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Von der fossilen zur biobasierten Wirtschaft

Schritt für Schritt vollzieht sich der Wandel von einer von fossilen Ressourcen abhängigen Industrie hin zu einer biobasierten Wirtschaft, die in erheblichem Maße auf Rohstoffe von Acker und Wald ausgerichtet ist. Neben der energetischen Nutzung gewinnt auch die stoffliche Nutzung von Biomasse zunehmend an Bedeutung.

Noch ist ein hoher Lebensstandard ohne fossile Rohstoffe in vielerlei Hinsicht kaum vorstellbar. Sie sind Energieträger sowie Basis für eine Fülle von chemisch erzeugten Produkten wie Kunststoffen, Waschmittel, Schmierstoffen, Medikamenten, Baustoffen, Kosmetika und Textilien. Eine gesicherte Rohstoffversorgung ist für alle Industriezweige und Branchen unverzichtbar. Doch Erdöl, Erdgas und Kohle werden immer teurer. Das ist zum einen das Ergebnis langsam versiegender Quellen; zum anderen lassen sich neue Quellen oft nur mit hohem technologischem Aufwand und enormen Kosten erschließen. Die Verwendung fossiler Rohstoffe ist für den Großteil der ausgestoßenen Treibhausgase und damit für den fortschreitenden Klimawandel verantwortlich. Bis 2050 wird die Weltbevölkerung außerdem von heute sieben Milliarden auf voraussichtlich neun Milliarden Menschen anwachsen – wodurch die Nachfrage nach Rohstoffen noch einmal zunehmen wird.

Biobasiertes Wirtschaften – Schlüssel zum Wechsel

Um angesichts dieser globalen Entwicklungen den Status als führende Industrienation langfristig zu sichern und die Umwelt zu schonen, hat die Bundesregierung im Einklang mit der nationalen Klimaschutzpolitik eine Trendwende hin zu innovativen Formen nachhaltigen Wirtschaftens eingeleitet. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) lancierte dazu 2009 den "Aktionsplan zur stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe", ein Maßnahmenbündel für zwölf Handlungsfelder.

Das Hauptaugenmerk liegt auf innovativen Technologien, die entscheidend dazu beitragen sollen, die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Vorrang hat dabei immer die Sicherung der globalen Ernährung, zum Beispiel durch ertragreiche Nutzpflanzen. Spezielle Sorten trotzen Krankheiten, Schädlingen und widrigen klimatischen Bedingungen. Darüber hinaus gilt es den weltweit steigenden Bedarf an Industrieprodukten zu decken. Dafür sind Alternativen zu fossilen Rohstoffen notwendig, die so produziert und verarbeitet werden können, dass sie Umwelt und Klima schonen. Die biobasierte Wirtschaft zeichnet sich durch natürliche Stoffkreisläufe aus und beruht auf der wissenschaftlichen Kenntnis und chemisch-technischen Nutzung von Biomasse. Die Land- und Forstwirtschaft dient zunehmend nicht nur als Nahrungslieferant für Mensch und Tier, sondern auch als Basis für die Rohstoffversorgung einer nachhaltig ausgerichteten, biobasierten Wirtschaft und Industrie.

Regional wertvoll

Die biobasierte Wirtschaft bietet zudem Chancen für ein breiteres Spektrum von Anbaupflanzen. Denn schließlich ist die Palette der Industriepflanzen breit und dabei deutlich größer als das Spektrum der vorwiegend angebauten Nahrungs- und Futterpflanzen. Wenn die nachwachsenden Rohstoffe in heimischer Land- und Forstwirtschaft erzeugt und hier auch weiter verarbeitet und verbraucht werden, bleiben die Wege kurz und es entstehen neue Arbeitsplätze vor Ort. Gerade für die ländlichen Räume in Deutschland bietet das biobasierte Wirtschaften daher neue Perspektiven für die Zukunft.

