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Nationales Programm: Kabinett wirbt für nachhaltigen Konsum

Die Bundesregierung will sich dafür einsetzen, dass sich Verbraucherinnen und Verbraucher verstärkt für ökologisch und sozial verträgliche Produkte und Dienstleistungen entscheiden können. Sie hat hierfür am 24. Februar ein "Nationales Programm für nachhaltigen Konsum" beschlossen.

Werden Dienstleistungen genutzt, Produkte gebraucht und entsorgt, beeinflusst das zusehends nicht nur die wirtschaftliche und soziale Lage der Menschen, sondern auch den Zustand der Umwelt. Doch wie lässt sich nachhaltiger Konsum systematisch stärken? Das Programm zeigt politische Leitideen und konkrete Maßnahmen auf. Diese nehmen eine Vielzahl von Konsumbereichen in den Blick wie etwa Mobilität, Haushalt, Arbeit oder Freizeit. Mit im Fokus: Das Thema Ernährung.

Bundesminister Christian Schmidt betonte: "Moderne Landwirtschaft steht für Nachhaltigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Unser Ziel ist es, die Ernährungssicherheit zu garantieren und gleichzeitig Natur und Umwelt zu schonen." Mit dem ‚Nationalen Programm für nachhaltigen Konsum‘ setze man dieses Thema auf die gesellschaftliche Agenda.

Zu den wichtigen Bereichen, in denen Konsumenten durch ihre Entscheidung direkten Einfluss auf das übergeordnete Ziel einer nachhaltigen Entwicklung nehmen können, gehört insbesondere die Ernährung. Hier können Verbraucher mit ihren Konsumentscheidungen, ja mit dem Einkaufskorb, sowohl Lokal- wie Weltpolitik machen.

Schmidt stellte die gesamtgesellschaftliche Verantwortung angesichts der wachsenden Weltbevölkerung heraus: "Nachhaltigkeit der Ernährung bedeutet, dass sich in Zukunft zehn Milliarden Menschen weltweit gut ernähren können, ohne die Ressourcen unserer Erde zu überfordern." Ernährungssicherheit, bessere Ernährung, das Schonen von Ressourcen und Effizienz müssten Hand in Hand gehen.

Nachhaltigkeitsbegriff stammt aus der Fortwirtschaft

Der Begriff der Nachhaltigkeit hat seinen Ursprung in der Fortwirtschaft. Der Bundesminister machte vor diesem Hintergrund deutlich, der Nachhaltigkeitsgedanke werde in der Forstwirtschaft gelebt und sei auch in der Landwirtschaft tief verankert. Hier wird in Generationen gedacht und gearbeitet. Gleichwohl brauche es einen verstärkten Fokus auf Forschung und Innovation, etwa im Bereich der ressourceneffizienten Herstellung, Verarbeitung, des Transports sowie der Auf- und Zubereitung von Lebensmitteln. Es müsse auch ein Herzensanliegen sein, zu verhindern, dass Nahrungsmittel bereits verloren gehen, bevor sie zu den Menschen gelangen oder als gute Lebensmittel weggeworfen werden. Hier setzt beispielsweise die Initiative des Ministeriums "Zu gut für die Tonne" an. Nicht zuletzt muss es auch darum gehen, das Wissen über gesunde Ernährung und gesunden Lebensstil so zu verbreiten, dass es im Alltag praktisch genutzt wird.

Das "Nationale Programm für nachhaltigen Konsum" wurde vom Bundesumweltministerium entwickelt und mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie dem Bundesverbraucherschutzministerium vorgelegt. Es gilt als wichtiger Schritt für die Umsetzung der "2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung". Diese war im 2015 von den Vereinten Nationen in New York verabschiedet worden.

Stand:
24.02.16

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