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Politik gegen Hunger 2016 - Ackern für gute Ernährung

Vom 22. bis 24. Juni hat das Bundesministerium zum 12. Mal zur internationalen Konferenz "Politik gegen Hunger" nach Berlin geladen. Im Fokus steht 2016 die Frage: Welche politischen Weichenstellungen sind nötig, damit sich weltweit alle Menschen angemessen, ausreichend und gesund ernähren können?

"Ackern für gute Ernährung: Welche Nahrungsmittelsysteme brauchen wir?" – so ist die Konferenz überschrieben, zu der sich rund 250 Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus dem In- und Ausland angemeldet haben. Hintergrund sind Beschlüsse der zweiten internationalen Ernährungskonferenz (ICN2) vom November 2014. Neben der so genannten Rom-Deklaration für Ernährung, verabschiedete ICN2 einen weltweiten Aktionsplan.

Diese Ergebnisse gilt es umzusetzen und die Vision einer Welt, in der sich jeder Mensch angemessen, ausreichend und gesund ernähren kann, Wirklichkeit werden zu lassen. Wie sieht der Weg dorthin aus? Welche Herausforderungen gibt es? "Politik gegen Hunger" setzt 2016 folgende vier Schwerpunkte:

  • Diversifizierung:
    Reis, Mais und Weizen sind weltweit die wichtigsten Grundnahrungsmittel. Doch für eine ausgewogene Ernährung braucht es auch Gemüse und Obst, Hülsenfrüchten, Öle und tierische Lebensmittel. Wie lässt sich die Angebotsvielfalt vergrößern? Was ist zu tun, damit ein so diversifiziertes Angebot auch tatsächlich konsumiert wird und den Ernährungszustand der Bevölkerung verbessert?
  • Verarbeitung:
    Lebensmittel sollen möglichst einfach zubereitet werden können und lange haltbar sein, ohne die Zusammensetzung ihrer Nährstoffe negativ zu verändern. Welche Herausforderungen entstehen durch diese Ansprüche bei der Verarbeitung insbesondere in Entwicklungsländern? Wie lässt sich daheim aber auch in der Außer-Haus-Verpflegung ein ernährungsphysiologisch hochwertiges und bezahlbares Angebot ermöglichen? Welche Rolle spielt die zunehmende Urbanisierung?
  • Frauen Empowerment:
    Gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern ist der Großteil der in der Landwirtschaft Beschäftigten weiblich. Zugleich sind in der Regel Frauen für die Ernährung der Kinder und der Familie verantwortlich; ihre Arbeitslast ist sehr hoch, oft kommt die eigene Ernährung dabei zu kurz. Gesellschaftliche Veränderungen brauchen viel Zeit. Welche Wege gibt es dennoch, bereits hier und heute die Frauen in ihren Rollen zu stärken und so für eine bessere Ernährung aller zu sorgen?
  • Ernährungsbildung:
    Für eine ausgewogene Ernährung sind Ernährungswissen und –kompetenzen über die vorhandenen Lebensmittel, ihre Produktion, Lagerung, Verarbeitung und Zubereitung unabdingbar. Dies gilt für Produzenten und Konsumenten. Wie muss Ernährungsbildung gestaltet sein, damit das vermittelte Wissen auch tatsächlich im Alltag genutzt wird?

"Politik gegen Hunger 2016" will Wege aufzeigen, wie diese vier Komponenten zusammen zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen und sich in der Praxis realisieren lassen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.policies-against-hunger.de

Pressemitteilung zum Konferenzauftakt:

Stand:
23.06.16

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Welternährung Verstehen

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Die Landwirtschaft erzeugt weltweit derzeit genug Lebensmittel, um zumindest rein rechnerisch alle Menschen zu ernähren. Dennoch muss jeder neunte Mensch auf der Welt jeden Abend hungrig schlafen gehen. Und das, obwohl das Recht eines jeden Menschen auf Nahrung – und zwar in ausreichender Quantität und Qualität – ein Menschenrecht ist, das im internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (VN-Sozialpakt) völkerrechtlich verbindlich verankert ist.

English version: Understanding global food security and nutrition - Facts and backgrounds

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