Stand:
25.10.12

Zum Thema

Bioökonomie als Teil des Stundenplans

Wandtafel in der Schule mit mit Blume, Sonne und Wolken

Die Butterbrotdose aus Pflanzenstärke, das Smartphonegehäuse vom Acker, der Flugzeugsprit aus Algen: Für viele Alltagsprodukte, die heute zumeist noch aus fossilen Rohstoffen wie Erdöl hergestellt werden, gibt es bereits nachwachsende Alternativen.

mehr: Bioökonomie als Teil des Stundenplans …

Biobasierte Wirtschaft interaktiv

Grafik eines Hauses

Aus unserem Alltag sind Produkte aus fossilen Rohstoffen nicht wegzudenken. Umso größer ist die Herausforderung, die sich mit dem notwendigen Wandel hin zu einer biobasierten Wirtschaft stellt. Interaktiv können hier die Wege der biobasierten Wirtschaft entdeckt werden - wie aus Holz biobasierte Produkte entstehen, wie Kohlenstoff ideal genutzt werden kann oder warum Erdöl in der Industrie immer wichtiger wurde. Im interaktiven Quiz kann das biobasierte Wissen getestet werden.

mehr: Biobasierte Wirtschaft interaktiv …

Links

Publikationen

Neue Produkte: Aus Natur gemacht

Cover der Broschüre Neue Produkte: Aus Natur gemacht

Die Broschüre "Neue Produkte: Aus Natur gemacht - Nachwachsende Rohstoffe im Alltag" zeigt neue Wege und Alternativen durch nachwachsende Rohstoffe und biobasierte Produkte auf - zuhause, unterwegs, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit.

Die Broschüre ist nur im Download zum Ausdrucken verfügbar!

Weitere Publikationen

Presse

Themendienst Biobasierte Wirtschaft
Schwerpunkt: 
nachwachsende Rohstoffe

Neue Produkte: Aus Natur gemacht

Das BMEL liefert in einem Themendienst Hintergründe zur biobasierten Wirtschaft und informiert über umweltfreundliche Innovationen. Die sechste Ausgabe beschäftigt sich konkret mit den Chancen und Möglichkeiten der Bioökonomie.

mehr: Themendienst Biobasierte Wirtschaft …

Neue Produkte: Aus Natur gemacht

Titelbild zur Veranstaltung Bioökonomie 2014

Die Pressemappe zum Schwerpunktthema "Biobasierte Wirtschaft".

mehr: Neue Produkte: Aus Natur gemacht …

Pressemitteilungen

Videos

Film: "Neue Produkte - Aus Natur gemacht"

Startbild des Videos zur Biobasierten Wirtschaft. Link zum Video.

Erdöl, Erdgas oder Kohle sind häufig die Basis für die Herstellung vieler unserer Alltagsprodukte, ob im Smartphone oder der Shampoo-Flasche. Doch fossilen Grundstoffe sind begrenzt und werden uns nicht ewig zur Verfügung stehen. Aber es gibt nachhaltige Alternativen. Nachwachsende Rohstoffe wie Pflanzen, Holz, Stärke oder Zucker werden immer mehr in der Industrie verwendet. Die Biobasierte Wirtschaft - oder auch Bioökonomie - konzentriert sich darauf, Produkte aus nachhaltigen Rohstoffen herzustellen.

zum Video: Film: "Neue Produkte - Aus Natur gemacht" …

Film: "Neue Produkte: Aus Natur gemacht – Aus Pflanzen wird Plastik"

Video biobasierte Wirtschaft: der Moderator steht vor einer Maschine

Knapp neun Millionen Tonnen Kunststoffe werden jährlich in Deutschland verbraucht – umgerechnet 110 Kilogramm pro Bundesbürger. Rund ein Drittel davon entfällt auf Verpackungen wie Folien, Tragetaschen und Becher im Haushalt. Die gesamte erzeugte Abfallmenge würde 360.000 Müllfahrzeuge füllen. Heute besteht lediglich ein Prozent der Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen. Das Potenzial ist weitaus größer: Bei Verpackungen und Einweggeschirr, aber auch bei Spielzeug, Sportartikeln oder Gehäusen für Elektrogeräte lassen sich herkömmliche Kunststoffe durch biobasierte Kunststoffe ersetzen. Wie aus Pflanzen Plastik wird, zeigt dieser Film.

zum Video: Film: "Neue Produkte: Aus Natur gemacht – Aus Pflanzen wird Plastik" …

Weitere Videos

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