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Schwerpunktthema 5: Bekämpfung von Unter- und Mangelernährung

Zwei afrikanische Mädchen gucken gemeinsam in ein Buch Quelle: © FAO - GCP/INT/133/GER

Trotz des Wissens um die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung für die menschliche Entwicklung, gibt es bislang nur selten ganzheitliche Ansätze, die die Qualität der Ernährung in den Mittelpunkt von Programmen und Politiken zur Ernährungssicherung stellen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unterstützt deshalb die Welternährungsorganisation (FAO) dabei, technische Zusammenarbeit in diesem Bereich anzubieten und durch Politikberatung geeignete rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen hierfür zu entwickeln.
Lesen Sie nachfolgend, mit welchen konkreten Projekten sich das Ministerium derzeit in diesem Themenfeld engagiert:

Mainstreaming Nutrition in CAADP and Agriculture Policies and Programmes in Sub-Saharan Africa
Mainstreaming von Ernährung in CAADP und anderen Agrarpolitiken und -programmen in Subsahara-Afrika

Land/Region: Sub-Sahara Afrika
Fördervolumen: 1,75 Millionen Euro
Laufzeit: August 2014 – Juli 2017
Website: www.nepad.orf

Kurzbeschreibung/Projektziele: In Subsahara-Afrika ist eine der weltweit höchsten Raten an chronischer Unterernährung (stunting), bei gleichzeitig wachsendem politischem Willen, die Ernährungsprobleme anzugehen. Das Vorhaben zielt auf einen Ausbau der Kapazitäten in Regierungen, Entwicklungspartnern sowie von NEPAD und regionalen Wirtschaftseinheiten ab, sodass langfristig Regierungen und ihre Entwicklungspartner Politiken verabschieden und Strategien implementieren, die die Ernährungswirkung und Nachhaltigkeit des Nahrungsmittel- und Landwirtschaftssektors maximieren.

Enhanced Capacities for Effective Mobilization and Use of Resources for Food Security and Nutrition
Erweiterung von Kapazitäten für eine effektive Mobilisierung und Nutzung von Ressourcen für die Ernährungssicherung

Land/Region: Ghana, Malawi
Fördervolumen: 1,93 Millionen Euro
Laufzeit: November 2014 – Februar 2018

Kurzbeschreibung/Projektziele: Regierungen von Entwicklungsländern haben aufgrund verschiedener Faktoren nicht immer die Kapazitäten, um eine optimale Allokation finanzieller Ressourcen für die Ernährungssicherung und Investitionen in die Landwirtschaft zu gewährleisten. Leitgedanke des Vorhabens ist es, in Malawi und Ghana die Kapazitäten staatlicher und nicht-staatlicher Akteure für eine effektive Mobilisierung und Nutzung von Ressourcen für die Ernährungssicherung zu stärken, indem die Überarbeitung und Durchführung nationaler landwirtschaftlicher Investitionspläne unterstützt wird.

Monitoring and Analysing Food and Agricultural Policies II (MAFAP II)
Monitoring und Analyse von Agrarpolitiken (MAFAP II)

Land/Region: Ghana, Senegal
Fördervolumen: 1,8 Millionen Euro
Laufzeit: Mai 2015 – April 2018

Kurzbeschreibung/Projektziele: Gemeinsame übergreifende Zielsetzung ist es, förderliche Ramenbedingungen für die landwirtschaftliche Entwicklung und Ernährungsssicherung zu schaffen. Die FAO hat eine zweite Phase der multidoor Monitoring and Analysing Food and Agricultural Policies Initiative (MAFAP) initiiert. In der ersten Phase wurden in Kooperation mit dem Coprehensive Africa Agriculture Development Programme (CAADP) Instrumente und Indikatoren entwickelt, die es erlauben, die Preisentwicklung landwirtschaftlicher Produkte und die Staatsausgaben für den Sektor zu monitoren. In dieser zweiten Phase sollen zu den bisherigen 10 Ländern weitere 8 Länder unterstützt werden, diese Instrumente einzusetzen. Die Finanzierung des BMEL wird für die Unterstützung von Ghana und Senegal gesucht.

