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Welternährung im Blick: Treffen der G7-Agrarminister in Japan

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat in Niigata in Japan seine Amtskollegen der G7-Staaten getroffen. Im Fokus des zweitägigen Agrarministertreffens am 23. und 24. April 2016 stand die Sicherung der Welternährung.

"Ich freue mich, dass Japan mit dem Agrarministertreffen Fragen nach der weltweiten Ernährungssicherung auch auf der G7 Agenda einen angemessenen Platz einräumt. Damit setzen wir ein starkes Signal an die Weltgemeinschaft: die Agrarpolitik spielt eine Schlüsselrolle im Kampf gegen Hunger", hatte Bundesminister Schmidt im Vorfeld des Treffens betont. Nach den Worten des Ministers trägt die Entwicklung der Landwirtschaft zur Sicherung der Ernährung und damit zur Stabilisierung der Welt bei. "Die meisten Menschen in den von Armut und Hunger betroffenen Krisenregionen leben auf dem Land. Soziale Verwerfungen, politische Unruhen und gewaltsame Konflikte entstehen unter anderem dadurch, weil es weder Lebensperspektiven noch Zugang zu lebensnotwendigen Ressourcen wie Wasser und Nahrung gibt. Insbesondere die Verknappung der Ressource Wasser stellt die Landwirtschaft vor Herausforderungen, die es gemeinsam zu lösen gilt", sagte Schmidt.

Bei ihrem Gipfeltreffen im Juni 2015 in Elmau hatten die Staats- und Regierungschefs der G7 erklärt, anzustreben, 500 Millionen Menschen in Entwicklungsländern bis 2030 von Hunger und Mangelernährung zu befreien - als Beitrag zur Post-2015-Agenda für nachhaltige Entwicklung. Dabei spielt die Agrarpolitik eine Schlüsselrolle. Das Agrarministertreffen in Niigata sollte dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen.

So ging es bei dem Treffen in Japan unter anderem um Fragen der Nachhaltigkeit in Fischerei, Land- und Forstwirtschaft. Welche Maßnahmen sind nötig, um die nachhaltige Lebensmittelproduktion zu verbessern? Was kann man tun, um Nahrungsmittelverluste und –verschwendung zu reduzieren? Wie lassen sich ländliche Räume beleben und die Situation der Landwirte verbessern? Wie ernähren wir unsere wachsenden Städte? Letzteres hatte auch beim jüngsten "GFFA - Die Berliner Welternährungskonferenz" im Januar 2016 angesichts des weltweit zu beobachtenden Trends der Urbanisierung im Mittelpunkt des Interesses der Konferenzteilnehmer gestanden. Nicht zuletzt ging es in Japan um die Frage: Wie kann man die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen verbessern? So beschäftigen sich die G7-Landwirtschaftsminister wie auch die Gesundheitsminister unter anderem mit der Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen.

Hintergrund

Das Agrarministertreffen in Niigata ist das zweite Treffen der Agrarminister im Kreis der G7. Japan hat die G7-Präsidentschaft 2016 turnusgemäß von Deutschland übernommen und wird den Gipfel der Staats- und Regierungschefs Ende Mai ausrichten. Nach dem Außenministertreffen am 10. und 11. April in Hiroshima findet das Agrarministertreffen zeitlich als zweites der von Japan vorgesehenen Ministertreffen statt. Mit dem Treffen der Agrarminister knüpft Japan an seine G8-Präsidentschaft von 2008 an, auf deren Beschluss das erste G8-Agrarministertreffen 2009 im italienischen Treviso stattgefunden hatte.

Stand:
25.04.16

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