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Dr. Maria Flachsbarth inmitten der Projektbeteiligten bei der Übergabe der Zuwendungsbescheide v.l.n.r.: Prof. Dr. Ellen Kiel (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), Prof. Dr. Egbert Tannich (Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin), PD Dr. Norbert Becker (Gesellschaft zur Förderung der Stechmückenbekämpfung Speyer), Dr. Doreen Walther (Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung Müncheberg), PSt'n Dr. Maria Flachsbarth (BMEL), Prof. Dr. Thomas C. Mettenleiter (Präsident Friedrich-Loeffler-Institut), Prof. Dr. Sven Klimpel (Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung Frankfurt am Main) , Quelle: Bernhard-Nocht-Institut Hamburg

BMEL fördert Forschungsprojekte zu Stechmücken

Am 22. Februar 2016 gab die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Dr. Maria Flachsbarth den offiziellen Startschuss für ein neues Forschungsprojekt "CuliFo", im Rahmen eines Festakts. Die Verbundprojektpartner nahmen die Zuwendungsbescheide entgegen.

In Europa werden seit einigen Jahren vermehrt Krankheiten wie das Dengue-, West-Nil- oder Chikungunya-Fieber durch Stechmücken übertragen. "Der jüngste Zika-Virus-Ausbruch in Südamerika hat erneut eindrucksvoll die Bedeutung von Stechmücken als Krankheitsüberträger unter Beweis gestellt", sagt Prof. Egbert Tannich, Leiter der Stechmückenforschung am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM).

Die Globalisierung nimmt stetig zu – im Bereich des internationalen Warenhandels, aber auch durch private Reisen. Zeitgleich verändert sich das Klima. Damit steigt in Europa die Gefahr von Krankheiten, die durch Stechmücken übertragen werden. Diese stellen sowohl für unsere heimischen Tiere als auch für den Menschen eine Gefahr dar. Das BMEL-geförderte Projekt „Stechmücken und Stechmücken-übertragene Zoonosen in Deutschland“ leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Schutzes der Gesundheit von Mensch und Tier.“
Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth

In Deutschland gab es bisher kein Überwachungs- oder Meldesystem über das Vorkommen medizinisch relevanter Stechmückenarten. Auch gibt es keine nennenswerte Forschung zum Verhalten von Mücken und zu der wichtigen Frage, ob einheimische Mückenarten überhaupt eingeschleppte Krankheitserreger übertragen können. Da es sich bei vielen Krankheiten, die Stechmücken übertragen, um Krankheiten handelt, die von Tieren auf den Menschen übertragen werden (sogenannte Zoonosen), hat das BMEL die Koordination übernommen und zwei deutschlandweite Verbundprojekte zur Überwachung und Erforschung von Stechmücken ins Leben gerufen, die das Ministerium mit mehreren Millionen Euro fördert.

Stechmücken-Forschung "CuliFo"

In dem Verbundprojekt mit dem Titel "CuliFo" (Culiciden Forschung; Culiciden=Stechmücken) sollen die ökologisch-klimatischen Bedingungen für die Vermehrung und Verbreitung einheimischer Stechmücken, deren genetische Variabilität und insbesondere deren Fähigkeit, Krankheitserreger zu übertragen, erforscht werden.

Mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) und dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) sind an diesem gemeinsamen Vorhaben die Carl von Ossietzky-Universität in Oldenburg, die Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt, das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung in Müncheberg und die Gesellschaft zur Förderung der Stechmückenbekämpfung in Speyer beteiligt.

Stechmücken-Monitoring "CuliMo"

In dem Forschungsprojekt zum Stechmücken-Monitoring wird seit 2015 das Vorkommen sowie die geografische und saisonale Verbreitung von Stechmücken-Arten in Deutschland erfasst sowie gefangene Stechmücken auf Krankheitserreger untersucht.

Das Projekt besteht aus fünf Teilprojekten, von denen beispielsweise eins der Mückenatlas ist, bei dem Bürgerinnen und Bürger aufgerufen sind, in ihrer privaten Umgebung gefangene Mücken einzuschicken.

Zoonosenforschung

Zudem verstärkt die Bundesregierung die Forschung zu Krankheiten, die von Tier zu Mensch und von Mensch zu Tier übertragbar sind, die so genannten Zoonosen. Nach Angaben des Internationalen Tierseuchenamtes in Paris sind ca. 60 bis 70 Prozent aller auftretenden Krankheiten Zoonosen. Eine seit 2006 bestehende ressortübergreifende Forschungsvereinbarung zu Zoonosen wurde im Januar 2016 erneuert und um das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) erweitert.

Stand:
22.02.16

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