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OECD-Agrarministerkonferenz tagte in Paris

Welche agrarpolitischen Schritte sind nötig, um Herausforderungen mit Blick auf die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung zu meistern? Darum ging es bei der Agrarministerkonferenz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am 7. und 8. April in Paris.

"Eine bessere Politik für ein leistungsfähiges, nachhaltiges und widerstandsfähiges globales Ernährungssystem" – unter dieser Überschrift hatte der OECD-Generalsekretär Angel Gurrià die Minister für Landwirtschaft aus den 34 OECD-Ländern sowie aus zahlreichen mit der OECD partnerschaftlich verbunden Schwellenländern nach Paris eingeladen. Ziel war es, vereint Ansätze für eine zukunftsfähige Agrarpolitik zu entwickeln, um produktive, nachhaltige und widerstandsfähige globale Strukturen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu schaffen. Der Grund: Die wachsende Weltbevölkerung und zunehmende Wohlstandsentwicklung befeuern die weltweite Nachfrage nach Agrarprodukten. Zugleich beeinflussen sich Klimawandel und landwirtschaftliche Produktion wechselseitig. Nicht zuletzt steigt der Wettbewerb um knappe Ressourcen wie insbesondere Wasser.

Die Konferenz endete mit einer gemeinsamen Abschlusserklärung. In dieser verständigten sich 46 Konferenzteilnehmer mit Blick auf die künfige Agrarpolitik einstimmig auf gemeinsame Ziele; sie sprachen sich für allgemeine Prinzipien sowie deren Lösungsansätze aus.

Die OECD-Agrarministerkonferenz bekennt sich danach

  • zur Förderung von öffentlichen und privaten Investitionen,
  • zur Unterstützung eines besser funktionierenden multilateralen Handelssystems
  • zur Beachtung der Grundsätze für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln,
  • zur Förderung von Innovationen, vor allem ressourcenschonender Produktionstechniken und
  • zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit der Landwirte gegenüber Risiken.

Entschlossenheit zum Handeln

Bundesminister Christian Schmidt hatte bereits im Vorfeld der Konferenz betont: "Ernährung sichern, Ressourcen schonen, Klima schützen – das sind die großen Herausforderungen unserer Zeit. Wir brauchen eine nachhaltige, widerstandsfähige und effiziente Landwirtschaft, die gleichzeitig den Erhalt unserer natürlichen Ressourcen berücksichtigt." Die OECD-Agrarminister sollen nach den Worten Schmidts global Verantwortung übernehmen: Für eine wachsende Bevölkerung sowie für den Klimaschutz. Die Konferenz in Paris unterstreiche als Teil einer Folge hochrangiger, internationaler, agrarpolitischer Treffen die Entschlossenheit zum Handeln.

Parlamentarischer Staatssekretär Peter Bleser bei der OECD-Agrarministerkonferenz 2016 Der Parlamentarischer Staatssekretär Peter Bleser (2. Reihe 3.v.r.) saß einer von insgesamt fünf Arbeitsgruppen vor, die im Rahmen der OECD-Agrarministerkonferenz Schwerpunktthemen diskutierten., Quelle: BMEL

Der für Deutschland nach Paris gereiste Parlamentarische Staatssekretär beim Bundeslandwirtschaftsminister, Peter Bleser, unterstrich: "Trotz der aktuell kritischen Situation auf den landwirtschaftlichen Märkten dürfen und sollen wir unser langfristiges Ziel nicht aus den Augen verlieren: Die wachsende Weltbevölkerung muss mit ausreichender und gesunder Nahrung versorgt werden. Eine nachhaltige Agrar- und Ernährungswirtschaft ist hierfür die Grundlage. Gleichzeitig leistet sie einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, denn die Landwirtschaft ist nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung."
Bleser saß in Paris einer von insgesamt fünf Arbeitsgruppen vor, die im Rahmen der Konferenz Schwerpunktthemen diskutieren.

Nach der letzten der OECD-Agrarministerkonferenz im Jahr 2010 wurde die WTO aufgefordert, einen Beschluss über die Aufhebung von Exporterstattungen zu fassen, um Agrarmärkte durch solche Subventionen nicht zu stören. Inzwischen wurde dieses Ziel erreicht.

Stand:
15.04.16

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