BMEL

Service

Logo des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - zur Startseite

Bleser auf Bauerntag des DBB: Agrarpolitik lässt die Landwirte nicht allein

Vor dem Hintergrund der anhaltend schwierigen Marktlage hat der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Peter Bleser beim Bauerntag des Deutschen Bauernbundes (DBB) den Landwirten weitere Unterstützung seitens der Politik in Aussicht gestellt.

Das BMEL nehme die Sorgen der Bäuerinnen und Bauern um ihre wirtschaftliche Zukunft sehr ernst, betonte der Staatssekretär beim DBB-Bauerntag am 15. März in Potsdam. Grundlinie der Agrarpolitik der Bundesregierung sei es dort, wo es möglich ist, für verlässliche Rahmenbedingungen zu sorgen und zu unterstützen, wo dies nötig, aber auch machbar sei. Das Ministerium habe sich national wie auf europäischer Ebene bemüht, Lösungen für eine kurzfristige Entspannung der Einkommenslage zu finden. Derzeit setzt sich Deutschland für eine Neuauflage des EU-Hilfspakets im Jahr 2016 ein. Zuletzt hatte die EU-Kommission unter anderem auf Drängen Deutschlands im September 2015 ein 500 Millionen Euro schweres Maßnahmenpaket vorgelegt.

Spagat zwischen Markt und Gesellschaft

Bleser betonte, bei allen unterstützenden Maßnahmen gelte es am Kurs der Marktorientierung der Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) festzuhalten. Genau wie bei der schweren Weltwirtschaftskrise 2008 sei es auch jetzt klug, die Fundamentaldaten wie eine wachsende Weltbevölkerung, die hohe Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Ernährungswirtschaft nicht aus dem Auge zu verlieren. Sobald die rückläufigen Märkte, die durch internationale Krisen und den niedrigen Ölpreis zur Zeit gestört seien, sich wieder erholten, sollten die deutschen Agrarwirtschaft in der Lage sein, die Marktchancen wieder zu nutzen. Die Parallelen zur Krise in 2008 seien offensichtlich womit gleichzeitig die Zuversicht wachse, dass auch diese Marktkrise in absehbarer Zeit ein Ende finden werde.Eine erneute schwerfällige und unflexibel staatliche Mengenregulierung sei kurzfristig nicht umsetzbar, faktisch nicht preiswirksam und würde die Wettbewerbsfähigkeit schwächen.

In seiner Rede ging Bleser auf den Spagat zwischen Markt und Gesellschaft ein, den die Deutsche Agrarpolitik zu leisten habe. Angesichts der sich wandelnden gesellschaftlichen Erwartungen an die Landwirtschaft sei es Aufgabe der Politik, die Landwirte nicht allein zu lassen, sondern zwischen den auseinanderdriftenden Positionen zu vermitteln, gegenseitiges Verständnis zu schaffen und Landwirte bei diesem Brückenschlag zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund habe das Ministerium den Grünbuch Prozess gestartet.

Bleser würdigte die Agrar-und Ernährungswirtschaft mit ihren rund 4,5 Millionen Beschäftigten als zentrale Branche der Volkswirtschaft. Sie stellt jeden 9. Arbeitsplatz und trägt rund sechs Prozent zur Bruttowertschöpfung im Land bei. Dass die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft im europäischen und internationalen Markt gut aufgestellt ist, liegt nach Ansicht Blesers nicht zuletzt daran, dass sie ihre Stärken zu nutzen weiß.

Der Deutsche Bauernbund (DBB) zählt derzeit rund 1500 Mitglieder, wobei der Schwerpunkt in den Bundesländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt liegt. Zum diesjährigen DBB-Bauerntag wurde u.a. auch Dr. Carl Christian Buhr, Mitglied im Kabinett von EU Agrarkommissar Phil Hogan als Redner erwartet.

