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Regionaltagung zum "Weltzustandsbericht zur biologischen Vielfalt für Ernährung und Landwirtschaft"

Welchen Beitrag kann die biologische Vielfalt für Ernährung und Landwirtschaft zur Sicherung einer nachhaltigen leistungsfähigen Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei leisten? Und wie ist es aktuell um den Zustand dieser Vielfalt in Europa und Zentralasien bestellt?
Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer dreitägigen Regionaltagung der Kommission für genetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (CGRFA). Sie fand auf Einladung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vom 18. bis 20. April 2016 in Bonn statt.

Experten aus 17 Ländern diskutierten im Rahmen der Tagung Erkenntnisse aus den Länderberichten von 53 Staaten der europäischen und zentralasiatischen Region. Was sind die wesentlichen Herausforderungen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt? Welche Unterstützung können die Politik oder die Wirtschaft leisten? Und wie soll die Arbeit an diesem Weltzustandsbericht weitergeführt werden? Das waren einige der zahlreichen Themen.


Das Ziel: Eine erste umfassende globale Bestandsaufnahme

Der "Weltzustandsbericht zur biologischen Vielfalt für Ernährung und Landwirtschaft" bildet die erste globale Bestandsaufnahme zu genetischen Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft, die auch Querschnittsfragen erfasst, wie etwa die Beiträge von Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei zur assoziierten Biodiversität und zu Ökosystemleistungen.

Hintergrund: CGRFA

Die Kommission für genetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (CGRFA) wurde 1983 gegründet und umfasst heute 173 Mitgliedstaaten. Sie ist zuständig für genetische Ressourcen der Nutzpflanzen, Nutztiere, Forstpflanzen, aquatische genetische Ressourcen, Mikroorganismen und Wirbellose.

Sie befasst sich zunehmend auch mit Querschnittsfragen wie etwa dem Zugang zu genetischen Ressourcen und gerechtem Vorteilsausgleich, dem Einsatz der Biotechnologie zur Erhaltung und Nutzung genetischer Ressourcen oder mit global abgestimmten Verfahren zu Monitoring und Indikatoren. In den vergangenen Jahren haben die Auswirkungen des Klimawandels und ökosystemare Ansätze zusehends an Bedeutung gewonnen.

Weltzustandsberichte spielen in der Arbeit der CGRFA eine zentrale Rolle. Diese auf der Basis von Länderberichten erarbeiteten globalen Bestandsaufnahmen bilden die Grundlage für die internationale Abstimmung von weiteren Handlungsfeldern, den so genannten "Globalen Aktionsplänen".

Wer die biologische Vielfalt nachhaltig im Sinne von Ernährung und Landwirtschaft managen und nutzen will, braucht ein breites Verständnis davon, wie die einzelnen Komponenten dieser Vielfalt beschaffen sind, wie sie ineinander greifen und welche Bedeutung sie haben.

Es geht daher in den Länderberichten nicht nur um die in der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei direkt genutzten Pflanzen und Tiere, sondern auch um das sie umgebende und tragende Ökosystem, einschließlich Bodenlebewesen und Mikroorganismen. Der neue Weltzustandsbericht soll auch die übergreifenden Themen schon vorliegender Weltzustandsberichte für einzelne Sektoren aufgreifen.

So liegen bereits globale Berichte zu pflanzen-, tier-, und forstgenetischen sowie zu aquatischen genetischen Ressourcen vor. Der neue Bericht soll zudem beleuchten, welchen Beitrag die biologische Vielfalt leistet mit Blick auf Nahrungsmittelproduktion und Einkommenssicherung sowie Nachhaltigkeit und Stressresistenz von Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft.

Ziel des Weltzustandsberichts ist es, in der UN-Dekade zur biologischen Vielfalt mit dazu beizutragen, Leistungen und Bedürfnisse der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft in diesem Bereich gezielt zu bewerten. Er soll so die Grundlage für die Festlegung weiterer Initiativen der FAO bilden.

Die Diskussion des Berichts ist für die kommende Sitzung der CGRFA im Januar 2017 geplant; seine Veröffentlichung soll im Jahr 2018 erfolgen. Das BMEL unterstützt den mehrjährigen Prozess der Erstellung des Weltzustandsberichts und die Durchführung der regionalen Konsultationen in Afrika, Südamerika und Asien politisch und im Rahmen eines Projekts auch finanziell mit insgesamt rund 650.000 Euro.

Stand:
26.04.16

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