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Logo: Deutsche G7-Präsidentschaft (verweist auf: G7-Gipfel am 7. und 8. Juni 2015 in Schloss Elmau (Öffnet neues Fenster)) Quelle: Bundesregierung

G7-Konferenz zur Ressourceneffizienz

"Es ist nicht nur eine Frage des Klimaschutzes, sondern auch der Generationengerechtigkeit", betonte Staatssekretär Dr. Robert Kloos bei der Eröffnung der G7-Konferenz über den Umgang mit fossilien Vorräten.

Auf Einladung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) trafen sich vom 23. - 24. November hochrangige Vertreter der G7–Staaten in Berlin, um das Potenzial von nachwachsenden Rohstoffen zur Schonung der begrenzten fossilen Rohstoffe zu diskutieren.

Regierungsvertreter aus Frankreich, Italien, Japan, Kanada, den Vereinigten Staaten und Deutschland sowie Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter der Länder erörterten gemeinsam strategische Ansätze und "best-practice" Beispiele, wie nachhaltig erzeugte biobasierte Rohstoffe langfristig fossile Rohstoffe ersetzen können. "Damit setzt die Konferenz direkt einen Beschluss des G7-Gipfels im Schloss Elmau vom Juni dieses Jahres um und knüpft an die Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung an", so Staatssekretär Dr. Robert Kloos, der die zweitägige Konferenz in Berlin eröffnete.

Die G7-Staatschefs hatten sich in ihrer Gipfelerklärung darauf verständigt, den Schutz der natürlichen Ressourcen zu verbessern und dazu das G7-Bündnis zur Ressourceneffizienz gegründet. Die BMEL-Konferenz fand im Rahmen dieses Bündnisses statt. Zahlreiche, für unsere Wirtschaft elementare mineralische und fossile Rohstoffe sind bereits heute nur noch begrenzt verfügbar und oftmals nur unter schwierigeren techni-schen Bedingungen zu gewinnen. Ihre Förderung und Nutzung sind insbesondere in den Entwicklungs- und Schwellenländern teilweise mit gravierenden Umweltproblemen verbunden.

"Es ist nicht nur eine Frage des Klimaschutzes, sondern auch der Generationengerechtigkeit, sorgsam mit den fossilen Vorräten umzugehen, um so konsequent einen nachhaltigen Entwicklungspfad einzuschlagen", so Kloos. Dies gilt ganz besonders für Rohöl. Nach aktueller Einschätzung von Wissenschaftlern kann das Angebot von Rohöl auf dem Weltmarkt die Nachfrage schon in wenigen Jahrzehnten nicht mehr decken. Der Staatssekretär betonte, diese Nachfragelücke erfordere "verstärkte Anstrengungen für den effizienten und nachhaltigen Einsatz von Ressourcen und einen Schub für erneuerbare Substitute als Ersatz für die endlichen fossilen Rohstoffe, insbesondere von Rohöl".

Hintergrund

Bereits heute helfen zahlreiche biobasierte innovative Produkte, begrenzte fossile Rohstoffe einzusparen: Im Baubereich ersetzen nachwachsende Rohstoffe herkömmliche fossile Materialen, beispielsweise bei den Bau- oder Dämmstoffen. Auch innovative, umweltgerechte Produkte wie Biopolymere, Naturfaser- und Holzverbundstoffe, Hochleistungsschmierstoffe aus tierischen und pflanzlichen Fetten tragen zur Einsparung fossiler Rohstoffe bei. Mit der industriellen Biotechnologie oder der chemischen Biomassekonversion stehen die hierfür erforderlichen Technologien zur Verfügung.

Das BMEL unterstützt gemeinsam in einem Verbundprojekt mit der FAO das Ziel weg von fossilen Ressourcen und dies unter Berücksichtigung aller drei Dimensionen der Nachhaltigkeit. Potentiale der Nachwachsenden Rohstoffe zum schrittweisen Ersatz für fossile Rohstoffe, wie Erdöl oder Kohle sollen hierbei abgeschätzt und Strategien für die Entwicklungs- und Schwellenländern entwickelt werden.

Biomasse stellt derzeit mit rund 60 Prozent den Hauptanteil der erneuerbaren Energien und deckt zudem bereits über zwölf Prozent oder 2,7 Millionen Tonnen der organischen Rohstoffe ab, die in der deutschen chemischen Industrie pro Jahr eingesetzt werden. Durch die verstärkte Verwendung von Biomasse, z.B. Holz aus nachhaltiger Forstwirt-schaft im Baubereich, kann auch ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

Stand:
24.11.15

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Knapp neun Millionen Tonnen Kunststoffe werden jährlich in Deutschland verbraucht – umgerechnet 110 Kilogramm pro Bundesbürger. Rund ein Drittel davon entfällt auf Verpackungen wie Folien, Tragetaschen und Becher im Haushalt. Die gesamte erzeugte Abfallmenge würde 360.000 Müllfahrzeuge füllen. Heute besteht lediglich ein Prozent der Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen. Das Potenzial ist weitaus größer: Bei Verpackungen und Einweggeschirr, aber auch bei Spielzeug, Sportartikeln oder Gehäusen für Elektrogeräte lassen sich herkömmliche Kunststoffe durch biobasierte Kunststoffe ersetzen. Wie aus Pflanzen Plastik wird, zeigt dieser Film.

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