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Saatguttresor auf Spitzbergen beherbergt 840.000 Nutzpflanzen-Muster

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Peter Bleser, hat im Februar 2015 den Globalen Saatguttresor auf Spitzbergen besucht und sich ein umfassendes Bild dieses außergewöhnlichen Projektes zur Sicherung der genetischen Nutzpflanzen-Vielfalt verschafft.

"Hier bewahren wir das gemeinsame Erbe aus über 10.000 Jahren landwirtschaftlicher Tätigkeit. Die Vielfalt der Nutzpflanzen und das Wissen über Anbau, Vermehrung und Nutzung sind ein bedeutender Teil unseres kulturellen Erbes und gleichzeitig Ausgangsmaterial, um globale Herausforderungen wie die Sicherung der Welternährung in Zeiten des Klimawandels zu meistern", sagte Bleser bei seinem Besuch.

Der im Februar 2008 eröffnete Saatguttresor beherbergt heute 840.000 Nutzpflanzen-Muster. In der bunkerähnlichen Anlage wird das Saatgut bei -18 Grad gelagert. Sollte das Kühlsystem einmal ausfallen, sorgt der Dauerfrostboden dafür, dass die Temperatur nicht über -3,5 Grad ansteigt. Die Haltbarkeit der Samen liegt wissenschaftlichen Schätzungen zufolge bei diesen Temperaturen bei etwa 55 Jahren (Samen der Sonnenblume) bis über 10.000 Jahren (Erbsensamen).

Der Globale Saatguttresor dient der langfristigen Aufbewahrung von Saatgut zum Schutz der Arten- und Varietäten-Vielfalt von Nutzpflanzen. Diese genetische Vielfalt bildet wertvolles Material für die Pflanzenzucht und viele Bereiche der biologischen Grundlagenforschung.

Genbanken aus allen Teilen der Welt können auf Spitzbergen Duplikate ihres Saatgutes als Rückversicherung für Katastrophenfälle einlagern. Auch die Bundeszentrale Genbank für landwirtschaftliche und gartenbauliche Kulturpflanzen hat hier ca. 42.000 Muster eingelagert.
Der Saatguttresor ist Teil der umfassenden Strategie des Globalen Treuhandfonds für Nutzpflanzenvielfalt (GTN) zur Förderung eines effektiven weltumspannenden Netzwerks von Sammlungen der wichtigsten Nutzpflanzen.

Der 2004 als unabhängige Institution nach internationalem Recht gegründet GTN ist neben dem Internationalen Saatgutvertrag ein zentrales Instrument, um die globale Abstimmung der nationalen Strategien und Sammlungen zu verbessern und so die verfügbaren Ressourcen effizienter zu nutzen. Seine Aufgabe ist es, die dauerhafte Erhaltung und Verfügbarkeit pflanzengenetischer Ressourcen sicherzustellen, um eine nachhaltige Landwirtschaft und die Sicherheit der Nahrungsmittelversorgung zu unterstützen. Das BMEL unterstützt den GTN, der seit 2013 in Bonn angesiedelt ist, sowohl politisch als auch finanziell und hat bisher rund 10 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Stand:
05.03.15

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