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Kirchendialog des BMEL: Welternährung im Fokus

Mit einem Dank an alle Beteiligten ist der 4. Kirchendialog im Rahmen des Grünbuch-Prozesses des BMEL am 7. Juli in Berlin zu Ende gegangen. "Ihre Beiträge haben unseren Blick geschärft für sensible Punkte auf Seiten der Kirchen und Verbände und für besonders wichtige Anliegen", bilanzierte Staatssekretärin Flachsbarth zum Abschluss der vierteiligen Reihe.

Im Fokus des letzten Treffens im Rahmen des Dialogs stand das Thema "Welternährung". Fast die Hälfte der Weltbevölkerung ist fehlernährt: Während etwa eine Milliarde Menschen überernährt sind, leiden zeitgleich fast 800 Millionen Menschen Hunger und rund zwei Milliarden Menschen fehlen überlebensnotwendige Vitamine und Mikronährstoffe. "Bei der Diskussion über die Zukunft der Landwirtschaft spielt die künftige Ausrichtung der Politik in Bezug auf die Welternährung eine wichtige Rolle", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Maria Flachsbarth, zum Auftakt der Veranstaltung. Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Kirchen-Dialogs diskutierte sie über

  • ethische Anforderungen an eine zukunftsfähige Ernährungs- und Agrarpolitik,
  • über die Ursachen von Hunger sowie
  • über wirksame Strategien und konkrete Maßnahmen zur Hungerbekämpfung.

Staatssekretärin Flachsbarth machte in ihrer Begrüßungsrede deutlich, aus Sicht des BMEL liege "der Schlüssel für die Bekämpfung des Hungers im Bereich der Landwirtschaft in einer leistungsfähigen, lokal angepassten, nachhaltigen Landwirtschaft und der Entwicklung wirtschaftlich attraktiver ländlicher Räume." Um diese Ziele umzusetzen, engagiere sich das BMEL intensiv auf vielen Ebenen. So setze sich das BMEL für die Umsetzung der 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten "Agenda 2030" ein. Bei der Umsetzung solle die Globale Partnerschaft besonders berücksichtigt werden, insbesondere in Bezug auf die Kohärenz von Politik und Institutionen.

Das BMEL werde zudem die im April 2016 ausgerufene Dekade für Ernährung der Vereinten Nationen nutzen, "Anstrengungen zur Bekämpfung von Fehlernährung in allen ihren Ausprägungen zu intensivieren". Für die Dekade hatte sich Bundesminister Schmidt im Nachgang der ebenfalls maßgeblich vom BMEL unterstützten Zweiten Welternährungskonferenz (ICN2) in Rom 2014 stark gemacht.

Darüber hinaus setzt das Ministerium Flachsbarth zufolge derzeit in einer Vielzahl von Projekten gemeinsam mit der Welternährungsorganisation FAO für die Freiwilligen Leitlinien zum Recht auf Nahrung um. Nicht zuletzt verwies die Staatssekretärin auf Maßnahmen im Rahmen des Bilateralen Kooperationsprogramms des BMEL für das in den vergangenen fünf Jahren 46 Millionen Euro bereitgestellt worden seien. Das Programm unterstützt die Entwicklung leistungsfähiger und nachhaltiger Agrarstrukturen in Partnerländern.

Dialog war Teil des Grünbuch-Prozesses

Neben Fragen zur "Welternährung" hatten die Teilnehmer der Kirchendialog-Reihe in gesonderten Veranstaltungen bereits die Themen "Landwirtschaft und Gesellschaft", "Nutztierhaltung" und "Ländliche Räume" in den Blick genommen. Insgesamt hatten sich rund 40 verschiedene kirchliche und kirchennahe Einrichtungen am Dialog beteiligt. Dieser fand im Rahmen des Grünbuch-Prozesses statt.

Bei der Auftaktveranstaltung zum Kirchendialog am 19. Februar 2016 in Berlin unter dem Motto "Landwirtschaft in der Gesellschaft" hatte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt betont: "Beide Kirchen haben sich seit Jahrzehnten intensiv vor allem mit ethischen Fragen der Agrar- und Ernährungspolitik auseinander gesetzt. Sie engagieren sich zudem stark für eine bessere Verständigung zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft. Die Landwirtschaft gehört in die Mitte der Gesellschaft. Ich freue mich daher auf einen fruchtbaren Meinungsaustausch und erwarte wertvolle Impulse für meine Arbeit."

Der Grünbuch-Prozess setzt sich u.a. aus einer Vielzahl von Veranstaltungen zu verschiedensten Fragen der Agrar- und Ernährungspolitik zusammen. Das Ziel: Er soll Perspektiven ermitteln für eine Land- und Ernährungswirtschaft, die wirtschaftlich tragfähig und gesellschaftlich akzeptiert ist. Zudem soll der Grünbuch-Prozess dazu beitragen, Brücken zu bauen zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft. Auf Grundlage des Dialogprozesses und der Analyse weiterer Daten und Fakten wird Bundesminister Christian Schmidt im Herbst sein "Grünbuch Ernährung Landwirtschaft" vorstellen. Es wird die Leitlinien der künftigen Politik seines Ministeriums beschreiben.

Stand:
07.07.16

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Der Grünbuch-Dialog im BMEL

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Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt brachte Vertreter von "Wir haben es satt" und "Wir machen Euch satt" und weitere Verbände am 13. Januar 2016 an einen Tisch. Das Ziel: Ein sachlicher Dialog. Das Thema: "Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft“.

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Der Grünbuch-Dialog auf der IGW2016

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"Landwirtschaft und Ernährung im Jahr 2030: Wie wollen wir wirtschaften, wie wollen wir uns ernähren?" – unter dieser Überschrift hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zur Podiumsdiskussions mit der jungen Generation im Rahmen der Internationalen Grüne Woche eingeladen.

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Grünbuch Ernährung Landwirtschaft

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Was wollen wir essen? Wie soll das produziert werden? Wie bekommen die Produzenten dafür einen angemessenen Preis? Wie stellen wir uns Ernährung und Landwirtschaft der Zukunft vor?

Diese und andere Fragen wirft das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in zahlreichen Dialog-Veranstaltungen zwischen Gesellschaft, Landwirtschaft, Handel, Ernährungswirtschaft, Kirchen und Politik auf. Nur über einen intensiven Austausch können wir Lösungsansätze für die großen Fragen finden, die über den Tag hinaus tragfähig sind. Bundesminister Christian Schmidt erstellt am Ende sein "Grünbuch Ernährung-Landwirtschaft".

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Bundesminister Christian Schmidt zum Grünbuch-Prozess

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"Ich will die Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft verankern. Dafür brauche ich Sie!" - Bundesminister Christian Schmidt ruft in seinem Grußwort zum Grünbuch-Prozess Bürgerinnen und Bürger zu einem aktiven Gedankenaustausch auf.

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Kontakt:
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft;
Stichwort: Grünbuch-Prozess
11055 Berlin
E-Mail: gruenbuch@bmel.bund.de

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