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Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)

Im Jahr 2002 wurde das Bundesprogramm Ökologischer Landbau zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für den ökologischen Landbau aufgelegt. Mit Beschluss des Deutschen Bundestages vom 26. November 2010 wurde das Programm für andere nachhaltige Formen der Landwirtschaft geöffnet.

Zielsetzung

Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) hat sich zum Ziel gesetzt, die Rahmenbedingungen für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft und andere Formen nachhaltiger Landbewirtschaftung in Deutschland zu verbessern und die Voraussetzungen für ein gleichgewichtiges Wachstum von Angebot und Nachfrage zu erzielen.

Aufbauend auf der Identifikation von Problemen und Entwicklungspotenzialen setzen in dem Programm Fördermaßnahmen dort an, wo durch das Schließen von Förderlücken effizient Wachstum angeschoben werden kann.

Mit dieser Zielrichtung werden unterschiedliche Maßnahmen für alle Teile der Produktionskette einbezogen: von der landwirtschaftlichen Produktion über Erfassung und Verarbeitung, Handel, Vermarktung bis hin zum Verbraucher.

Aktionen

Seit Beginn des Programms wurden knapp 900 Forschungsvorhaben mit einem Fördervolumen von rund 115 Millionen Euro unterstützt. Des Weiteren wurden über 50 Maßnahmen – darunter ein Wissenstransfer- und Weiterbildungsangebot mit mehreren Hundert ein- und mehrtägigen Seminaren für die Vertreter der gesamten Wertschöpfungskette - konzipiert und umgesetzt, im Rahmen von fünf Förderrichtlinien wurden über 1.000 Messeauftritte, 137 Projekte zur Information und Absatzförderung sowie über 460 Betriebe vor oder während der Umstellung auf ökologischen Landbau gefördert.

Mit Mitteln des BÖLN werden im Rahmen des ERA-NETs (European Research Area Networks) CORE Organic II (Coordination of European Transnational Research in Organic Food and Farming II) transnationale Forschungsprojekte im ökologischen Landbau gefördert. Mit ERA-NET wird im europäischen Forschungsraum zwischen nationalen und regionalen Forschungsorganisationen bzw. Programmagenturen gefördert und koordiniert. Mittlerweile beteiligen sich 26 Partner aus 21 europäischen Staaten an dem Forschungsnetzwerk für den ökologischen Landbau.

Sowohl die Zusammensetzung dieses komplementären Maßnahmenbündels als auch die Konzepte der Einzelmaßnahmen werden vor dem Hintergrund der Erfahrungen und wechselnden Rahmenbedingungen kontinuierlich angepasst.

Vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Marktentwicklung wurde das Programm 2006 auf zentrale Aktivitäten zur Stärkung der Wettbewerbsstellung der deutschen Erzeuger und Verarbeiter konzentriert.

Finanzielle Ausstattung

Das Programm war für 2002 mit 34,8 Millionen Euro, für 2003 mit rund 36 Millionen Euro und für die Jahre 2004 bis 2006 mit jährlich 20 Millionen Euro, für 2007 bis 2012 mit je 16 Millionen Euro ausgestattet. Seit 2013 stehen 17 Millionen Euro zur Verfügung. 500.000 Euro standen 2013 zusätzlich als Mittelverstärkung für die Umsetzung der Eiweißpflanzenstrategie (EPS) zur Verfügung. Die seit 2012 im BÖLN angesiedelte EPS erhielt Mitte 2014 einen eigenen Titelansatz und wurde als eigenes Programm aus dem BÖLN ausgegliedert. Der Koalitionsvertrag sieht vor, dass das BÖLN verstetigt werden soll. Der Haushalt 2015 sieht für das BÖLN ein Volumen in Höhe von 16 Millionen Euro vor.

Geschäftsstelle

Mit der Umsetzung und Durchführung des Programms wurde die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung beauftragt. Dort wurde zu diesem Zweck die Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau eingerichtet.

Stand:
10.08.15

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