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Kongress: Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau

Nach dem Willen der Bundesregierung soll der Flächenanteil des Ökolandbaus in Deutschland auf 20 Prozent steigen. Doch wie lässt sich dieses Ziel erreichen? Welche Impulse sind nötig? Darum ging es bei einem nationalen Strategie-Forum am 20. und 21. Juni in Berching.

"Ökologische Landwirtschaft ist eine wichtige Zukunftsbranche. Deshalb hat sie auch eine zentrale Position in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung", betonte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zum Auftakt der zweitägigen Konferenz "Strategie-Forum: Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau" im Kloster Plankstetten. Die enorme Nachfrage nach Bioprodukten in Deutschland gilt es, nach den Worten des Ministers, mit einer Stärkung der heimischen Produktion zu beantworten. Die bundesweite Zielmarke von 20 Prozent, die auch in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung verankert ist, wertete Schmidt als "ambitioniert, aber machbar!"

Auf dem Weg zum Erreichen des Ziels gilt es, die Branchenmitglieder einzubeziehen und gemeinsam Antworten zu erarbeiten. Damit dies gelingt, hatte Minister Schmidt 2015 mit der Branche einen Strategie-Prozess um Thema initiiert. Das Ziel: 2017 soll eine Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau (ZÖL) stehen. 150 Experten haben im Rahmen des bisherigen Strategie-Prozesses konkrete Vorschläge für die Zukunftsstrategie erarbeitet. Die ersten vorläufigen Ergebnisse wurden in Plankstetten mit insgesamt rund 100 Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Verbänden und Wissenschaft kritisch erörtert.

Logo: Zukunftsstrategie ökologischer Landbau

Beratung, Ausbildung, Forschung und Vermarktung sind zentrale Stellschrauben, um noch mehr Landwirte für die Umstellung auf den ökologischen Landbau zu gewinnen. Daher standen diese Themen mit im Zentrum von Workshops, die in Plankstetten stattfanden. Zudem fanden sich auch die Handlungsfelder "Import", "Kohärente Politikkonzepte", sowie "Eiweißfuttermittel und Fütterungsvorschriften" und "Züchtung" mit auf der Agenda.

Stichwort: Ökolandbau

Der Umsatz mit Öko-Produkten in Deutschland hat seit 2011 jährlich um bis zu elf Prozent zugelegt; die Öko-Fläche im Bundesgebiet nahm in den vergangenen fünf Jahren um ein bis drei Prozent zu.

Auch das Ausland setzt verstärkt auf Ökolandbau: So stieg in Frankreich 2015 der Flächenanteil im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent. Der größte Biomarkt der Welt ist der US-Markt. Ihm wird weiter Wachstumspotential zugeschrieben; neueste Zahlen belegen einen deutlichen Anstieg der Nachfrage.

Ökolandbau ist wichtige Säule deutscher Landwirtschaft

Schon heute ist der Ökolandbau ist eine wichtige Säule der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft; ihr Ausbau wird durch den Staat gezielt unterstützt: So stehen beispielsweise für die flächenbezogene Förderung bis 2020 aus national kofinanzierten EU-Mitteln knapp 230 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Hinzu kommen Gelder aus dem "Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft" (BÖLN). Für dieses stehen jährlich 17 Millionen Euro bereit.

Nicht zuletzt macht sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf EU-Ebene im Rahmen der Beratungen zur Revision der Ökoverordnung für einen zukunftsfähigen Rechtsrahmen stark.

Stand:
22.06.16

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