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AMIS-Agrarmarktbeobachtung: G20 setzen weiterhin auf Markttransparenz

Die Staats- und Regierungschefs der G20 haben die Bedeutung von transparenten Agrarmärkten für die Ernährungssicherung unterstrichen. In der Gipfelerklärung Anfang Juli in Hamburg heißt es: "Zur Erhöhung der Transparenz globaler Lebensmittelmärkte rufen wir zu einer Stärkung des Agrarmarktinformationssystems (AMIS) und einem aktivem Engagement all seiner Mitglieder auf. Wir unterstreichen, dass eine bessere Funktionsweise der Märkte dazu beitragen kann, Schwankungen der Lebensmittelpreise zu reduzieren und die Ernährungssicherheit zu erhöhen."

Das Agrarmarktinformations-System AMIS bündelt auf Initiative der G20-Agrarminister seit 2011 Daten zu Witterung, Ernteaussichten und Preisen für die weltweit wichtigen Grundnahrungsmittel Reis, Mais, Weizen und Soja. Das Ziel: Es soll durch ein Mehr an Markttransparenz helfen, Hungerkrisen besser vorzubeugen und extreme Preisschwankungen zu verhindern. Am 27.2.2017 tagte das AMIS-Rapid-Response Forum, das politische Entscheidungsgremium von AMIS, erstmals in Deutschland. Mit in Berlin dabei: Delegationen aus 17 Ländern sowie Vertreter von sechs internationalen Organisationen.

"Amis ist eine Erfolgsgeschichte. Das Analyse-Instrument hat sich etabliert. Auch wenn noch nicht alle beteiligten Staaten umfassende Daten liefern, leistet AMIS schon jetzt einen wichtigen Beitrag, um durch politisch abgestimmte Reaktionen überschießende Marktreaktionen auf Krisen zu verhindern", sagte Friedrich Wacker, Unterabteilungsleiter im BMEL und amtierender AMIS-Vorsitzender, zum Auftakt der Sitzung.

Die AMIS-Vertreter bekräftigten in Berlin ihren Willen, das System zu einem noch präziseren Prognose-Tool weiterzuentwickeln. So soll durch gezielte Motivation einzelner Staaten zur Teilnahme die Datenbasis weiter verbessert werden. Allein das BMEL hat für Maßnahmen zur Systemverbesserung 300.000 Euro für die Jahre 2016 und 2017 bereit gestellt.

AMIS wertet nicht nur Meldungen der G20 Staaten aus, sondern auch die Daten der wichtigsten ex- und importierenden Länder. Dazu zählen Staaten wie Ägypten, Kasachstan, Nigeria, Thailand, Ukraine und Vietnam. Damit erfasst das System gut 80 Prozent des weltweiten Handels mit den wichtigsten Ernährungsgütern.

Die G20-Agrarminister hatten sich im Januar 2017 zum Auftakt der deutschen G20-Präsidentschaft in ihrer Agrarministererklärung klar zu AMIS bekannt. Sie hatten dabei insbesondere die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der "Initiative Group on Earth Observations Global Agricultural Monitoring" (GEOGLAM) hervorgehoben, die sich AMIS im Juni 2016 angeschlossen hatte. Zudem hatten sie eine aktive Teilnahme aller G20-Mitgliedsstaaten am AMIS befürwortet.

Das AMIS Sekretariat hat seinen Sitz bei der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in Rom. Monatlich wird ein Marktmonitor herausgegeben. Deutschland hatte Ende Juni 2016 erstmals den AMIS-Vorsitz übernommen. Seit Juni 2017 hat Argentinien den Vorsitz inne.

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Stand:
18.07.17

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