Stand:
15.03.16

Zum Thema

Novelle der Düngeverordnung: Düngen nach guter fachlicher Praxis

Feld mit Zuckerrüben in Mulchsaat angebaut

Pflanzen benötigen Nährstoffe in einem "ausgewogenen" Verhältnis, damit sie optimal wachsen. Eine Düngung nach guter fachlicher Praxis versorgt Pflanzen mit notwendigen Pflanzennährstoffen und erhält und fördert die Bodenfruchtbarkeit. Derzeit wird eine Änderung des nationalen Düngerechts vorgenommen, um es an neue fachliche Erfordernisse zur Verbesserung der Wirksamkeit der Düngung und Verringerung von Umweltbelastungen anzupassen.

mehr: Novelle der Düngeverordnung: Düngen nach guter fachlicher Praxis …

Digitalisierung in der Landwirtschaft: Chancen und Risiken

Interfaces, Apps und Screens in einem Traktor

Die Rahmenbedingungen des "Digital Farmings" mitzugestalten, hat sich das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) zur Aufgabe gemacht – Leitfrage ist dabei: Welche Folgen hat die digitale Transformation für die Landwirtschaft und die Agrarbranche und wie können Landwirte, Umwelt und Verbraucher gleichermaßen einen Nutzen aus den neuen Möglichkeiten ziehen?

mehr: Digitalisierung in der Landwirtschaft: Chancen und Risiken …

Bundesminister Schmidt: Wir brauchen ein Nachhaltigkeitsbündnis zwischen den Marktteilnehmern

Bundesminister Christian Schmidt auf einem Feld vor einem Traktor bei der Heuernte

Namensbeitrag von Bundesminister Christian Schmidt

Mit ihrer Arbeit sorgen unsere Landwirte für hochwertige, gesunde und bezahlbare Lebensmittel, sichern intakte Wälder und Kulturlandschaften, gestalten vitale Lebensräume und liefern Rohstoffe für Energie.

mehr: Bundesminister Schmidt: Wir brauchen ein Nachhaltigkeitsbündnis zwischen den Marktteilnehmern …

Geoinformation & Fernerkundung

Satellit und Erde

Wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft vom jeweiligen Standort des Wirtschaftens abhängig. Aus der Kombination der verschiedenen, natürlichen Standortfaktoren Klima, Boden und Relief ergibt sich für jeden Standort ein individuelles Portfolio aus Ertragspotenzialen.

mehr: Geoinformation & Fernerkundung …

Reden

Veranstaltungen

Publikationen

Landwirtschaft verstehen - Fakten und Hintergründe

Titelbild der BMEL-Broschüre "Landwirtschaft verstehen"

Wer sind unsere Landwirte? Wie arbeiten sie - und warum arbeiten sie so? Wie wird unser Getreide angebaut, wie werden unsere Kühe, Schweine und Hühner gehalten? Diese Publikation geht all diesen Fragen nach. Eine Sammlung von Fakten und Hintergründen stellt die Arbeitsweise der modernen Landwirtschaft für ein breites Publikum anschaulich dar, ohne dabei schwierige Themen auszuklammern.

English version: Understanding Farming - Facts and figures about German farming

Entdecke das Land - Die kleine Landfibel

Cover der Broschüre "Entdecke das Land - Die kleine Landfibel"

Obwohl wir jeden Tag die Produkte der Landwirtschaft genießen - die frische Milch, einen knackigen Salat oder einen Gemüseauflauf - kommen gerade Menschen, die in Städten leben, viel zu selten mit der Landwirtschaft in Berührung. Dabei wird 45 Prozent der Fläche in Deutschland landwirtschaftlich genutzt, in rund 300.000 landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten nahezu eine Millionen Menschen.

Gemeinsame Agrarpolitik der EU - 2014 bis 2020

Titelseite des Flyers 'Gemeinsame Agrarpolitik der EU - 2014 bis 2020'

Neuer Flyer des BMEL mit Infos zur Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP): Planungssicherheit für eine nachhaltige Landwirtschaft und Perspektiven für lebenswerte ländliche Regionen

Videos

Presse

Links

Schlagworte

e

Wichtige Mitteilung

Bundespreis 2018 - Für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung

Jetzt Anmelden!

Aufruf zur Bewerbung zum Bundespreis 2018

Unternavigation aller Website-Bereiche