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Startschuss für zwei Forschungsprojekte am Julius Kühn Institut (JKI)

Am 20. April 2015 hat der Parlamentarische Staatssekretär Peter Bleser die Zuwendungsbescheide für zwei Forschungsprojekte der Deutschen Innovationspartnerschaft Agrar (DIP) zur Bereitstellung krankheitsresistenter Weidelgrassorten und zur Pflanzenschutzmitteleinsparung im Obstbau an das Julius Kühn-Institut übergeben.

Durch die Übergabe der Zuwendungsbescheide wurde einmal mehr das Engagement des BMEL für die Förderung von Innovationen deutlich, mit denen zugleich übergeordnete agrarpolitische Ziele erreicht werden.

Ein Forschungsprojekt befasst sich mit der Resistenzzüchtung des wichtigsten Futtergrases (Weidelgras) gegen zwei Rostpilze und die Bakterienwelke. Dabei ist die angestrebte dauerhafte Resistenz nicht allein bedeutsam für den reinen Masseertrag. Vielmehr meidet das Vieh auch befallene Pflanzen, was zu einer verminderten Futteraufnahme führt. Weiterhin spielt die Resistenz auch im Rahmen der Vermehrung eine Rolle, da befallene Pflanzen nur unzureichend Samen ansetzen. Daran wird deutlich, dass die Entwicklung der multiresistenten Sorten einen Beitrag für die Wertschöpfungskette leistet. Das Projekt fügt sich somit in das übergeordnete Ziele des BMEL ein, die Versorgung mit eiweißreichen Futtermitteln aus heimischer Produktion zu sichern. Das BMEL unterstützt das Konsortium aus JKI, der Saatzucht Steinach GmbH & Co KG und der GenXPro GmbH in der dreijährigen Laufzeit mit über einer halben Million Euro.

Gruppenfoto mit Staatssekretär Bleser Die Partner des Olsva-Projekts mit den vom Parlamentarischen Staatssekretär Peter Bleser (r.) überreichten Förderbescheiden: v.l. Prof. Dr. Georg F. JKI-Präsident Backhaus, Jan Huhs und Dr. Matthias Görgens (Obstbauversuchsanstalt Esteburg/Jork), Dr. Tanja Pelzer (JKI), Markus Mesmer (Fa. Wanner), Quelle: Stefanie Hahn/JKI

Das zweite Forschungsprojekt trägt den Titel: "Optimierung einer Lückenschaltung am Sprühgerät als Voraussetzung für eine präzise Applikation von Pflanzenschutzmitteln im Obstbau – Olsva". Bei der Übergabe hob Bleser hervor, dass mit der Entwicklung einer besseren Applikationstechnik für Pflanzenschutzmittel die Obstbaubetriebe in die Lage versetzt werden, auch unter den gestiegenen Anforderungen an den Umwelt- und Gewässerschutz weiterhin produzieren zu können. Auch an diesem Beispiel wird die Auswirkung des Projektes auf die Wertschöpfungskette deutlich und das übergeordnete Ziel einer nachhaltigen Produktionsweise verfolgt. Das BMEL unterstützt die Zusammenarbeit von JKI, der Hans Wanner GmbH und der Obstbauversuchsanstalt der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in der dreijährigen Laufzeit mit fast einer dreiviertel Million Euro.

Deutschen Innovationspartnerschaft Agrar (DIP)

Die DIP wurde mit dem Ziel gegründet, Projekte zu unterstützen, die bereits einen erfolgreichen Verlauf erfahren haben und bei denen absehbar ist, dass die entwickelten Produkte oder Verfahren sich durch funktionale Überlegenheit gegenüber bisher gängigen auszeichnen. Es soll gewährleistet werden, dass diese Produkte oder Verfahren tatsächlich Eingang in die landwirtschaftliche Praxis finden. Der Weg zur Praxisreife ist allein durch die beteiligten Wirtschaftspartner nicht zu erbringen.

Bei der Beurteilung der Förderwürdigkeit gehen neben der Exzellenz der bereits erzielten Ergebnisse auch Überlegungen ein, inwieweit die Projekte Beiträge zu übergeordneten agrarpolitischen Zielen leisten können und positive Einflüsse auf die Wertschöpfungsketten ausüben. Insgesamt zehn Mitgliedsorganisationen, die den landwirtschaftlichen Sektor in seiner Breite abbilden, beraten gemeinsam über die Förderwürdigkeit der Projekte.

Seit die DIP Ende Oktober 2012 ihre Arbeit aufgenommen hat, wurden 55 Skizzen eingereicht, von denen 36 als förderwürdig eingestuft wurden. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf über 27 Millionen Euro mit einem geförderten Anteil von etwas über 16 Millionen Euro. Die durchschnittliche Förderquote liegt also bei vergleichsweise niedrigen 60 Prozent. Bereits durch diese Zahlen wird das Engagement der beteiligten Wirtschaftsunternehmen und damit der Praxisbezug dieser Projekte deutlich.

Die Geschäftsstelle der DIP ist bei der BLE angesiedelt und koordiniert die Arbeit des DIP-Lenkungsausschusses und die Projektbetreuung.

Weitere Informationen

Stand:
20.04.15
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