Pastoralist Knowledge Hub. Part 1: Support to pastoralists in advocacy and policy matters
Wissensplattform für Pastoralisten. Teil 1: Unterstützung der Interessensvertretung und Gestaltung von Politiken für Pastoralisten

Land/Region: überregional
Fördervolumen: 0,63 Millionen Euro
Laufzeit: September 2014 – Januar 2016

Kurzbeschreibung/Projektziele: Die Schaffung eines Internetportals für Pastoralisten als Hub für anhaltenden Austausch und die Entwicklung von Ideen soll eine stärkere Beteiligung pastoraler Gruppen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene ermöglichen. Auf diese Weise sollen bessere Politiken, Gesetzgebungen und Programme für die nomadische und halbnomadische Viehhaltung einen Beitrag zur Hungerbekämpfung zu leisten. Der Hub wird in Rom bei der FAO verwaltet und mit dem Input von der lokalen Zivilgesellschaft, INGOs und anderen pastoral-relevanten Organisationen als Plattform zum Wissensaustausch und zur Interaktion zwischen Pastoralisten-Organisationen dienen.

Pastoralist Knowledge Hub, Part II: Field Phase
Wissensplatform für Pastoralisten (Teil 2: Feldphase)

Land/Region: global
Fördervolumen: 0,86 Millionen Euro
Laufzeit: August 2015 – Februar 2018

Kurzbeschreibung/Projektziele: Bei dem Pastoralist Knowledge Hub handelt es sich um ein Wissensportal, auf dem Informationen gesammelt, aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden. Zielgruppen sind dabei in erster Linie pastorale Interessensvertretungen wie Verbände, Organisationen und Netzwerke. Aber es soll auch helfen, die ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistungen der Lebens- und Wirtschaftsweise der nomadischen oder halbnomadischen Viehhalter darzustellen und so der Politik deren Bedeutung und Nutzen bei der Produktion von Nahrungsmitteln und dem Schutz der Umwelt nahezubringen. Es soll darüber hinaus die Einbeziehung in nationale, regionale und globale Politiken verbessert werden. Projektziel ist es, nach dem Aufbau des Wissensportals für Pastoralisten in der ersten Phase, dieses mit Informationen zu befüllen, nachhaltige Anpassungs- und Lebensstrategien aufzuzeigen und verschiedene Akteure in einen fachlichen Austausch einzubinden sowie deren politische Teilhabe zu fördern.

Improving the Resilience and Nutrition of vulnerable people in Mali
Verbesserung von Resilienz und Ernährung von benachteiligten Bevölkerungsgruppen in Mali

Land/Region: Mali
Fördervolumen: 1,6 Millionen Euro
Laufzeit: Dezember 2014 – Oktober 2017

Kurzbeschreibung/Projektziele: Aufgrund der unsicheren politischen Lage im Norden Malis haben viele Bauern ihre Lebensgrundlage verloren und sind in andere Regionen abgewandert, wo die Migration die bereits vorhandene Knappheit der Ressourcen verschärft. Zielsetzung des Vorhabens ist, die Ernährungssicherung von besonders benachteiligten Bevölkerungsgruppen der Mopti Region in Mali zu erhöhen und ihrer Anfälligkeit gegenüber Krisen und Katastrophen zu mindern. Zu diesem Zweck sollen Wissen und Einkommen der Haushalte erhöht werden und die lokale Landwirtschaft und der Konsum von Lebensmitteln diversifiziert werden.

Restoring Fisheries Livelihoods in Coastal Regions severely affected by Typhoon Haiyan
Verbesserung der Lebensgrundlage von Fischern in stark vom Taifun Haiyan betroffenen Küstenregionen


Land/Region: Philippinen
Fördervolumen: 0,96 Millionen Euro
Laufzeit: September 2014 – November 2015

Kurzbeschreibung/Projektziele: Nach dem Wirbelsturm der Stufe 5 auf den Philippinen am 8. November 2013 ist der Fischereisektor in bestimmten Gebieten schwer beschädigt. Dadurch ist der Lebensunterhalt von Fischerfamilien und auch die Ernährungssicherung in den Küstengebieten in Gefahr, da Fisch zu den am meisten konsumierten Nahrungsmitteln in der Bevölkerung zählt. Durch das Vorhaben soll komplementär zu den Maßnahmen der Regierung und internationaler Geldgeber ein Fokus auf die Wertschöpfungskette nach dem Fang gelegt werden. Unter anderem sollen Trainings zu Nachernte und Verarbeitung z.B. zu Hygiene und Kühlung unterstützt uns durchgeführt werden. Zusätzlich soll trainiert werden, auf See Sicherheitsprotokolle, Überlebenstechniken und Erste Hilfe anzuwenden. Ein weiterer Block zielt auf die Ausbildung von Verwaltung und Behörden zu modernen Methoden des Community Based Fisheries Management ab. Hierdurch soll auch die Resilienz der Fischereigemeinden gegenüber ähnlichen Bedrohungen in der Zukunft gestärkt werden.

