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Neubau eines Labor- und Bürogebäudes mit Fischtechnikum beim Thünen-Institut in Bremerhaven

Mit der Grundsteinlegung für den Neubau des Labor- und Verwaltungsgebäudes mit Aquakulturanlage wird symbolisch die Bauphase des rund 35 Millionen Euro teuren Gebäudekomplexes eingeleitet. Durch die Errichtung des Gebäudes werden für die beiden Thünen-Institute optimale Arbeitsbedingungen, konzentriert an nur einem Standort, geschaffen.

Mit dem Bauprojekt gelingt es zudem, die bislang am Standort Ahrensburg betriebene Aquakulturanlage in unmittelbare Nähe der Labore anzuordnen. Auch bietet der Neubau u. a. durch die unmittelbare Nähe zum Alfred-Wegener-Institut (AWI) und die Möglichkeit für die Fischereiforschungsschiffe, direkt am Institutsgebäude anlegen zu können, erhebliche Vorteile.

Der Neubau für die beiden Institute wurde mit einer reinen Nutzfläche von rund 6.200 Quadratmeter zzgl. Nebennutz- und Verkehrsflächen auf der Grundlage von 152,5 Stellen geplant und bietet mit seiner Fertigstellung Mitte 2017 optimale Arbeitsbedingungen mit modernster Infrastruktur. Ergänzt wird die Bauinvestition mit umfangreichen Investitionen zur Erstausstattung, um insbesondere auch im Bereich der technischen Geräteausrüstung bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen.

Staatssekretär Kloos mit Maurerkelle in der Hand, im Hintergrund Kameras Dr. Robert Kloos, Staatssekretär im BMEL (links) und Melf Grantz, Oberbürgermeister von Bremerhaven, Quelle: Thünen-Institut / U. Hochgesand

"Die Bundesregierung steht zu ihrer Verantwortung für die deutsche Fischerei und unterstützt gleichzeitig eine nachhaltige Binnen-, See-, Küsten- und Kutterfischerei, die Bestände erhält und artgerecht ist. Mit dem Neubau wird gewährleistet, dass die Ressortforschung im Bereich Fisch fachlich und organisatorisch so aufgestellt ist, dass der Entscheidungshilfebedarf meines Hauses auch in Zukunft bestmöglich gedeckt wird. Gleichzeitig wird die wissenschaftliche Eigenständigkeit der Forschungseinrichtung gestärkt", teilte Staatssekretär Dr. Robert Kloos anlässlich der Grundsteinlegung mit.

Hintergrundinformationen

Der Forschung im Fischereibereich kommt insbesondere vor dem Hintergrund der abgeschlossenen Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) eine große Bedeutung zu. Ein wesentlicher Bestandteil der Reform ist die Einführung von Rückwurfverboten und Anlandegeboten seit dem 1. Januar 2015. Beifänge müssen nun angelandet werden und dürfen nur noch in bestimmten, eng begrenzten Ausnahmefällen über Bord geworfen werden.

Im Bereich der Fischereiforschung erarbeitet das zum Geschäftsbereich des BMEL gehörende Thünen-Institut (TI), Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, wissenschaftliche Grundlagen als Entscheidungshilfen für die Fischereipolitik der Bundesregierung. Fachinstitute aus dem Bereich der Fischereiforschung des TI sind die Institute für Seefischerei (SF) und Fischereiökologie (FI), sowie das Institut für Ostseefischerei (OF).

Zu den Aufgaben- und Forschungsbereichen des TI zählen Arbeiten zur biologischen Überwachung und nachhaltigen Bewirtschaftung lebender Meeresressourcen, zur Erhaltung und zum Schutz der Meeressäuger und Vögel und Fragen zur Verbreitung und Wirkung von Schadstoffen im Meer. Der Arbeitsbereich Fischereitechnik ist beim OF angesiedelt. Neue Aufgaben obliegen den Instituten im Bereich fischereilicher Maßnahmen bei der Umsetzung der Meeresstrategierahmenrichtlinie der EU.

Das Aufgabenfeld wurde eigens durch das "Konzept für eine zukunftsfähige Ressortforschung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)" (2007) zugewiesen und stellt dort einen wichtigen Schwerpunkt dar. Es werden unter anderem Untersuchungen, Entwicklungen und Bewertungen von technischen Maßnahmen, Methoden und Modellen zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Fischbeständen, Untersuchungen zur Verbesserung der Selektionseigenschaften von Netzen zur Verringerung von Fängen von Nicht-Zielarten sowie Untersuchungen zu alternativen Fanggeräten durchgeführt.

Wie in der heutigen Forschungslandschaft üblich und unumgänglich ist gerade das Forschungsfeld Fischereitechnik eng mit thematisch verwandten und methodisch relevanten Forschungseinrichtungen national und international vernetzt. Systematische Forschung zu breiten Themenbereichen kann heute wissenschaftlich und wirtschaftlich nur arbeitsteilig durchgeführt werden. Innerhalb der Ressortforschung ist die Zusammenarbeit mit den TI-Instituten für Seefischerei und für Fischereiökologie am engsten. Kooperationspartner sind ferner z. B. die Forschungsinstitute DTU-Aqua und SINTEF in Dänemark, MIR in Polen, IMAREs in den Niederlanden sowie ILVO in Belgien.

Stand:
22.02.16
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