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Bundesminister Schmidt auf dem Bauerntag 2017 am Rednerpult vor einer Leinwand Bundesminister Schmidt auf dem Bauerntag 2017, Quelle: BMEL

Schmidt beim #Bauerntag 2017: Landwirtschaft und Tierhaltung in Deutschland haben Zukunft

"Die Landwirtschaft in Deutschland hat Zukunft!", so die Botschaft von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am 29. Juni beim Deutschen Bauerntag 2017.

Er schickte ein deutliches Dankeschön an alle Landwirtinnen und Landwirte im Land.

Schmidt hob deren tägliches Arbeiten für gesunde und sichere Lebensmittel für eine wachsende Weltbevölkerung sowie die steigende Nachfrage nach deutschen Agrarprodukten hervor. Dies belegen auch die guten Exportzahlen in der Land- und Ernährungswirtschaft mit einem Anstieg von 5,6 Prozent im zweiten Quartal 2017. Die verstärkte Exportförderung des Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) wirke, so Schmidt in seiner Rede.

Blick zurück: Konstruktive Arbeit

Im Rückblick auf die Milchkrise verwies Schmidt auf die versprochene Soforthilfe: So wurden fast 600 Millionen Euro bereitgestellt, um Betriebe zu unterstützen. Allerdings forderte Schmidt nach wie vor Strukturänderungen der Branche und ein modernes Milchmengen-Management: "Wir haben die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen, um die Erzeuger zu stärken. Jetzt müssen Sie das auch nutzen!"

Damit das Leben und Arbeiten auf dem Land attraktiv bleibt, stelle das BMEL zusätzliche Mittel bereit: Das sind 765 Millionen Euro in diesem Jahr für die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes", zusätzlich 55 Millionen Bundesmittel für das neue Programm Ländliche Entwicklung (BULE) sowie 29 Millionen für Forschungsprojekte im Bereich Digitalisierung und Big Data.


"Ich will Glasfaser bis an Haus und Hof und zu jedem Funkmast, damit alle Menschen auf dem Land die neuen Leistungspotentiale der nächsten Mobilfunk-Generation schnell nutzen können."

Bundesminister Schmidt

Im Bereich Ernährung solle jeder die freie Wahl haben und gut informiert sein, daher wurden das Bundeszentrum für Ernährung und das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft geschaffen. Aufklärung, Information, Ernährungsbildung und mehr Wertschätzung von Lebensmitteln seien Schwerpunkte seiner Politik: "Wer sich gut und gesund ernähren will, muss wissen, wo die Nahrungsmittel herkommen."

Blick nach vorne: Perspektiven für die Landwirtschaft

Angesichts der schwankenden Preisen bekannte sich Schmidt zu einer starken, finanziell gut ausgestatteten Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP), die auf zwei soliden Säulen stehen müsse – damit Landwirte auch weiterhin langfristig planen und wirtschaften können. Die hohen Standards beim Verbraucher-, Klima-, Umwelt- und Tierschutz der deutschen Landwirte müssten honoriert werden.


Der Agrarhaushalt ist kein Steinbruch und darf nicht verwendet werden, um nach dem Brexit Finanzierungslücken in anderen Politikbereichen zu stopfen!

Bundesminister Schmidt

"Wir wollen eine Landwirtschaft, die leistungsstark, lebensnah und lukrativ ist! Verbraucher sind heutzutage weltweit bereit, für Qualität und für Regionalität Geld auszugeben. Seien Sie kreativ, besetzen Sie auch Nischen, unterscheiden Sie sich von anderen!" Hier liegen die Chancen und Perspektiven für die bäuerlichen Betriebe.

Gesellschaftliche Ansprüche: Tierwohl und Nutztierhaltungsstrategie

Zwischen dem Wunsch von 87 Prozent der deutschen Verbraucher nach besseren Standards in der Tierhaltung und dem Schnäppchenpreis von 1,99 Euro für 600 Gramm Nackensteak liegt eine Diskrepanz. Darauf gäbe es zwei Antworten, betonte Schmidt:

  • Das staatliche Tierwohllabel, um "eine Stimmung in bewusste Kaufentscheidungen umzuwandeln! Denn: Mehr Tierwohl gibt es nicht zum Nulltarif!"
  • Die zum Bauerntag 2017 vorgestellte Nutztierhaltungsstrategie, um zukunftsfähige und nachhaltige Nutztierhaltung in Deutschland zu erhalten, Tierwohl zu erhöhen und den Landwirten Verlässlichkeit, Investitions- und Planungssicherheit zu geben.

Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass Deutschland Trendsetter beim Tierwohl wird!

Bundesminister Schmidt

Richtige Weichenstellung

"Mit unserer Politik haben wir ganz offensichtlich die richtigen Weichen gestellt: Ich freue mich, dass sich die Zahl der Hofaufgaben deutlich verlangsamt hat – trotz schwieriger Milch- und Getreidepreise", sagte Schmidt. Er weist dabei auch auf den auf sechs Millionen Euro angewachsenen Haushaltsetat des BMEL, die Hofübergabe von Junglandwirten ohne Erbschaftssteuer und den weiterhin privilegierten Bau modernen Ställe im Außenbereich.

Laut Konjunkturbarometer Agrar wollen 33 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe wieder investieren. Zehn Prozent mehr als noch im letzten Jahr, so Schmidt und sicherte den Landwirten zu: "Wir stehen an Ihrer Seite!"

Bauerntag 2017

Der diesjährige Bauerntag des Deutschen Bauernverbands (DBV) am 28. und 29. Juni in Berlin stand unter dem Motto „Gemeinsam Zukunft gestalten“. Mit Blick auf das Wahljahr 2017 waren die Positionierungen der Parteien zur Europa-, Wirtschafts- und Agrarpolitik für Schwerpunktthemen der beiden Tage. Neben Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Bundesminister Christian Schmidt hatte sich von Seiten der Politik unter anderem auch Günther Oettinger, Kommissar der Europäischen Union für Haushalt und Personal, in einer Rede an die Teilnehmer des Deutschen Bauerntags gewandt.
In den Kreis- und Landesbauernverbänden sind dem DBV zufolge rund 90 Prozent der 300.000 Bäuerinnen und Bauern in Deutschland Mitglied. Der Deutsche Bauerntag findet jährlich in einem anderen Bundesland statt.

Stand:
29.06.17

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