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Landwirtschaft ist strategisch wichtig zur Eindämmung von Flüchtlingsströmen

Die Organisation für Ernährung und Landwirtschaft der Vereinten Nationen (FAO) soll eine Führungsrolle bei der Entwicklung von Strategien zur Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel einnehmen.

Dies machte Bundesminister Christian Schmidt bei Gesprächen mit dem Generaldirektor der FAO, José Graziano da Silva, in Rom deutlich. Er sicherte der FAO zugleich hierbei Unterstützung durch sein Ministerium zu.

Schmidt traf neben dem FAO Generaldirektor in Rom mit Ertharin Cousin, Exekutivdirektorin des Welternährungsprogramms (World Food Programme, WFP), zusammen. Im Zentrum der Gespräche stand die Frage, welchen Beitrag die Landwirtschaft zur Ernährungssicherung und bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise leisten kann.
Schmidt hob in Rom die besondere Wechselwirkung von Klimawandel und Landwirtschaft sowie deren Folgen für globale Ernährungssicherung hervor.

Mit Blick auf die Flüchtlingsströme in der Welt betonte Schmidt die Komplexität der Fluchtursachen. Neben dem Klimawandel trügen, so Schmidt, politische Instabilitäten, stagnierende Wirtschaft, Hunger und Armut wesentlich dazu bei, dass die Menschen ihre Heimat verließen und sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft machten. "Die Politik der internationalen Staatengemeinschaft muss sich mit aller Kraft dafür einsetzen, den Menschen eine Bleibeperspektive in ihren Heimatländern zu verschaffen. Hierbei kann die Landwirtschaft entscheidend dazu beitragen, die Menschen buchstäblich in Lohn und Brot zu bringen und ihnen damit eine reelle Perspektive in ihrer Heimat aufzuzeigen", sagte Schmidt. Er verwies dabei auf eine Studie der Weltbank. Danach sind Investitionen in die Landwirtschaft um ein Vielfaches wirksamer als Investitionen in andere Sektoren der Volkswirtschaft, wenn es darum geht, Armut und Hunger erfolgreich zu bekämpfen.

Stand:
15.12.15

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English version: Understanding global food security and nutrition - Facts and backgrounds

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