Improving the dietary intakes and nutritional status of infants and young children through improved food security and complementary feeding counselling

Land/Region: überregional (Malawi, Kambodscha)
Fördervolumen: 2,1 Millionen Euro
Laufzeit: November 2010 - Januar 2016
http://www.fao.org/ag/humannutrition/nutritioneducation/70106/en/

Kurzbeschreibung/Projektziele: Dieses angewandte Forschungsvorhaben zielt auf eine wissenschaftliche Fundierung der von der FAO und anderen Organisationen geförderten Ernährungsinterventionen für Kleinkinder auf Basis von lokal vorhandenen Nahrungsmitteln. Dabei werden Mütter angeleitet, lokal verfügbare Nahrungsmittel richtig zur Ernährung ihrer Kinder einzusetzen.

Professional training in nutrition education and communication for strengthening national capacity in nutrition behaviour change

Land/Region: überregional
Fördervolumen: 1,2 Millionen Euro
Laufzeit: Januar 2012 - Dezember 2015
http://www.fao.org/ag/humannutrition/nutritioneducation/69725/en/

Kurzbeschreibung/Projektziele: Ziel des Projektes ist es, Ausbildungsmöglichkeiten zu schaffen, um Menschen anzuleiten, sich ausgewogener und somit insgesamt besser ernähren zu können und Unter- und Fehlernährung zu verringern. Dabei soll durch das Projekt zunächst mit einem Basiszertifikat in "Nutrition Education and Communication (NEAC)" ein Fundament gelegt werden, das Best Practices von NEAC-Trainings aufnimmt und der lokalen Nachfrage gerecht wird. Die Materialien sollen online genutzt werden können. Zielgruppe sind Multiplikatoren, wie z. B. Studenten, Erzieher, Hebammen oder Agrarfachleute.

Land/Region: Afrika (Sub-Sahara-Afrika)
Fördervolumen: 0,87 Millionen Euro
Laufzeit: Januar 2014 - Juni 2016

Kurzbeschreibung/Projektziele: Das Neuvorhaben soll das laufende Projekt ergänzen und das frankophone Afrika südlich der Sahara abdecken und dabei auf die entwickelten ENACT (Education for Effective Nutrition in Action)-Materialien und -Erfahrungen zurückgreifen.

Strengthening the Role of Women in Agriculture Development for Improved Household Food Security and Nutrition

Land/Region: Afghanistan
Fördervolumen: 1,67 Millionen Euro
Laufzeit: Dezember 2011 - September 2015

Kurzbeschreibung/Projektziele: Ziel des Vorhabens ist die Stärkung und der Ausbau des "Women Extensions Service Departments (WES)" des afghanischen Landwirtschaftsministeriums. Es soll eine nationale Strategie erarbeitet werden, die neben der Produktionsberatung und der Propagierung von Einkommensmöglichkeiten einen Beratungsansatz vorsieht, der auf die spezifischen Bedürfnisse und Potentiale von Frauen eingeht. Eine weitere Komponente des Projektes ist die Ausdehnung des Wirkungsfeldes von den ländlichen Räumen auf städtische und stadtnahe Lagen.

Stand:
07.01.16

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Die Landwirtschaft erzeugt weltweit derzeit genug Lebensmittel, um zumindest rein rechnerisch alle Menschen zu ernähren. Dennoch muss jeder neunte Mensch auf der Welt jeden Abend hungrig schlafen gehen. Und das, obwohl das Recht eines jeden Menschen auf Nahrung – und zwar in ausreichender Quantität und Qualität – ein Menschenrecht ist, das im internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (VN-Sozialpakt) völkerrechtlich verbindlich verankert ist.

English version: Understanding global food security and nutrition - Facts and backgrounds

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