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Bioenergie-Regionen setzen neue Impulse für ländliche Regionen

25 vom Bundeslandwirtschaftsministerium geförderte Regionen aus ganz Deutschland haben sich zu Vorbildern für eine nachhaltige energetische Nutzung von Biomasse entwickelt. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundeslandwirtschaftsminister Peter Bleser lobt auf dem Abschlusskongress die Bioenergie-Regionen als Pioniere der Energiewende.

"Deutlich über eine Milliarde Euro an regionaler Wertschöpfung durch Bioenergie in diesen Regionen zeigen das große Potenzial dieses erneuerbaren Energieträgers als Wirtschaftsfaktor im ländlichen Umfeld", stellt Staatssekretär Bleser in seiner Eröffnungsrede heraus. Die Bioenergieregionen, so Bleser weiter, seien mit Hilfe des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) zu Pionieren der Energiewende geworden. Sie zeigten auf vorbildliche Weise, wie mit ökonomischen Anreizen nachhaltige Energieerzeugung und Klimaschutz von den Menschen vor Ort in die Tat umgesetzt werden.

Netzwerkprozesse und eine intensive Öffentlichkeitsarbeit trügen in den Regionen dazu bei, die Akzeptanz für Bioenergie zu steigern, neue Anlagen zu initiieren, zusätzliche Rohstoffe zu erschließen und die Effizienz in bestehenden Prozessen zu erhöhen, so Bleser am 16. Juni in Berlin.

Logo zum Wettbewerb Bioenergie-Regionen (Link zur Wettbewerbsseite) Vorhaben des BMEL zum Aufbau regionaler Strukturen im Bereich Bioenergie

Das Bundeslandwirtschaftsministerium unterstützte seit Juni 2009 deutschlandweit 25 Bioenergie-Regionen mit jeweils bis zu 400.000 Euro. Die erste Förderphase, für die insgesamt elf Millionen Euro zur Verfügung gestellt wurden, endete im Mai 2012. In dieser ersten Phase wurde vor allem der Aufbau von Netzwerken sowie Öffentlichkeitsarbeit, Studien und Wissenstransfer gefördert.

Um die bereits positiven Ergebnisse unter geänderten Rahmenbedingungen zu verstetigen, hat sich das BMEL dazu entschieden, den Modellregionen die Möglichkeit einzuräumen, die Arbeit in einer neuen Förderphase mit neuen Förderprojekten weiterzuentwickeln. Dafür wurden für die Förderphase 2012 bis 2015 neue Rahmenbedingungen gestellt: Die Akteure in der zweiten Phase konzentrieren sich auf die gezielte Steigerung der regionalen Wertschöpfung durch Bioenergie, auf die Effizienzsteigerung und Optimierung der Stoffströme sowie auf die Weitergabe der Erfahrungen an Partner-Regionen. Die Bioenergie-Regionen arbeiten dabei mit sogenannten Zwillingsregionen zusammen und leisten auf diese Weise einen ganz gezielten Wissenstransfer. Ziel der Förderung ist es, funktionierende Netzwerke zu etablieren. Vorrangig ist ein nachhaltiger Ausbau, der auch zu neuen Arbeitsplätzen in der Region führt.

Deutschlandkarte, die aufzeigt in welchen Regioen die BioenergieRegionen liegen In der ersten Förderphase unterstützte das BMEL deutschlandweit 25 Bioenergie-Regionen mit jeweils bis zu 400.000 Euro, Quelle: FNR

Nach sechs Jahren Förderung wird auf dem Abschlusskongress "Bioenergie-Regionen" am 16. und 17. Juni 2015 in Berlin Bilanz gezogen. Neben einzelner Porträts der geförderten Regionen und Podiumsdiskussionen stehen vor allem die Ergebnisse der Begleitforschung zu den Themen Wertschöpfung, Effizienz und Wissenstransfer im Mittelpunkt des Kongressprogrammes.

Die Begleitforschung der Bioenergie-Regionen reicht von der Umsetzung der Regionalentwicklungskonzepte über die Auswertung und Aufbereitung relevanter Erfahrungen im Bereich Bioenergie bis hin zur Analyse des Förderinstruments an sich. Um die vielschichtigen regionalen Prozesse weitreichend zu erfassen, wurden mehrere Untersuchungen zu verschiedenen Themenbereichen durchgeführt.

Ergebnisse der begleitenden Untersuchungen

Durchschnittlich über zehn Millionen Euro an regionaler Wertschöpfung durch Bioenergie konnte jede Region im Jahr für sich verbuchen. Das zieht vor allem Beschäftigungseffekte nach sich - über 100 Vollzeit-Arbeitsplätze sind danach in jeder Region an Bioenergie-Projekte gebunden, aber auch Investitionen und Steuern, die die Wirtschaftskraft vor Ort und die Entwicklung insbesondere ländlicher Räume stärken.

Bei der nachhaltigen Erschließung von Bioenergiepotenzialen – ein wesentliches Ziel der Förderung - waren die Regionen besonders erfolgreich: Sie nutzen insbesondere alternative Rohstoffe, zum Beispiel zuvor ungenutzte Reststoffe oder neue Energiepflanzen. Im Fokus stand zudem die Effizienzverbesserung: So kommt bislang ungenutzte Wärme aus Biogasanlagen in den Regionen überdurchschnittlich stark zum Einsatz. Diese Entwicklung wurde maßgeblich unterstützt durch die Zusammenführung regionaler Akteure in aktiven Netzwerken und der damit verbundene Wissenstransfer, der die Bioenergie auch als wirtschaftlich interessante Option den Menschen bewusst gemacht hat. In den Regionen wurden dazu vielfältige und kreative Ideen umgesetzt. Damit tragen die Bioenergie-Regionen auch zur Akzeptanz erneuerbarer Energien bei Bürgerinnen und Bürgern bei.

Nach Abschluss der Projekte wollen viele Bioenergie-Regionen das Thema aus eigener Kraft weiter verfolgen und sich hierbei insbesondere Aspekten wie Speicherbarkeit, Flexibilität und Wärme, aber auch Effizienz, Energieeinsparung und der Kombination mit anderen erneuerbare Energien widmen. Damit bleiben die Regionen auch weiterhin Ansprechpartner und kompetente Vorbilder im Bereich Bioenergie, erneuerbare Energien und Energieeffizienz und bündeln eine Vielzahl unterschiedlichster Best-Practice-Projekte.

Stand:
16.06.15

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