein verlässlicher Partner der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft bei der Präsenz auf internationalen Messeplätzen und Märkten. Speziell kleinen und mittleren Unternehmen bietet das BMEL auf branchenspezifischen Weltleitmessen unter dem Dach von "Made in Germany" ein bewährtes Marketinginstrument mit breitem Leistungsspektrum.

Weiterführende Informationen erhalten Sie unter Messen und Ausstellungen im Ausland sowie auf den Seiten des Ausstellungs- und Messeausschusses der Deutschen Wirtschaft unter www.auma.de.

Faire Wettbewerbsbedingungen: Aus für Exportsubventionen

Seit Juli 2013 wird in der EU, und damit auch in Deutschland, die Ausfuhr von Agrarprodukten nicht mehr gestützt. Die so genannten Exporterstattungen wurden schrittweise auf null gesenkt. Nach der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik 2013 hätte das Instrument der Exporterstattungen allenfalls noch im Falle außergewöhnlicher Marktkrisen wieder eingeführt werden können.

Dies wäre möglich gewesen bei Erzeugnissen der Sektoren Getreide, Reis, Zucker, Rindfleisch, bei Milch und Milcherzeugnissen, Schweinefleisch, Eiern und Geflügelfleisch sowie bei bestimmten Verarbeitungserzeugnissen aus landwirtschaftlichen Rohstoffen. Exporterstattungen sind jedoch nach der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik 2013 nicht wieder eingeführt worden.

Bereits im Zuge der Verhandlungen zur Agrarreform hatte sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Interesse fairer Wettbewerbsbedingungen - insbesondere für Entwicklungsländer - nachdrücklich für eine vollständige, sofortige Abschaffung von Exporterstattungen eingesetzt.

In den Jahren zuvor waren die EU-Exporterstattungen aufgrund der stärkeren Marktorientierung der Gemeinsamen Agrarpolitik rapide gesunken: 1993 wurden bei damals 12 Mitgliedstaaten noch über 10 Milliarden Euro ausgezahlt, 2012 waren es nur noch rund 146 Millionen Euro bei 27 Mitgliedstaaten.

Die Bundesregierung hatte sich dafür eingesetzt, dass die EU auch im Rahmen der Welthandelsorganisation (World Trade OrganisationWTO) eine Abschaffung von Exporterstattungen und die Reglementierung Maßnahmen gleicher Wirkung anstrebt. Die EU räumte bereits bei den WTO-Verhandlungen 2005 ein, im Rahmen eines Gesamtergebnisses der Doha-Runde völlig auf Ausfuhrerstattungen verzichten zu wollen. Ihre Bedingung: Auch die übrigen Anbieter auf dem Weltmarkt sollten ihre Exportstützungsmaßnahmen aufgeben wie beispielsweise Exportkredite und Nahrungsmittelhilfen zur systematischen Beseitigung von Überschüssen.

Dieses Ziel konnte auf der 10. WTO-Ministerkonferenz im Dezember 2015 in Nairobi erreicht werden. Dort wurde vereinbart, nach Ablauf bestimmter Übergangsfristen weltweit alle Exportsubventionen abzuschaffen. Zudem verständigte man sich, Exportkredite und Nahrungsmittelhilfen zu reglementieren sowie Staatshandelsunternehmen den gleichen Regeln zu unterwerfen. Die in Nairobi beschlossenen Maßnahmen werden global einen wesentlichen Beitrag zu einem chancengleichen und stärker regelbasierten Weltagrarhandelssystem leisten.

Stand:
01.03.16

Inhalt des Dossiers

Zum Thema

Schutz von Herkunftsangaben und traditionellen Spezialitäten

Logos für geschützte geografische Angabe, geschützte Ursprungsbezeichnung und garantierte traditionelle Spezialitäten

Schwäbische Spätzle, Nürnberger Lebkuchen, Allgäuer Emmentaler oder Thüringer Rostbratwurst – diese Produkte sind nicht nur weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt, sie sind auch besonders geschützt.

mehr: Schutz von Herkunftsangaben und traditionellen Spezialitäten …

Agrarexporte verstehen - Fakten und Hintergründe

Titelbild der BMEL-Broschüre "Agrarexporte verstehen"

Made in Germany steht auch bei Lebensmitteln und Agrarerzeugnissen für Qualität und Sicherheit. Hochwertige Veredelungserzeugnisse sind eine besondere Stärke der deutschen Ernährungsindustrie: Deutschland ist zum Beispiel Export-Weltmeister bei Süßwaren, Käse und Schweinefleisch.

Englisch version: Understanding Agricultural Exports - Facts and background information

Publikationen

Presse

Links

Schlagworte

e

Wichtige Mitteilung

Bundespreis 2018 - Für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung

Jetzt Anmelden!

Aufruf zur Bewerbung zum Bundespreis 2018

Unternavigation aller Website-Bereiche