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Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2017: Siegerbetriebe ausgezeichnet

Nachhaltiger Biogemüseanbau, ein starker Erzeuger- und Vermarktungsverbund sowie wertvolle Vermehrungs- und Züchtungsarbeit: Der Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens ehrte die Siegerbetriebe des Bundeswettbewerbs Ökologischer Landbau 2017 auf der Internationalen Grünen Woche 2017 vor rund 200 Gästen.

Drei Biobetriebe ehrte die Jury für ihre außergewöhnlichen Betriebskonzepte mit dem Sieg beim Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2017. Die drei Gewinner erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 7.500 Euro:

  • Bio-Gärtnerei Watzkendorf GmbH in Blankensee
  • Bioland-Hof Schwab im Verbund mit der Remlinger Rüben GmbH & Co. KG in Remlingen
  • Verbund der Betriebe Zehntfreyhof Neder GbR , Naturlandhof Henninger GbR und Naturlandhof Vogt in Verbindung mit der Marktgesellschaft der Naturland Bauern AG in Hohenkammer

"Die Siegerbetriebe haben die Jury mit ihrem Können und ihrer Leidenschaft für den ökologischen Landbau überzeugt. Sie sind Leuchttürme für den ökologischen Landbau." sagte Aeikens.

Neuartige Ideen der Siegerbetriebe

Für die gesamtbetriebliche Konzeption zeichnete die Jury die Bio-Gärtnerei Watzkendorf in Blankensee in Mecklenburg-Vorpommern aus. Der Betrieb beliefert den Naturkosthandel nahezu saisonübergreifend mit unterschiedlichsten Gemüsearten aus der Region. Zudem wurde eine professionelle Jungpflanzenproduktion aufgebaut, von der viele weitere Biogemüseerzeuger in Ostdeutschland profitieren. Darüber hinaus erarbeitet der Betrieb gemeinsam mit Forschungseinrichtungen neue Verfahren zur Steigerung der Humusgehalte im Boden.

Im Bereich Erzeugung und Vermarktung überzeugte die Jury der Bioland-Hof Schwab im Verbund mit der Remlinger Rüben GmbH & Co. KG aus Remlingen. Betriebsleiter Thomas Schwab bündelt mit der GmbH & Co. KG die Erzeugung und Vermarktung von 20 Biobetrieben in der Region Würzburg. Er begleitet den Anbau, bietet überbetrieblichen Maschineneinsatz und eine zentrale Lagerung und Verarbeitung der Ernte. Damit gelingt es, durchgehend höchste Qualität sicherzustellen und langfristige Lieferbeziehungen aufzubauen, auch zu Großabnehmern.

Für die Bewerbergemeinschaft der Naturlandbetriebe Vogt, Henninger und Neder in der Rhön entschied sich die Jury aufgrund ihrer professionellen Vermehrung sowie der Erhaltungszüchtung bei Körnerleguminosen. Auf diese Weise konnten Wintererbsensorten wieder im ökologischen Anbau etabliert werden. Die Züchtung zum Erhalt der Sorten findet ausschließlich auf Flächen unter Bedingungen des ökologischen Landbaus statt. Daraus ergeben sich besondere Vorteile für die Selektion und weitere Züchtung. Von dieser Arbeit profitiert der gesamte Ökologische Landbau, denn biologisches Saatgut ist rar.

Über den Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau

Insgesamt hatten sich 31 Betriebe für den Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2017 beworben. Seit dem Jahr 2001 ehrt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit dem Preis landwirtschaftliche Betriebe oder Betriebskooperationen, die mit wegweisenden Konzepten besonders erfolgreich ökologisch wirtschaften. Dazu gehören unter anderem vorbildliche Lösungen im Bereich der Tierhaltung, des Natur- und Ressourcenschutzes oder im Energiemanagement.
Der Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2017 ist mit insgesamt bis zu 22.500 Euro dotiert. Die festliche Preisverleihung fand am Donnerstag, 26. Januar 2017 in Halle 7.3 auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) vor rund 200 - 250 Teilnehmern aus Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Medien statt.

Ausführliche Informationen finden Interessierte im Internet unter www.wettbewerb-oekolandbau.de.

Stand:
26.01.17

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