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Blüh- und Wildpflanzen als Alternative zu Mais

Gemeinsam mit dem Saatguthersteller Saaten-Zeller sucht die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) nach Wildpflanzen, die als mehrjährige Energiepflanzen-Mischung angesät werden können.

Die Blüh- und Wildpflanzen stellen eine ökonomisch attraktive Alternative zum Mais dar und bieten gleichzeitig Wildtieren vielfältigen Lebensraum. Neben Mais können auch Pflanzen wie Malven, Glockenblumen, Beifuß, Rainfarn, Steinklee und Wegwarte dazu beitragen, die Erneuerbaren Energien weiter auszubauen. Damit diese Blüh- und Wildpflanzen künftig häufiger auf deutschen Feldern zu sehen sind, hat das BMEL die Forschung im Bereich der Energiepflanzen deutlich verstärkt.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert die Erforschung alternativer Energiepflanzen in über 100 Projekten mit insgesamt 40 Millionen Euro. Bioenergie leistet einen maßgeblichen Beitrag zum Gelingen der Energiewende. Damit es wegen der wachsenden Bedeutung von Energiepflanzen, insbesondere durch zunehmenden Maisanbau, nicht zu einseitigen Fruchtfolgen auf Deutschlands Äckern kommt, intensiviert der Bund die Förderung von Alternativen. Ziel ist es, Pflanzen zu erforschen, die auf Dauer ähnlich effizient sein können wie Mais. Es gibt einige Blüh- und Wildpflanzen, die ökonomisch und ökologisch vielversprechend sind.

Hintergrund

Die Bioenergie macht in Deutschland bereits heute über zwei Drittel des Aufkommens aller erneuerbaren Energien aus. Im Jahr 2011 wurden auf etwa 2,2 Millionen Hektar Ackerfläche nachwachsende Rohstoffe angebaut. Das entspricht etwa 18 Prozent der gesamten Ackerfläche Deutschlands. Bei den Energiepflanzen zur Biogaserzeugung dominiert nach wie vor der Mais mit rund 80 Prozent. Bei der Erzeugung von Bioenergie müssen gesellschaftliche Ansprüche und die Interessen der Landwirte in Einklang gebracht werden. Wir brauchen Energiepflanzen, müssen aber die Landschaft in ihrer Vielfalt und als Ort der Erholung erhalten. Das Forschungsprojekt verbindet beides.

Um der weiteren Ausweitung des Maisanbaus zur Biogaserzeugung  auch politisch entgegenzuwirken, hat die Bundesregierung 2011 bei der Novelle des EEG einige Änderungen bei der Förderung vorgenommen. Zum einen wurde beschlossen, dass der Mais in der Biogasproduktion nur noch bis 60 Prozent der Masse gefördert wird. Zum anderen wird Strom aus Pflanzen, die ökologisch besonders wertvoll sind, seit der Novelle höher vergütet.

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