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Boden

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Europäische Bodenschutzpolitik

In die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie soll ein Indikator zum Schutz des Bodens aufgenommen werden. "Indikator Bodenschutz"

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Wissen, wie man düngen muss - die Bodenuntersuchung

Schadstoffe in landwirtschaftlich genutzten Böden- Ergebnisse von Boden-Dauerbeobachtungsflächen in Bayern

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Gute fachliche Praxis

Boden ist Produktionsgrundlage für die Landwirtschaft und Standort für die Erzeugung gesunder Lebensmittel. Über 90 Prozent der weltweiten Lebensmittelproduktion hängen unmittelbar vom Boden ab, das zeigt seine große Bedeutung für die Ernährungssicherung.

Boden ist eine nicht erneuerbare Ressource, die immer knapper wird. Daher ist eine nachhaltige Sicherung der Produktionsfunktionen, insbesondere durch emissionsarme Produktionsprozesse und eine möglichst hohe Rohstoffeffizienz notwendig. Dieses Ziel verfolgt auch die Bundesregierung mit zahlreichen Maßnahmen, um die Nutzung der Böden durch die Land- und Forstwirtschaft nachhaltig zu gestalten. Deshalb engagiert sich Deutschland national und international für den Bodenschutz auch unter den Bedingungen des Klimawandels.

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Nutzung organischer Böden

Über Jahrtausende haben Moore Kohlenstoff gebunden. Ihre Entwässerung im Zuge landwirtschaftlicher Nutzung setzt große Mengen Treibhausgase frei. Auch andere Ökosystem-Dienstleistungen leiden. Wie wollen wir organische Böden künftig nutzen?

Organische Böden – also Böden mit einem hohen Anteil organischer Kohlenstoffverbindungen – speichern 30 bis 50 Prozent des gesamten Bodenkohlenstoffs der Erde; ein Vorrat, der sich über mehrere Jahrtausende in torfbildenden Mooren angereichert hat. Störungen dieser stark vom Wasserhaushalt abhängigen Moor-Ökosysteme können sich in hohem Maße negativ auf das Klima auswirken: Sinkt der Wasserstand im Moor, gelangt Sauerstoff in den zuvor wassergesättigten Torf, was zu einer mikrobiellen Freisetzung des Kohlenstoffs als Kohlendioxid (CO2) führt. Zum Teil gelangt der Kohlenstoff auch in gelösten organischen Verbindungen in angrenzende Gewässer.

In Deutschland sind 4 bis 5 Prozent aller Treibhausgas-Emissionen auf Moore, die für eine land- oder forstwirtschaftliche Nutzung entwässert wurden, zurückzuführen. Neben der direkten anthropogenen Entwässerung bedrohen zusätzlich Klimawandel und Stickstoffeinträge die verbleibenden naturnahen Moore.

Naturnahe Moore können wichtige Rückhalteräume für Nährstoffe und bei Hochwasser darstellen und beherbergen eine hochspezialisierte Tier- und Pflanzenwelt. Durch Entwässerung sind auch diese Ökosystemleistungen verloren gegangen oder bedroht. Stattdessen können organische Böden heute sogar durch die Freisetzung von Nährstoffen die Gewässerqualität in Deutschland belasten.

Mehr Wasser für die Moore

Wir stehen als Gesellschaft vor der Frage, wie wir in Zukunft unsere organischen Böden nutzen wollen. Dabei müssen die Produktionsfunktion und die Ökosystem-Dienstleistungen einschließlich des Erhalts der Biodiversität abgewägt werden – sachlich und datengestützt. Es ist offensichtlich, dass der einzige Weg, die vielfältigen Funktionen der Moore schrittweise wiederzubeleben, über "mehr Wasser" führt. Dies kann eine alternative nassere Nutzung durch standortangepasstes Wassermanagement oder eine vollständige Wiedervernässung bedeuten.

In welchem Umfang sich die Funktionen bei unterschiedlichen Handlungsoptionen wiederherstellen lassen, ist ein Schwerpunkt unserer Forschung. Dabei erforschen wir die hydrologischen Besonderheiten organischer Böden, sowohl von naturnahen als auch gestörten Mooren. Wir untersuchen die Dynamik der biogeochemisch-hydrologischen Prozesse, indem wir deutschlandweit Daten zusammenstellen, eigene Labor- und Feld-Experimente durchführen und mit numerischen Modellierungen arbeiten. Damit entwickeln wir Konzepte, wie sich die 'am Wasser hängenden' Funktionen der organischen Böden quantifizieren, hochskalieren und abwägen lassen.

Ein Beitrag des Thünen- Instituts (http://www.ti.bund.de/de/thema/boden/)

Stand:
09.01.15

Inhalt des Dossiers

Zum Thema

Woche der Umwelt: Boden und Landnutzung - Konkurrenz um eine knappe Ressource

Bundesminister Christian Schmidt bei einer Podiumsdiskussion

Der Schutz natürlicher Ressourcen hat im Fokus der diesjährigen "Woche der Umwelt" am 7. und 8. Juni am Berliner Amtssitz des Bundespräsidenten gestanden. Auch Bundesminister Schmidt brachte sich in das besondere Forum ein.

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Gute fachliche Praxis - Bodenfruchtbarkeit

Cover des aid-Heftes 'Bodenfruchtbarkeit'

Die Broschüre stellt alle Aspekte der Bodenfruchtbarkeit vor. Zu Beginn steht eine Abhandlung über die zeitliche Wandlung des Begriffs, mit den Komponenten "natürlich" und "kulturbedingt" von Albrecht Thaer bis heute. Es folgen die Einflussgrößen der Bodenfruchtbarkeit und wie diese durch das Bodenmanagement zu beeinflussen sind. Verfasst wurde die Broschüre von 24 Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Beratung.

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Gute fachliche Praxis - Bodenbewirtschaftung und Bodenschutz

Cover des aid-Heftes 'Gute fachliche Praxis - Bodenbewirtschaftung und Bodenschutz'

In dieser Broschüre sind die neuesten Erkenntnisse für die Bodenbearbeitung, den Erosionsschutz und den Erhalt der organischen Substanz umfassend dargestellt.

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Tagungsband "Jahr des Bodens"

Cover des Tagungsbandes zum "Jahr des Bodens"

Am 18. und 19. Juni 2015 veranstaltete die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft zusammen mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Würzburg eine Tagung mit dem Thema "Schwere Maschinen, enge Fruchtfolgen, Gärreste – eine Gefahr für die Bodenfruchtbarkeit?"

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Publikationen

Sonderdruck - Den Boden im Blick

Cover des Sonderdrucks "Den Boden im Blick"

Dieser Sonderdruck enthält einen Auszug aus der Ausgabe 4-2015 von B&B Agrar, der Zeitschrift für Bildung und Beratung des aid infodienstes.

Tagungsband "Kongress zum Jahr des Bodens"

Cover des Tagungsbandes zum Kongress Jahr des Bodens

Am 16. November 2015 veranstaltete der Zentralverband Gartenbau e.V. zusammen mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eine Tagung mit dem Thema "Gesunder Boden –Gesunder Gartenbau"

Broschüren vom aid infodienst e.V.

Magazin "lebens.mittel.punkt" der i.m.a - Auzug aus Heft 1/2015

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