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Sicherheitsbewertung von gentechnisch veränderten Pflanzen

Tierfütterungsstudie im Rahmen des EU-Projektes ‘GRACE

Seit 2013 sind 90-tägige Tierfütterungsstudien für die Zulassung gentechnisch veränderter (GV) Pflanzen in der Europäischen Union Pflicht. Der Nutzen solcher Studien für die Risikobewertung von GV-Pflanzen ist jedoch nicht unumstritten und wissenschaftlich bisher nicht abschließend geklärt.

Die EU-Kommission hat deshalb im Rahmen des EU-Forschungsprojekt GRACE (GMO Risk Assessment and Communication of Evidence) erneut überprüft, ob Fütterungsstudien bei der Zulassung von GV-Pflanzen vorgeschrieben bleiben sollen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungsprojekts GRACE wurden 2012 von der EU-Kommission beauftragt zu untersuchen, welchen zusätzlichen wissenschaftlichen Wert Tierfütterungsstudien zur Bewertung der gesundheitlichen Auswirkungen beim Verzehr von GV-Pflanzen haben. Neben 90-tägigen und einjährigen Fütterungsstudien mit Nagern haben die Wissenschaftler auch tierschonende in vitro Methoden getestet, die beispielsweise mit Zellkulturen durchgeführt werden. Dabei kamen sie zu dem Schluss, dass die Fütterungsstudien keine zusätzlichen Informationen zur Sicherheit der verfütterten Pflanzen lieferten, die über die bereits bewerteten Daten hinausgehen. Künftig sollten Fütterungsversuche nur dann zur Risikobewertung von GV-Pflanzen herangezogen werden, wenn die verfügbaren Daten Hinweise auf mögliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit liefern.

Koordiniert wurde das Projekt GRACE vom Julius-Kühn-Institut. Die Ergebnisse wurden nach Abschluss des Projektes zusammen mit den Schlussfolgerungen und Empfehlungen auf der öffentlichen Abschlusskonferenz im November 2015 in Potsdam präsentiert.

Transparenz und Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit waren Grundprinzipien von GRACE. Die Studienpläne sowie die Schlussfolgerungen aus den erzielten Ergebnissen wurden im Rahmen von breit angelegten Konsultationen diskutiert. Die entsprechenden Konsultationsberichte sowie die Ergebnisse der Untersuchungen sind auf der Webseite des GRACE-Projektes (www.grace-fp7.eu) und der im Rahmen des Projektes entwickelten Datenbank CADIMA veröffentlicht.

Das Projekt hat auch neue Methoden zur systematischen Zusammenfassung der vorhandenen wissenschaftlichen Studien zu Umwelt-, Gesundheits- und sozioökonomischen Effekten von GV-Pflanzen etabliert. Mit solchen standardisierten Verfahren können präzisere und unvoreingenommene Aussagen über solche Effekte getroffen werden, die jeweils den gesamten Forschungsstand widerspiegeln. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des GRACE-Projekts stellten ihre Ergebnisse, z.B. auch zu Umwelteffekten von herbizidtoleranten und insektenresistenten GV-Pflanzen, in Potsdam vor.

Stand:
10.12.15
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