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15 Jahre Bilateraler Treuhandfonds: Langjährige Partnerschaft mit der Welternährungsorganisation

Im Kampf gegen den Hunger setzt sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) seit vielen Jahren dafür ein, die Ernährungssituation weltweit zu verbessern.

Bundesminister Schmidt und der Generaldirektor der Welternährungsorganisation (FAO), José Graziano da Silva zogen am Rande der 40. FAO-Konferenz am 4. Juli 2017 in Rom Bilanz über die mehr als 100 gemeinsamen Projekte in über 50 Ländern.

Das Recht auf angemessene Nahrung ist ein Menschenrecht

Weltweit leiden immer noch rund 792 Millionen Menschen an Hunger. Weit mehr, nämlich ca. zwei Milliarden Menschen, sind mangel- oder fehlernährt. Die FAO, der 194 Staaten und die Europäische Union angehören, setzt sich seit ihrer Gründung für einen Rückgang dieser Zahlen ein. Sie berät die Mitgliedsstaaten dabei, geeignete politische Richtlinien zur Ernährungssicherung sowie Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Landwirtschaft und eine gesicherte ausgewogene Ernährung zu schaffen. Deutschland ist in der FAO – nach den USA und Japan – drittgrößter Beitragszahler.

Vor 15 Jahren haben das BMEL und die FAO ihre Partnerschaft mit dem Bilateralen Treuhandfonds (BTF) verstärkt. Seit 2002 unterstützt das BMEL die FAO darin, ihre Funktion als Wissensorganisation zu stärken und zur Verbesserung der weltweiten Ernährungssituation beizutragen. Die FAO erhält Startkapital, um in Projekten innovative Konzepte und Strategien zur Ernährungssicherung zu entwickeln und Rahmenbedingungen zu gestalten, die die Umsetzung des Menschenrechts auf angemessene Nahrung befördern. Die bisher über 100 Projekte wurden mit einem Gesamtvolumen von mehr als 121 Millionen Euro finanziert. Der Fokus liegt auf Afghanistan, Sub-Sahara Afrika und Südostasien. Die Projekte des BTF unterstützten die beteiligten Länder dabei, das Recht auf Nahrung in deren politischer Agenda zu verankern. Auf der 40. FAO-Konferenz wurde die langjährige Partnerschaft im Rahmen des BTF mit einem gemeinsamen Side Event gewürdigt.

Übergeordnetes Ziel des BTF ist es, konkret zur Verwirklichung des Rechts auf Nahrung beizutragen. Schmidt betonte: „In ihrem Engagement die weltweite Ernährungssituation zu verbessern, hat die FAO mit meinem Haus einen wichtigen strategischen Partner in Deutschland. Die FAO, als einzigartige internationale Organisation, die das gesammelte Wissen der Agrar- und Ernährungswissenschaft der Weltgemeinschaft zur Verfügung stellt, um das Menschenrecht auf Nahrung zu verwirklichen, ist für uns auch in Zukunft Garant für eine fruchtbare Zusammenarbeit.“

„Landwirtschaft ist entscheidend im Kampf gegen den Hunger“

Bei seiner Rede vor dem Plenum der Welternährungskonferenz der FAO betonte Schmidt die Rolle der starken Landwirtschaft für die Ernährungssicherung. Die Landwirtschaft sei Teil der Lösung, um Bleibeperspektiven für Menschen in ländlichen Regionen zu eröffnen. Das BMEL unterstützt gemeinsam mit der FAO vielfältige Maßnahmen, um die Landwirtschaft produktiver und gleichzeitig verantwortungsvoller und nachhaltiger zu gestalten. Dazu gehören der gesicherte Zugang zu Land und sauberem Wasser für die Landwirtschaft. So haben die Mitgliedsstaaten der FAO 2012 freiwillige Leitlinien für die Verwaltung von Boden- und Landnutzungsrechten verabschiedet, die die Rechte der ansässigen Bevölkerungsgruppen besser schützen sollen. Auf deutsche Initiative werden dabei besonders Frauen und Mädchen berücksichtigt. Das BMEL hat die Entwicklung der Leitlinien politisch und finanziell gefördert und unterstützt auch deren Umsetzung in den Ländern.

Stand:
04.07.17

Zum Thema

Landwirtschaft stärken, Ernährung sichern - weltweit.
15 Jahre Bilateraler Treuhandfonds mit der FAO

Titelseite der Broschüre

Vor 15 Jahren wurde der Bilaterale Treuhandfonds (BTF) mit dem Ziel gegründet, durch Leuchtturmprojekte innovative Strategien zur Ernährungssicherung sowie gegen Unter- und Mangelernährung international, überregional und in Partnerländern voranzubringen.
Mit der vorliegenden Broschüre anlässlich des 15-jährigen Jubiläums des BTF starten wir eine Schriftenreihe, welche die bisherigen Erfolge, unser aktuelles Engagement sowie unsere künftigen Aufgaben vorstellen wird. Denn auch in den kommenden Jahren werden wir uns mit Nachdruck für die weltweite Umsetzung des Menschenrechts auf Nahrung einsetzen.

Welternährung Verstehen

Startbild für das Video „Welternährung Verstehen“

Die Weltbevölkerung wächst. Doch die Landwirtschaft erzeugt derzeit weltweit etwa ein Drittel mehr Kalorien, als für die Versorgung aller Menschen rechnerisch notwendig ist. Das heißt: Im Grunde gäbe es genug zu essen für alle. Trotzdem muss jeder neunte Mensch hungrig schlafen gehen. Weltweit hungern noch immer rund 800 Millionen Menschen.

zum Video: Welternährung Verstehen …

Welternährung verstehen - Fakten und Hintergründe

Titelbild der BMEL-Broschüre "Welternährung verstehen"

Die Landwirtschaft erzeugt weltweit derzeit genug Lebensmittel, um zumindest rein rechnerisch alle Menschen zu ernähren. Dennoch muss jeder neunte Mensch auf der Welt jeden Abend hungrig schlafen gehen. Und das, obwohl das Recht eines jeden Menschen auf Nahrung – und zwar in ausreichender Quantität und Qualität – ein Menschenrecht ist, das im internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (VN-Sozialpakt) völkerrechtlich verbindlich verankert ist.

English version: Understanding global food security and nutrition - Facts and backgrounds

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