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Übergabe von Zuwendungsbescheiden für das Forschungsverbundvorhaben OptiScreen

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Peter Bleser hat am 6. Mai 2015 an der TU-Berlin die Zuwendungsbescheide für das Projekt "Rohstoffscreening mit spektral-optischen Verfahren bei der Getreidelagerung" (OptiScreen) im Rahmen des "Programms zur Innovationsförderung" an die Projektpartner übergeben.

Das Projekt

Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Lagerfähigkeit von Getreide (Braugerste). Dazu soll ein Rohstoff-Screening beitragen. Mit dieser entwickelten Technik soll ein 100-prozentiges Aufspüren (Detektion) von Mykotoxinen an Getreide und eine verbesserte Detektion vorhandener Pilznester im Silo ermöglicht werden. Nur mit einer nachweislich hohen Qualität von Getreide und anderen eingelagerten getrockneten landwirtschaftlichen Produkten kann die Forderung nach geringem Gehalt an Mykotoxinen in diesen Erzeugnissen und daraus hergestellten Produkten und Futtermitteln befriedigt werden.

Wird ein Befall in einem überwachten Silo entdeckt, so soll die entwickelte optische Prozessanalytik zusammen mit den bereits industriell verfügbaren Getreidesortieranlagen genutzt werden, um die befallene Körner sowie andere Fremdkörper wie Larven und Puppen auszusortieren.

Die Lagerungsstrategie kann neben einer periodischen Umlagerung mit gleichzeitigem Aussortieren auch ein sortierendes Rohstoff-Screening beim Einlagern umfassen, indem Kontaminanten aus dem Massenstrom ausgefiltert werden. Eine chargenspezifische Reduktion toxikologischer Kontaminanten dient der Produktsicherheit und damit dem Schutz der Verbraucher. Gleichzeitig können die durch Lagerverluste und umfassende chemische Bekämpfungsmaßnahmen entstehenden Kosten bei der Getreidelagerung reduziert werden. Damit kann das Vorhaben einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der eingangs erwähnten Ziele der Bundesregierung leisten.

Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich bei einer Laufzeit von 3 Jahren auf rund 1,4 Millionen Euro. Das BMEL unterstützt das Projekt mit rund 1,1 Millionen Euro aus seinem Programm zur Innovationsförderung. Die beteiligten Industrieunternehmen tragen mit einer Eigenbeteiligung in Höhe von über 300.000 Euro zur Finanzierung des Projektes bei.

Innovationsförderung

Die Innovationsförderung ist ein zentrales Element der Forschungsförderung im BMEL. Zielgruppe sind Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft, die gemeinsam mit der Wissenschaft innovative, international wettbewerbsfähige Produkte und Verfahren auf Grundlage neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse entwickeln.

Mit dem Programm zur Innovationsförderung leistet das BMEL einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft und zur Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume.

Seit 2007 hat das BMEL die im Innovationsprogramm zur Verfügung stehenden Mittel kontinuierlich von 21 Millionen Euro auf derzeit 36 Millionen Euro und damit um über 70 Prozent erhöht. Mit den zusätzlichen Mitteln aus dem 3 Milliarden Programm der Koalition werden die Titelansätze für die Innovationsförderung weiter erhöht. Ab 2017 stehen dann über 55 Millionen Euro zur Verfügung.

Sicherheit von Lebensmitteln und gesundheitlicher Verbraucherschutz

Lebensmittelsicherheit ist ein hohes und unverzichtbares Gut. Diese zu gewährleisten ist ein zentrales Handlungsfeld in der Agrar- und Verbraucherpolitik des BMEL.

Auch wenn, wie in vielen anderen Lebensbereichen, eine hundertprozentige Sicherheit nie garantiert werden kann, gilt es gesundheitliche Risiken für den Menschen zu minimieren. Agrar- und Ernährungsforschung sind die Grundlage für sichere Lebensmittel. Neue Krankheitserreger oder Rückstände von Schadstoffen erfordern neue analytische Verfahren. Hier sind innovative Ideen entlang der gesamten Lebensmittelkette gefragt.

Die Innovationen sollen dazu dienen, das Produktangebot für betroffene Personenkreise zu steigern und die Wahlfreiheit beim Kauf von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen sowie Kosmetik und Pflegemitteln zu verbessern. Mit fortschrittlichen Lösungen soll auch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft gestärkt werden.

Weitere Informationen

Stand:
06.05.15
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