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SoundHooves – Ein Schritt zu mehr Gesundheit im Stall

Das Wohl der Tiere in der modernen Nutztierhaltung ist Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt ein wichtiges Anliegen, die Verbesserung des Tierschutzes ein Ziel der Bundesregierung. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert daher Forschungsvorhaben und Innovationen zur Bewertung des Tierwohls mit Hilfe geeigneter Indikatoren mit 12 Millionen Euro.

Den Startschuss für ein solches Vorhaben gab Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundeslandwirtschaftsminister, am 27. August 2016 in Berlin. Beim Tag der offenen Tür des Ministeriums erhielten drei Projektträger den Zuwendungsbescheid für das Forschungsvorhaben „SoundHooves“.

In diesem Vorhaben entwickeln die Projektpartner ein System, um Klauenerkrankungen bei Rindern anhand des erzeugten Körperschalls beim Auftreten der Tiere möglichst früh zu erkennen. Spezielle Sensoren werden dafür an Spaltenbodenelementen angebracht und messen das erzeugte Geräusch. Das in der Nutztierhaltung verwendete Material der Spaltenelemente ist für die Übertragung von Körperschall sehr gut geeignet. Die Körperschallelemente lassen sich akustisch leicht von anderen Schallelementen in der Umgebung abkoppeln. Länge und Amplitude des Trittschalls können akustisch analysiert und klassifiziert werden und Hinweise auf die verschiedenen Typen von Lahmheiten geben. Das automatische Messsystem soll bereits Informationen über Art und Schwere der Erkrankung wie z.B. Klauenfäule oder Sohlengeschwüre liefern.

Die von den Systemen erfassten Geräusche sollen direkt über eine eigene Analysesoftware oder durch die Integration des Tools in vorhandene Managementsoftware aufbereitet werden. Das geplante modulare System kann leicht an alle praxisrelevanten Nutztierhaltungsformen angepasst werden: Mobile Teststände mit Handgeräten, Smartphone Apps für flexible Messungen oder ein Festeinbau in Ställe sollen entwickelt werden.

In Kombination mit üblichen Tieridentifikations-Systemen soll eine tierindividuelle Erfassung sichergestellt werden. Die somit gewonnenen Gesundheitsdaten können direkt für einzeltierbezogener Managementempfehlungen genutzt werden und dem Landwirt entsprechende Handlungsoptionen anbieten.
Die Förderung von „SoundHooves“ ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zu mehr Tiergerechtheit in der modernen Nutztierhaltung durch neue und verbesserte Messsysteme, der Entwicklung innovativer Tierwohlindikatoren und der Früherkennung von Gesundheits- und Verhaltensstörungen.
Das Projekt wird durch den Fachbereich Agrartechnik der Universität Kassel koordiniert und ist für drei Jahre geplant. Die Fördersumme beträgt 550.887,20 Euro. Außerdem sind das Institut für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover und die Hölscher + Lauscher GmbH Co. KG an dem Verbundvorhaben beteiligt.

Stand:
29.08.16
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