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Dr. Hermann Onko Aeikens am Rednerpult Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens bei der Eröffnung der Veranstaltung, Quelle: BMEL/Britta Leuermann

Veranstaltung "Landwirtschaft und Umwelt": Wege für mehr Klimaschutz

Zum Erreichen der Klimaschutzziele leisten die Land- und Forstwirtschaft einen entscheidenden Beitrag. Doch: Wie lässt sich dieser Beitrag weiter steigern? Darüber diskutierten auf der Fachtagung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) am 12. Dezember 2016 Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Verbänden in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin.

Die Empfehlungen aus dem Gutachten "Klimaschutz in der Land- und Forstwirtschaft sowie den nachgelagerten Bereichen Ernährung und Holzverwendung" der wissenschaftlichen Beiräte beim BMEL für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) und für Waldpolitik (WBW) bildeten dabei die Grundlage der Fachtagung. Diese reichen vom Schutz landwirtschaftlich genutzter Moore und Grünlandes, der Verbesserung der Stickstoffeffizienz bei der Düngung über den Anbau von schnellwachsenden Baumarten bis zur Reduktion des Verzehrs tierischer Produkte und der Verringerung von Lebensmittelabfällen.

Ernährungssicherung und Klimaschutz

Key Note von Professor Dr. Klaus Töpfer Professor Dr. Klaus Töpfer hielt die Key Note, Quelle: BMEL/ Britta Leuermann

In seiner Eröffnungsrede machte Staatssekretär Dr. Herrmann Onko Aeikens deutlich: "Die erste und vornehmste Aufgabe der Landwirtschaft ist die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung. Wir sind dem Menschenrecht auf Nahrung verpflichtet. Deshalb dürfen wir nicht den Fehler begehen, Landwirtschaft und Klimaschutz gegeneinander auszuspielen. Natürlich gilt aber auch in Bezug auf den Klimaschutz in der Landwirtschaft wie in allen anderen Wirtschaftsbereichen: Wir müssen stetig besser werden! Um diese Ziele zu erreichen, müssen wir alle an einem Strang ziehen – und zwar in dieselbe Richtung: die Politik, die Zivilgesellschaft, die Wissenschaft und natürlich nicht zuletzt die Landwirte selbst. Unsere heutige Fachtagung ist dafür ein gutes Beispiel und ein prägendes Format zugleich."

Vorstellung und Diskussion des Gutachtens

Nach der Key Note von Professor Dr. Klaus Töpfer, Bundesminister a. D., stellten die Mitglieder der wissenschaftlichen Beiräte WBAE und WBW (Professoren Dr. Hermann Spellmann, Dr. Harald Grethe, Dr. Peter Weingarten, Ulrike Arens-Azevedo, Dr. Jürgen Bauhus, Dr. Klaus Richter) die wesentlichen Empfehlungen des Gutachtens aus den Bereichen Landwirtschaft, Ernährung, Forstwirtschaft und Holzverwendung vor.

Kurzkommentare von Wissenschaftlern (Dr. Annette Freibauer, Dr. Karl von Koerber, Dr. Marcus Lindner), die nicht an der Erstellung des Gutachtens mitgewirkt haben, eröffneten die Diskussion der Empfehlungen. Auf dem Podium diskutierten mit dem Publikum anschließend:

  • Dr. Maria Flachsbarth MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im BMEL
  • Dr. Clemens Dirscherl, Ratsbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland für Landwirtschaft und Ernährung
  • Eberhard Hartelt, Umweltbeauftragter des Deutschen Bauernverbandes
  • Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrats
  • Florian Schöne, Generalsekretär des Deutschen Naturschutzrings
  • PD Dr. Susanne Winter, Programmleitung Wald, WWF Deutschland

Teilnehmer der Podiumsdiskussion Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion , Quelle: BMEL/ Britta Leuermann

Moderiert wurde die Veranstaltung von Bettina Rust, Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb). Das Schlusswort übernahm Prof. Dr. Harald Grethe, Vorsitzender des WBAE.

Stand:
12.12.16

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