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Digital Gipfel der Bundesregierung: Digitale Landwirtschaft – wie werden unsere Lebensmittel künftig erzeugt?

Auf dem Digital Gipfel am 12. Juni 2017 in Ludwigshafen zeigt sich: Die digitale Zukunft in der Landwirtschaft hat längst begonnen. Selbstfahrende Traktoren auf dem Feld sind weiter verbreitet als selbstfahrende Autos im Straßenverkehr - und doch besteht Handlungsbedarf.

Staatssekretär Bleser hält eine Rede, in der Hand ein Mikrofon Parlamentarischer Staatssekretär Bleser auf dem Digital Gipfel am 12. Juni 2017 in Ludwigshafen, Quelle: BMEL

Landwirte nutzen heute schon Melksysteme und Geräte mit Sensoren in ihrem Arbeitsalltag, bei denen Inhaltstoffe der Milch oder Gesundheitszustand der Kühe analysiert und direkt gemeldet werden. Stallroboter halten Ställe rund um die Uhr sauber und Satelliten informieren über Bodenfeuchte oder den Zustand der Pflanzen. Sensoren an Traktoren dosieren Dünger- oder Pflanzenschutzmittelmenge präzise ausgerichtet am Bedarf der jeweiligen Pflanzen und vermeiden so Überschüsse.

Von wegen rückständig: Bedeutung der Digitalisierung in der Landwirtschaft

Die Bedeutung der Digitalisierung der Landwirtschaft ist groß und wird weiter zunehmen. Der parlamentarische Staatssekretär beim Bundeslandwirtschaftsministerium, Peter Bleser sieht klare Vorteile: "Die Digitalisierung ermöglicht den sparsameren Ressourceneinsatz bei der Nahrungsmittelproduktion, kann das Tierwohl verbessern und vereinfacht die Arbeitsabläufe für Bäuerinnen und Bauern. Sowohl bei der Erzeugung von Pflanzen als auch bei der Tierhaltung bietet sie zahlreiche Möglichkeiten die Umwelt zu schonen, die Tiere gesund zu halten oder körperlich belastende Tätigkeiten zu erleichtern."

Insbesondere die Nutzung der Daten durch die vor- und nachgelagerten Sektoren – wie die Dünge- und Pflanzenschutzmittelindustrie oder der Lebensmitteleinzelhandel - wirft Fragen der Datenhoheit auf. Hier gibt es zu Recht Skepsis auf landwirtschaftlicher Seite.

Parlament. Staatssekretär Peter Bleser

Bei allen Chancen der Digitalisierung bestehen Herausforderungen: Voraussetzung für die flächendeckende Anwendung digitaler Techniken ist eine leistungsfähige und sichere Infrastruktur in ländlichen Regionen. Aber auch die Frage nach der Schnittstellenkompatibilität verschiedener IT-Anbieter oder der Datenhoheit und Datensicherheit ist für kleine wie große Betriebe brisant.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium gestaltet daher die Rahmenbedingungen aktiv mit, um diese Risiken zu minimieren.

Aktivitäten des BMEL

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hat einen 12-Punkte-Plan zur Digitalisierung herausgegeben. Wichtige Stellschrauben sind demnach:

  • Fachveranstaltungen und eine Gesprächsplattform im Ministerium, an der beteiligte Gruppen und Verbände das Thema Digitalisierung in der Landwirtschaft aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten und nach gemeinsamen Lösungen suchen.
  • Den Ausbau der Breitbandnetze in ländlichen Räumen fördert das BMEL seit 2008 im Rahmen der "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) – zusätzlich zum großen Förderprogramm des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) über rund 4 Milliarden Euro – und ermöglicht damit den Anschluss vieler Haushalte und landwirtschaftlicher Betriebe auf dem Land an das Internet.
  • Die umfassende Forschungsförderung des BMEL von Projekten zur Digitalisierung in der Landwirtschaft in Höhe von rund 29 Millionen Euro.

Auf Basis von Technikfolgenabschätzungen, den Ergebnissen der Gesprächsplattformen und technischen Entwicklungen wird das BMEL rechtliche und förderpolitische Rahmenbedingungen weiterentwickeln. Denn das Ziel macht Bleser klar: "Letztendlich sollen alle Landwirte vom technischen Fortschritt profitieren können – egal wie groß der Betrieb ist bzw. was der Landwirt produziert."

Hintergrund zum Digital Gipfel 2017

Der Digital Gipfel 2017 der Bundesregierung (Nachfolgeformat des nationalen IT-Gipfels) wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie veranstaltet. Der Digital Gipfel und sein ganzjähriger Prozess bilden die zentrale Plattform für die Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft bei der Gestaltung des digitalen Wandels im Rahmen der Digitalen Agenda.

Stand:
12.06.17

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