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Agrarexport & Messen

Ein deutscher Landwirt erlöst etwa jeden vierten Euro im Export, die deutsche Ernährungswirtschaft nach Branchenangaben sogar jeden dritten Euro. Angesichts stagnierender Märkte im Inland benötigt die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft jedoch weiteres Wachstum im weltweiten Export, um ihren Beitrag zu Erhalt und Steigerung von Wertschöpfung und Wohlstand in Deutschland zu leisten.

Das BMEL unterstützt mit seinem Exportförderprogramm gezielt die Bemühungen der deutschen Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft, insbesondere der kleinen und mittelständischen Unternehmen. Es trägt damit zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, vor allem in den ländlichen Räumen, bei.

Im Rahmen seines Auslandsmesseprogramms ist das BMEL ein verlässlicher Partner der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft bei der Präsenz auf internationalen Messeplätzen und Märkten. Speziell kleinen und mittleren Unternehmen bietet das BMEL auf branchenspezifischen Weltleitmessen unter dem Dach von "Made in Germany" ein bewährtes Marketinginstrument mit breitem Leistungsspektrum.

Weiterführende Informationen erhalten Sie unter Messen und Ausstellungen im Ausland sowie auf den Seiten des Ausstellungs- und Messeausschusses der Deutschen Wirtschaft unter www.auma.de.

Agrarexporte: Zahlen und Fakten

Die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft ist im internationalen Wettbewerb gut aufgestellt: Seit Jahren ist Deutschland weltweit die Nummer drei im Agrarexport insgesamt und "Exportweltmeister" bei Süßwaren, Käse, Schweinefleisch und Landtechnik.

Lebensmittel aus Deutschland sind ein Exportschlager: ein Drittel der Gesamtproduktion der deutschen Landwirtschaft wird exportiert, die Ernährungswirtschaft erlöst jeden dritten Euro im Export.

2016 entwickelten sich die deutschen Agrarexporte einmal mehr positiv. Sie erreichten einen neuen Höchststand: Nach vorläufigen Zahlen stiegen sie um rund vier Prozent. Das BMEL rechnet auf der Grundlage vorläufiger Zahlen mit einem Jahresergebnis von etwa 70,5 Milliarden Euro. Hinzu kommt der nicht eingerechnete Export von Landtechnik. Auch hier war "Made in Germany" 2016 gefragt: Vorläufigen Angaben zufolge entfielen allein auf diesen Bereich Exporte in Höhe von etwa 7,4 Milliarden Euro. Der Wert der deutschen Agrarausfuhren steigt seit 1993 beständig an – einzige Ausnahme war das Jahr 2009 als die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise auch im Agrarhandel Spuren hinterließ.

Die EU bleibt wichtigster Absatzmarkt

Mit mehr als drei Viertel aller Ausfuhren blieb die EU 2016 der wichtigste Absatzmarkt für deutsche Agrargüter; auch 68 Prozent der Einfuhren stammten aus einem der anderen 27 EU-Mitgliedsstaaten. Im Handel mit den EU-Partnern stiegen die Ausfuhren um 4,5 Prozent auf 51,4 Milliarden Euro.

Unser unmittelbarer Nachbar, die Niederlande, blieben im Agrarhandel unverändert das bei weitem wichtigste Herkunfts- und Bestimmungsland: Rund 27 Prozent der deutschen Agrareinfuhren (14,2 Milliarden Euro) aus der EU stammten von dort, rund 18 Prozent deutscher Lieferungen (9,2 Milliarden Euro) in andere EU-Mitgliedstaaten gingen dorthin. Wie in den Vorjahren folgten Frankreich (5,8 Milliarden Euro) und Italien (5,4 Milliarden Euro) als nächstwichtige Abnehmer deutscher Agrargüter mit Anteilen von jeweils rund elf Prozent an den Ausfuhren in die EU. Den höchsten positiven Saldo im Agrarhandel verzeichnete Deutschland mit dem Vereinigten Königreich (plus 3,1 Milliarden Euro).

Ein Großteil des Außenhandels mit den Niederlanden resultiert aus Drittlandsein- und -ausfuhren über den Hafen Rotterdam.

Handel mit Drittländern dynamisch entwickelt

Trotz des von der russischen Regierung verhängten Importverbots für bestimmte Erzeugnisse und des damit verbundenen deutlichen Rückgangs der Exporte nach Russland auf 0,9 Milliarden Euro in 2016, konnten die Ausfuhren in Drittländer um 1,6 Prozent (+255 Mio. €) auf insgesamt 16,5 Mrd. Euro gesteigert werden. Dies zeugt vom hohen Maß regionaler Diversifizierung der deutschen Exporte.
Insgesamt weist der Handel mit einzelnen Drittländern im Zeitablauf deutlich größere Schwankungen auf als der mit den EU-Mitgliedstaaten. Wichtigste Zielländer außerhalb der EU waren 2016 die Schweiz (1,9 Milliarden Euro) gefolgt von den USA (1,8 Milliarden Euro) und China (1,8 Milliarden Euro). Besonders hohe Zuwachsraten verzeichneten Exporte in die Volksrepublik China (plus 29,3 Prozent).
Das BMEL unterstützt die Exportbemühungen insbesondere der kleinen und mittleren Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungsindustrie. Im Fokus stehen kaufkräftige, wachstumsstarke Industrie- und Schwellenländer. Am wenigsten entwickelte Länder sind nicht Ziel der BMEL-Aktivitäten.

Made in Germany steht für Innovation, Qualität und Sicherheit

Bei Lebensmitteln steht "Made in Germany" für Innovation, Qualität und Sicherheit. Das anerkannt hohe Qualitätsniveau deutscher Erzeugnisse, das mehr und mehr durch die Einführung stufenübergreifender Qualitätssicherungssysteme ergänzt wird, schafft eine gute Ausgangsbasis für weitere Exporterfolge.
Bei hochwertigen Veredlungserzeugnissen (mit hoher Wertschöpfung) ist die deutsche Ernährungsindustrie besonders stark und auf den Auslandsmärkten konkurrenzfähig.
Etwa ein Drittel der Gesamtproduktion der deutschen Landwirtschaft wird exportiert. Der Anteil der Exporte am Gesamtumsatz der deutschen Ernährungsindustrie beträgt ebenfalls ein Drittel. Gerade in strukturschwächeren Regionen trägt die Agrar- und Ernährungswirtschaft in hohem Maße zu Wertschöpfung und zur Sicherung von Arbeitsplätzen bei.

Stand:
20.07.17

Inhalt des Dossiers

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Englisch version: Understanding Agricultural Exports - Facts and background information

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