BMEL

Service

Logo des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - zur Startseite

Gesunde Pflanzen

Pflanzen und pflanzliche Produkte sind ein wichtiger Bestandteil der Ernährung von Mensch und Tier. Menge und Qualität werden maßgeblich durch den Befall mit Schädlingen und Krankheiten beeinflusst. Bei der Mehrheit der Kulturen und Fruchtarten sind so Pflanzenschutzmaßnahmen notwendig

Kulturpflanzen wie Obst und Gemüse werden von Insekten, Milben und anderen Schädlingen befallen und leiden unter Pilzen, Bakterien und Viren (Krankheitserregern). Unerwünschte Kräuter konkurrieren mit den Kulturpflanzen um Nährstoffe, Wasser und Licht, und verunreinigen die Ernte. Die Organismen, die Kulturpflanzen schädigen können, werden auch Schadorganismen genannt.

Schadorganismen bedrohen die Pflanzen nicht nur auf dem Feld oder im Garten, sondern auch in der Landschaft. Sie können die Ernte erheblich verringern, sogar soweit, dass es keine Ernte mehr gibt. Die Schädlinge beeinträchtigen aber auch die Qualität und Lagerfähigkeit der Erzeugnisse.

Es ist keine Ausnahme, dass die Schadorganismen Kulturpflanzen befallen. Es ist der Normalzustand. Landwirtschaft und Gartenbau setzen viele Maßnahmen zur Kontrolle von Schadorganismen ein. Hierzu gehören vielfältige vorbeugende Maßnahmen, biologische oder technische Bekämpfungsmaßnahmen. Wenn es nicht vermeidbar ist, werden auch chemische Pflanzenschutzmittel angewandt.

Hierbei ist der Nutzen des chemischen Pflanzenschutzes sorgfältig gegenüber unerwünschten Nebeneffekten abzuwägen. So gelangen Pflanzenschutzmittel bei ihrer Verwendung zwangsläufig in die Umwelt und unter Umständen auch in Lebensmittel. Daher ist sicherzustellen, dass die Gesundheit von Mensch und Tier nicht beeinträchtigt wird und Auswirkungen auf die Umwelt vertretbar sind.

Deshalb sind Zulassung und Anwendung von Pflanzenschutzmitteln seit langem reglementiert. Bereits 1953 wurde in der ehemaligen DDR und 1968 in der Bundesrepublik eine Zulassungspflicht eingeführt; 1991 begann die europäische Harmonisierung in diesem Bereich. Die Anforderungen an Pflanzenschutzmittel sind im Laufe der Zeit vor dem Hintergrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse gestiegen, so dass Pflanzenschutzmittel heute zu den am besten untersuchten Chemikalien gehören.

Zum Thema

Kirschessigfliege


Kirschessigfliege sitzt auf einer Kirsche Quelle: BLE

Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii), stammt ursprünglich aus Asien. Innerhalb kurzer Zeit ist sie zu einer enormen Bedrohung für den europäischen Obst- und Weinbau geworden. Sie befällt im Gegensatz zu anderen Arten derselben Gattung gesunde Früchte und verfügt über ein sehr breites Wirtspflanzenspektrum, ein enormes Vermehrungspotential und einen kurzen Entwicklungszyklus.

Weitere Informationen:

Kirschessigfliege: Management gegen Schäden

Julius-Kühn-Institut: Themenportal Drosophila Suzukii (Kirschessigfliege)



Hätten Sie's gewusst?

Rechtsgrundlagen

Häufig gestellte Fragen

Publikationen

Driftmindernde Technik - Anwendung von Pflanzenschutzmitteln mit abdriftmindernden Flachstrahldüsen

Titelblatt: des  Flyers

Bei der Spritzanwendung können Pflanzenschutzmittel durch Abdrift auf benachbarte, nicht zu behandelnde Flächen gelangen. Die Abdrift kann u. a. durch die Verwendung von abdriftmindernder Technik deutlich reduziert werden.

Demonstrationsbetriebe integrierter Pflanzenschutz (Flyer)

Deckblatt des Faltblatts zu den Demonstrationsbetrieben integrierter Pflanzenschutz

Eine wichtige Maßnahme des Nationalen Aktionsplans Pflanzenschutz (NAP) ist die "Demonstration neuer integrierter Pflanzenschutzverfahren". In diesem Zusammenhang wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) das Modellvorhaben "Demonstrationsbetriebe integrierter Pflanzenschutz“ finanziert.

Nationaler Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln

Titelseite der Broschüre Nationaler Aktionsplan Pflanzenschutz

Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ist in Deutschland umfassend und auf hohem Sicherheits- und Schutzniveau geregelt. Die wichtigsten Instrumente sind die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln und die mit ihrem Vertrieb und ihrer Anwendung verbundenen gesetzlichen Regelungen. Der von der Bundesregierung am 10. April 2013 beschlossene Nationale Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP) enthält Maßnahmen, die die bestehenden Regelungen zum Pflanzenschutz weiter unterstützen. Generelles Ziel des NAP ist die weitere Reduktion von Risiken, die durch die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln entstehen können.

Insbesondere ist die Anwendung von chemischen Pflanzenschutzmitteln auf das notwendige Maß zu begrenzen, damit unnötige Anwendungen dieser Pflanzenschutzmittel unterlassen und nichtchemische Pflanzenschutzmaßnahmen verstärkt eingesetzt werden. Im Mittelpunkt der Maßnahmen stehen die Förderung von Innovationen im Pflanzenschutz und die Weiterentwicklung der Verfahren des integrierten Pflanzenschutzes.

Weitere Publikationen

Links

Forschung

e

Wichtige Mitteilung

Bundespreis 2018 - Für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung

Jetzt Anmelden!

Aufruf zur Bewerbung zum Bundespreis 2018

Unternavigation aller Website-Bereiche